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Kurz gefasst

  • Israelische Jets standen startbereit für einen zweiten Angriff auf den Iran, als Netanjahu den Einsatz nach Trumps direkter Anordnung abbrach.

  • Trump warnte Netanjahu, Israel werde „allein dastehen“, wenn es die Angriffe fortsetze, und drohte mit dem Entzug der US-Unterstützung.

  • Die Eskalation begann mit einem israelischen Angriff auf Beirut, gefolgt von iranischen Raketen auf Israel, israelischen Angriffen im Iran und einer zweiten iranischen Welle von 30 Raketen.

  • Die rechtsextremen Minister Ben-Gvir und Smotrich wehrten sich gegen den Waffenstillstand und drängten auf fortgesetzte Angriffe auf die Hisbollah und Widerstand gegen den US-Druck.

  • Bei israelischen Luftangriffen auf den Südlibanon wurden am Montag mindestens 14 Menschen getötet und über 20 verletzt.

Foto: Daniel Torok, Public domain (Wikimedia Commons, Ausschnitt)
Wie es dazu kam
  1. 8.06.Iran feuert eine zweite Welle von 30 Raketen auf die Luftwaffenstützpunkte Nevatim und Tel Nof sowie einen petrochemischen Komplex in Haifa.
  2. 8.06.Trump ruft Netanjahu an und fordert einen sofortigen Waffenstillstand; warnt, Israel werde „allein dastehen“, wenn die Angriffe fortgesetzt werden.
  3. 8.06.Netanjahu bricht einen zweiten Angriff auf den Iran ab, während die Jets auf der Startbahn stehen; beide Seiten kündigen Einstellung der Feindseligkeiten an.

Der Startbahn-Stopp

Ein großer israelischer Vergeltungsschlag gegen den Iran wurde am Montag in letzter Minute nach direkter Intervention von US-Präsident Donald Trump abgebrochen. Israelische Kampfjets standen Berichten zufolge startbereit für eine zweite Angriffswelle, als Ministerpräsident Benjamin Netanjahu nach einem Telefonat mit Trump den Befehl zum Rückzug gab. Der amerikanische Präsident hatte eine sofortige Einstellung der Feindseligkeiten gefordert und Netanjahu gewarnt, dass Israel sich bald allein im Krieg wiederfinden würde, wenn es die Angriffe fortsetze.

„Ich sagte ihm: 'Bibi, pass auf, denn sehr bald wirst du allein dastehen.'“

Donald Trump, US-Präsident

Israelische Beamte beschrieben das Gespräch als eines des gegenseitigen Verständnisses, andere Quellen charakterisierten es jedoch als klare Anweisung Trumps. Der Rückzug erfolgte nach einer raschen 24-stündigen Eskalation, die erstmals seit dem vor zwei Monaten erklärten Waffenstillstand direkte Gefechte zwischen Israel und dem Iran sah.

Die 24-stündige Eskalation

Die Feindseligkeiten begannen am Sonntag, als Israel den Dahiya-Distrikt im südlichen Beirut, eine Hochburg der Hisbollah, bombardierte und damit die Grenzen des Waffenstillstands vom 8. April testete. Bei dem Angriff wurden zwei Menschen getötet und zwanzig verletzt. Als Vergeltung feuerte der Iran in der Sonntagnacht eine Salve ballistischer Raketen auf israelisches Territorium ab. Die erste Salve umfasste einem Bericht zufolge 11 Raketen, die keine Opfer forderten. Der Iran warnte, dass alle amerikanischen und zionistischen Stützpunkte in der Region bombardiert würden, falls Israel die Feindseligkeiten fortsetze.

Entgegen Trumps erster Aufforderung, nicht zu reagieren, autorisierte Netanjahu am frühen Montagmorgen eine erste Welle israelischer Angriffe. Gegen 4:30 Uhr morgens trafen israelische Jets Ziele am Rande von Teheran, Isfahan und Täbris sowie einen großen petrochemischen Komplex in Mahschahr im Südwesten des Iran. Fünfzehn Iraner wurden bei den Bombardierungen verletzt. Eine zweite iranische Welle folgte, bei der 30 Raketen die Luftwaffenstützpunkte Nevatim und Tel Nof in Israel sowie einen petrochemischen Komplex in Haifa trafen.

Trumps zwei Versionen

Trump bot widersprüchliche Darstellungen seiner Rolle bei der Beendigung der Gewalt. In einer Version behauptete er, er habe Netanjahu daran gehindert, weitere Angriffe zu starten. In einem späteren Interview mit Sarah Smith von der BBC bestand er darauf, dass die ersten israelischen Angriffe bereits im Gange gewesen seien und nicht mehr hätten zurückgerufen werden können. „Nein, nein. Sie waren bereits abgeflogen. Sie waren bereits unterwegs“, sagte Trump auf die Frage, ob Netanjahu ihm widersetzt habe. Über den israelischen Ministerpräsidenten fügte er hinzu: „Wenn ich ihm sage, etwas zu tun, tut er es.“

„Alles, was ich tat, war zu sagen: 'Wir müssen Logik anwenden.' Wir sind kurz davor, ein sehr starkes, sehr gutes Abkommen zu unterzeichnen. Keine Atomwaffen, nichts. Weißt du, es erfordert eine Menge gesunden Menschenverstand.“

Donald Trump, US-Präsident

Der US-Präsident sagte auch eine schnelle Lösung des weiteren Konflikts voraus, versprach einen „vollständigen Sieg“ über den Iran innerhalb von zwei Wochen und prognostizierte einen Einbruch der Ölpreise.

Netanjahus innenpolitischer Druck

Netanjahus Entscheidung, die Angriffe zu stoppen, zog scharfe Kritik von seinen rechtsextremen Koalitionspartnern auf sich. Während einer Kabinettssitzung argumentierte der nationale Sicherheitsminister Itamar Ben-Gvir, Israel müsse dem US-Druck widerstehen, und sagte, das Land solle „sich gegen Trump behaupten“ und „mit Zähnen und Klauen kämpfen“, um seine roten Linien klar zu machen. Finanzminister Bezalel Smotrich befürwortete die Fortsetzung der Angriffe auf Hisbollah-Ziele in Beirut und argumentierte, dies würde die Gruppe schwächen und Israels Weigerung stärken, iranische Forderungen zu akzeptieren, den Libanon in einen Waffenstillstand einzubeziehen.

„Wir sind auf derselben Wellenlänge wie Trump. Er gibt die eingefrorenen Gelder des Iran nicht frei, er ist entschlossen, das Nuklearmaterial zu beschlagnahmen, und er hält den Druck aufrecht. Warum sollten wir mit ihm brechen?“

Benjamin Netanyahu, Israelischer Ministerpräsident

Netanjahu verteidigte seine Koordination mit Washington und deutete an, dass Ben-Gvirs harte Haltung mit einem bevorstehenden Wahlkampf zusammenhänge.

Eine fragile Pause

Bis Montagabend hatten beide Seiten eine Einstellung der Feindseligkeiten angekündigt. Die iranischen Streitkräfte erklärten das Ende ihrer Operation, die sie eine „schmerzhafte Antwort“ nannten, warnten jedoch vor „viel härteren und überwältigenderen Maßnahmen“, falls die israelischen Angriffe wieder aufgenommen würden, auch im Südlibanon. Netanjahu bestätigte die Pause in einer Fernsehansprache und erklärte, Israel halte sich „vorerst“ an den Waffenstillstand, werde aber mit Gewalt reagieren, wenn es erneut angegriffen werde.

„Sollte dieses terroristische Regime den Fehler begehen, uns erneut anzugreifen, werden wir mit Gewalt reagieren. Heute sind der Iran und die Hisbollah schwächer als je zuvor, und wir sind stärker als je zuvor. Aber unser Kampf gegen sie ist noch nicht vorbei.“

Benjamin Netanyahu, Israelischer Ministerpräsident

Im Südlibanon wurden am Montag nach Angaben der Behörden in Beirut und des Roten Kreuzes mindestens 14 Menschen getötet und mehr als 20 bei israelischen Luftangriffen verletzt. Der wichtigste internationale Flughafen Teherans gab am Dienstagmorgen die Rückkehr zum Normalbetrieb bekannt, nachdem der während der Gefechte geschlossene Luftraum wieder geöffnet worden war.

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Quellen und Kontext

  • NewsITam 9.06. um 06:16To Ισραήλ ήταν έτοιμο για μεγάλη επίθεση στο Ιράν πριν την εντολή Τραμπ για παύση των πυρών - Η απειλή που "πάγωσε" τον Νετανιάχου
  • H Kαθημερινήam 9.06. um 06:14Ιράν-Ισραήλ: Παύση των χτυπημάτων, απειλές και δυσαρέσκεια Τραμπ
  • H Kαθημερινήam 9.06. um 06:05Τραμπ: Απόλυτη νίκη επί του Ιράν σε δύο εβδομάδες
  • iefimerida.gram 9.06. um 05:47"Μπίμπι πρόσεχε, θα μείνεις μόνος": Το παρασκήνιο της κατάπαυσης του πυρός στο Ιράν, πώς ο Τραμπ σταμάτησε στον Νετανιάχου
Donald Trump
US-Präsident, der Netanjahu anordnete, die Angriffe auf den Iran zu stoppen, und warnte, Israel werde „allein dastehen“, wenn es weitermache.
Benjamin Netanyahu
Israelischer Ministerpräsident, der einen zweiten Angriff auf den Iran nach Trumps Intervention abbrach und mit Gegenwind im Kabinett konfrontiert war.
Itamar Ben Gvir
Israelischer Minister für nationale Sicherheit, der zum Widerstand gegen den US-Druck aufrief und forderte, „mit Zähnen und Klauen“ zu kämpfen.
Bezalel Smotrich
Israelischer Finanzminister, der die Fortsetzung der Angriffe auf Hisbollah-Ziele in Beirut befürwortete.
Mohammad Bagher Ghalibaf
Sprecher des iranischen Parlaments und ehemaliger IRGC-Offizier, der sagte, der Iran habe die „Gleichung“ des Papier-Waffenstillstands gebrochen.
Sarah Smith
BBC-Korrespondentin, die Trump zur Eskalation zwischen Israel und dem Iran interviewte.

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Veröffentlicht am 9.06. um 06:41.

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In diesem Text

  1. 1Der Startbahn-StoppDer Startbahn-Stopp
  2. 2Die 24-stündige EskalationDie 24-stündige Eskalation
  3. 3Trumps zwei VersionenTrumps zwei Versionen
  4. 4Netanjahus innenpolitischer DruckNetanjahus innenpolitischer Druck
  5. 5Eine fragile PauseEine fragile Pause

Wo

Tel AvivBeirut

Auf Grundlage von Berichten von

NewsIT, H Kαθημερινή, iefimerida.gr, Ειδήσεις, in.gr

Liste der Quellen

Konflikte · Tel Aviv, Teheran und Beirut

Trump stoppt zweiten israelischen Angriff auf Iran – Jets standen startbereit; beide Seiten drohen mit weiterer Vergeltung

Israelische Kampfjets standen startbereit für eine zweite Angriffswelle auf den Iran, als Ministerpräsident Benjamin Netanjahu den Einsatz auf direkte Anordnung von US-Präsident Donald Trump abbrach, der Israel warnte, es werde „allein dastehen“, wenn es weitermache.

Tel AvivBeirut
Tel Aviv, Teheran, Beirut, Washington, D.C. · Israel, Iran, Libanon

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