
Trump wird Eröffnungsspiel der US-WM gegen Paraguay auslassen; Rubio führt Delegation in Los Angeles an
Präsident Donald Trump plant nicht, am Freitag beim ersten Spiel der US-amerikanischen Nationalmannschaft der FIFA-Weltmeisterschaft 2026 auf heimischem Boden gegen Paraguay dabei zu sein. Stattdessen wird Außenminister Marco Rubio die offizielle Delegation anführen.
Der leere Sessel
Präsident Donald Trump wird am Freitag nicht im Los Angeles Stadium in Inglewood, Kalifornien, sein, wenn die US-amerikanische Herren-Nationalmannschaft ihr erstes WM-Spiel gegen Paraguay bestreitet. Vier mit der Turnierplanung vertraute Personen oder mit Kenntnis seines Terminkalenders, die anonym sprachen, teilten der New York Times mit, dass sie derzeit nicht mit seiner Anwesenheit rechnen. Zwei weitere Quellen bestätigten die Abwesenheit gegenüber POLITICO und dem Axel-Springer-Global-Reporters-Netzwerk. Das Weiße Haus hat sich nicht öffentlich geäußert, und Trumps Pläne können sich noch ändern.
Sie gehen derzeit nicht davon aus, dass Trump das Spiel besuchen wird.
Die offizielle Delegation
Außenminister Marco Rubio wird die US-Delegation anführen, wie das Außenministerium am Mittwoch bestätigte. Ihn werden Verkehrsminister Sean Duffy und Heimatschutzminister Markwayne Mullin begleiten. Am Rande des Spiels ist ein Treffen Rubios mit dem paraguayischen Präsidenten Santiago Peña geplant, bei dem es um regionale Sicherheit, Handel und Investitionen sowie neue Technologien gehen soll.
Eine bemerkenswerte Abwesenheit
Es wäre höchst ungewöhnlich, wenn ein Staatschef des Gastgeberlandes das Eröffnungsspiel seiner Mannschaft bei einer Weltmeisterschaft verpassen würde. Der Emir von Katar war 2022 dabei, Wladimir Putin 2018 in Russland und Dilma Rousseff 2014 in Brasilien. Trump hat die WM und die Olympischen Spiele 2028 in Los Angeles wiederholt als Prestigeprojekte seiner Amtszeit bezeichnet und sie als Gelegenheiten hervorgehoben, amerikanische Stärke auf der globalen Bühne zu präsentieren. Er pflegt zudem ein gutes Verhältnis zu FIFA-Präsident Gianni Infantino, von dem er bei der WM-Auslosung im Dezember den FIFA-Friedenspreis erhielt.
Der andere Präsident
Der paraguayische Präsident Santiago Peña wird eigens für das Spiel nach Kalifornien reisen, gab sein Büro bekannt. Der Gegensatz zwischen den Plänen der beiden Staatschefs hat in den europäischen Medien Aufmerksamkeit erregt, wobei das Schweizer Portal 20 Minuten die Überraschung über Trumps Abwesenheit angesichts der Rolle als Gastgeberland hervorhob.
Ein voller Sportkalender
Trump hat seit seiner Rückkehr ins Weiße Haus eine Reihe hochkarätiger Sportereignisse besucht, darunter diese Woche das dritte Spiel der NBA-Finals im Madison Square Garden, wo er ausgebuht wurde. Er war auch beim Super Bowl in New Orleans, bei UFC-Kämpfen in Miami und New Jersey, beim Daytona 500, bei den NCAA-Ringermeisterschaften in Philadelphia, beim FIFA-Klub-WM-Finale im MetLife Stadium und beim Herren-Finale der US Open. Am Freitag wird er in Washington D.C. für Probedurchläufe einer UFC-Veranstaltung am Wochenende erwartet.
Die FIFA-Weltmeisterschaft ist ein bedeutender Moment für die Trump-Administration, die amerikanische Führungsstärke und Gastfreundschaft einem globalen Publikum präsentiert, während die Nation ihren 250. Jahrestag feiert.
Diplomatischer Hintergrund
Die Entscheidung fällt zu einem Zeitpunkt, an dem die US-Regierung mit diplomatischen und organisatorischen Herausforderungen im Zusammenhang mit dem Turnier konfrontiert ist, darunter Visaprobleme für einige teilnehmende Länder und Delegationen. Das Außenministerium stellte Rubios Teilnahme als Teil der Förderung der strategischen Partnerschaft zwischen den USA und Paraguay dar.


