Regierung · Athen

Tsipras und griechische Regierung streiten über das Strafgesetzbuch von 2019 und das Strafmaß

Alexis Tsipras forderte Kyriakos Mitsotakis auf, im Streit über das Strafgesetzbuch von 2019 Namen zu nennen, und Regierungssprecher Pavlos Marinakis antwortete mit einer vierteiligen Erwiderung, die sich auf die Abstimmungsdaten stützt.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von ΣΚΑΪ, Η Ναυτεμπορική, NewsIT und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Athen · Griechenland
Wie es dazu kam
  1. 26.05.Tsipras erklärt in der Nacht der Europawahl, er werde nach der zweiten Runde der Kommunalwahlen sofort Neuwahlen verlangen
  2. 2.06.Zweite Runde der Kommunalwahlen findet statt
  3. 6.06.Gesetzentwurf zum Strafgesetzbuch wird im Parlament abgestimmt
  4. 10.06.Neuwahlen werden ausgerufen

Der Schlagabtausch beginnt

Am 3. November reagierte der frühere Ministerpräsident Alexis Tsipras, der heute die griechische Linkskoalition (ELAS) führt, auf Äußerungen von Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis über das Strafgesetzbuch, das die SYRIZA-Regierung 2019 verabschiedet hatte. Mitsotakis hatte Tsipras aufgefordert zu sagen, welche Schuldscheine er eingelöst habe. Tsipras antwortete in einem in sozialen Netzwerken veröffentlichten Video, wiederholte, Mitsotakis sei ein „Hohepriester der Korruption“, und forderte ihn auf, sich die Interviews seines Neffen, Herrn Dimitriadis, noch einmal anzusehen, den Tsipras als damaligen Chef im Maximou-Palast bezeichnete. Er warf dem Ministerpräsidenten vor, Schlamm und Andeutungen über ihn zu verbreiten.

Tsipras' Erwiderung zur Reform

Tsipras sagte, die Reform sei die erste vollständige Überarbeitung des Strafgesetzbuchs seit 1950 gewesen und nicht von der Regierung, sondern von einem mehrköpfigen Gesetzgebungsausschuss aus führenden Rechtswissenschaftlern ausgearbeitet worden. Die Arbeit habe 2010 begonnen und sei im Juni 2019 gemeinsam mit anderen Parteien und Abgeordneten verabschiedet worden. Zudem behauptete er, Mitsotakis habe im November 2019 überstürzt das neue Gesetzbuch geändert, um Bankern strafrechtliche Immunität zu verschaffen, und er fragte den Ministerpräsidenten, wessen Schuldscheine Tsipras eingelöst habe. Zum Schluss forderte er Mitsotakis auf, mit dem Schlammwerfen und der Verleumdung aufzuhören, und sagte, es sei genug. Seine zentrale Forderung formulierte er unmissverständlich:

„Statt Schlamm sollte er mit Beweisen sprechen. Namen und Adressen.“

Alexis Tsipras, Früherer Ministerpräsident und Vorsitzender

Die vier Punkte der Regierung

Regierungssprecher Pavlos Marinakis antwortete in einer Erklärung, die er als vier Erinnerungen formulierte. Er rief in Erinnerung, dass Tsipras in der Nacht der Europawahl am 26. Mai 2019 gesagt habe, er werde nach der zweiten Runde der Kommunalwahlen den Staatspräsidenten bitten, sofort Neuwahlen auszurufen. Laut Marinakis fand die zweite Runde am 2. Juni statt, doch am 3. Juni sei keine solche Bitte erfolgt. Das Parlament sei geöffnet geblieben, der Gesetzentwurf zum Strafgesetzbuch sei am 6. Juni abgestimmt und die Wahlen am 10. Juni ausgerufen worden. Marinakis fragte zudem, warum die wissenschaftlichen Vorschläge während der 4,5 Jahre der SYRIZA-Regierung nicht im Parlament erörtert und erst kurz vor den Wahlen eingebracht worden seien, und argumentierte, die damalige Regierung habe gewusst, dass schon ein einziger Tag der Anwendung der günstigeren Bestimmungen den Betroffenen zugutekommen könne.

Marinakis argumentierte, Gesetze seien eine politische Entscheidung der Regierung und ihrer Abgeordneten, und formulierte es so:

„Gesetze werden im Parlament verabschiedet, daher ist der Inhalt jedes Artikels, wie er von der jeweiligen Regierung vorgeschlagen wird, eine eigenständige politische Entscheidung.“

Pavlos Marinakis

Der Streit um das Strafmaß

Marinakis warf Tsipras und seinen Abgeordneten vor, für niedrigere Strafen bei schweren Straftaten einschließlich Gruppenvergewaltigung gestimmt und bei Totschlag eine Alternative zur lebenslangen Freiheitsstrafe zugelassen zu haben. Dem stellte er spätere Änderungen unter der Regierung der Nea Dimokratia gegenüber, die die lebenslange Freiheitsstrafe zur einzigen Strafe für Totschlag, Gruppenvergewaltigung und die Vergewaltigung eines Minderjährigen machte. Marinakis schloss mit der Aufforderung an Tsipras, sich an Stavros Kontonis zu wenden, der damals Justizminister war, und zitierte frühere Äußerungen von Kontonis, in denen dieser die Art der Vorbereitung und Verabschiedung des neuen Gesetzbuchs als „extremen Punkt der Kollusion“ bezeichnet hatte.

Wo der Streit steht

Die beiden Seiten sind sich uneinig darüber, wer das Gesetzbuch ausgearbeitet hat, über die Abfolge der Abstimmungen im Jahr 2019 und über die Änderungen beim Strafmaß. Tsipras' Darstellung stützt sich auf den Sachverständigenausschuss, der den Text vorbereitete, die von Marinakis auf die Daten und auf die unter den jeweiligen Regierungen festgesetzten Strafen. Tsipras hat Mitsotakis um Namen und Adressen gebeten, Marinakis hat Tsipras aufgefordert, sich an Kontonis zu wenden.

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Quellen und Kontext

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