Diplomatie · Athen

Mitsotakis: Türkisch-libysche Ansprüche haben keine Rechtskraft

Bei einer Kabinettssitzung am Montag, 2. November, sagte der griechische Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis vor seinen Ministern, einseitige Ansprüche im türkisch-libyschen Memorandum änderten nichts an den nationalen Plänen Griechenlands; zugleich schlägt Athen eine weltweite Seefeuerpause vor.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von H Kαθημερινή, NEWS 24/7, Ειδήσεις und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Athen · Griechenland

Der griechische Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis sprach am Montag, 2. November, im Maximos-Palast zu den Ministern der Kabinettssitzung und begann mit dem türkisch-libyschen Memorandum. Einseitige Ansprüche, die dem Seerechtsübereinkommen zuwiderliefen, hätten keinerlei Rechtskraft und änderten nichts an der Planung Griechenlands. Seine Äußerungen fielen, während Griechenland auf eine NAVTEX-Meldung zum griechisch-zyprischen Stromverbundkabel GSI wartete.

„Willkürliche Ansprüche, die dem Seerecht zuwiderlaufen, haben keinerlei Gültigkeit. Sie schaffen keine vollendeten Tatsachen und werfen unsere nationalen Pläne nicht um.“

Kyriakos Mitsotakis, Griechischer Ministerpräsident

Mitsotakis sagte zudem, Griechenland schlage eine weltweite Seefeuerpause vor, die nach seinen Worten kritische Handelsrouten freimachen und die Lebenshaltungskosten weltweit dämpfen würde. Er knüpfte an seinen früheren Auftritt im UN-Sicherheitsrat an und verband die rechtliche Bewertung der Ansprüche mit jenem Forum.

„Griechenland schlägt eine globale Seefeuerpause vor, die kritische Handelsrouten freimacht und die Lebenshaltungskosten auf dem gesamten Planeten eindämmt.“

Kyriakos Mitsotakis, Griechischer Ministerpräsident

Energiekrise und Kosten der Haushalte

Mitsotakis bezeichnete die Energiekrise als weltweiten Umbruch, auf den keine nationale Politik eine Antwort habe. Zu den Kosten der Haushalte sagte er, die Regierung tue, was sie könne, und räumte den Druck auf die Familien ein. Vor den Ministern sagte er, die Regierung tue „das Beste“, um der Belastung zu begegnen.

„Ich weiß, dass viele unserer Haushalte auf eine harte Probe gestellt werden.“

Kyriakos Mitsotakis, Griechischer Ministerpräsident

Er fügte hinzu, die durch eine umsichtige Wirtschaftspolitik aufgebauten Reserven ließen die Regierung mit vorsichtigem Optimismus auf die Wirtschaft blicken. Diesen Optimismus stellte er als maßvoll dar – nicht als Behauptung, der Druck sei vorüber.

Die letzte Etappe vor den Wahlen

Mitsotakis beschrieb die sechs Monate bis zu den Wahlen im Frühjahr als Zielgerade, die zugleich Maßstab für die eigene Verpflichtung der Regierung sei, ihr Programm abzuschließen. Die Regierung habe sich entschieden, ihre Amtszeit zu Ende zu führen, ohne das Tempo ihrer Arbeit zu verlangsamen. Bis zum Ende der Legislaturperiode, so sagte er, sollten 90 Vorhaben in die Tat umgesetzt sein.

Er nannte Bereiche, in denen die Ministerien vorankommen sollen, darunter Steuern, Löhne, Wohnen, Infrastruktur und die Modernisierung des Staates. Die Bilanz der Regierung nannte er ihren Pass für Glaubwürdigkeit und die beste Antwort auf das, was er als Nihilismus der Opposition bezeichnete; er bat darum, die Regierung vor den Wählern an ihrer gemeinsamen Leistung zu messen.

Steuerhinterziehung und Strafverfahren

Mitsotakis verwies auf jüngste Fälle von Steuerhinterziehung und die Aufklärung der Explosion in Plaka als Belege dafür, dass Rechtmäßigkeit für die Regierung nicht verhandelbar sei. Kriminalität habe es immer gegeben, doch würden nun große Fälle aufgedeckt und verfolgt. Er sagte auch, einige hätten 2019 das Parlament offen gehalten, um die Strafgesetzbücher zu ändern.

Er sprach von Konfrontationen mit eingefahrenen Verhaltensweisen und Strukturen im öffentlichen Leben, die seiner Darstellung nach mitunter vom „Deep State“ geduldet worden seien. Diese Bemerkungen richteten sich an jene, die nun von der Rechtslosigkeit um sie herum überrascht seien.

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