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Kurz gefasst

  • Die neuen Zölle decken 99,4 % der US-Importe ab, mit Ausnahmen für Öl, Gas, Düngemittel und bestimmte Lebensmittel.

  • Die Sätze betragen 10 % für 17 Länder, die sich zu Zwangsarbeitsimportverboten verpflichtet haben, und 12,5 % für 38 andere; fünf Staaten zahlen kombinierte Sätze von insgesamt 10 % oder 12,5 %.

  • Die Abgaben werden nach Abschnitt 301 des Handelsgesetzes von 1974 verhängt, einem Gesetz, das frühere Gerichtsverfahren überstanden hat, nachdem der Oberste Gerichtshof im Februar frühere Zölle aufgehoben hatte.

  • US-Handelsbeauftragter Jamieson Greer sagte, die Maßnahme korrigiere einen „Menschenrechtsverstoß und eine verzerrende Handelspraxis“ und forderte Partner auf, Zwangsarbeitsimportverbote zu erlassen.

  • Die EU, Kanada, Australien, Brasilien und Norwegen widersprachen; EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas nannte die Zölle einen Schock und sagte, der Block werde um Klarstellung bitten.

Washington
Washington · Vereinigte Staaten
Wie es dazu kam
  1. 24.07.Vorübergehender 10%-Zoll läuft aus; neue Zwangsarbeitszölle treten in Kraft
  2. 28.07.Ausnahme für Waren auf dem Transportweg endet
  3. ZukunftUSTR-Untersuchung gegen 16 Länder wegen Überproduktion könnte weitere Zölle nach Abschnitt 301 bringen

Die Trump-Regierung hat einen auslaufenden Übergangszoll durch eine neue Reihe von Abgaben ersetzt, die praktisch alle US-Importe treffen, dieses Mal gestützt auf Vorwürfe der Zwangsarbeit. Der Schritt, der am späten Donnerstag angekündigt wurde und am Freitag um 0:01 Uhr EDT in Kraft trat, erhebt Abgaben von 10 % oder 12,5 % auf Waren aus 60 Handelspartnern und deckt 99,4 % der amerikanischen Importe ab. Öl, Gas, Düngemittel und bestimmte Lebensmittel sind ausgenommen.

Eine neue rechtliche Grundlage

Die Zölle werden nach Abschnitt 301 des Handelsgesetzes von 1974 verhängt, einem Gesetz, das gerichtliche Anfechtungen überstanden hat und dem Präsidenten weitreichende Befugnisse gegen unlautere Handelspraktiken verleiht. Die Regierung griff auf Abschnitt 301 zurück, nachdem der Oberste Gerichtshof im Februar entschieden hatte, dass frühere reziproke Zölle zwischen 10 % und 50 %, die nach dem International Emergency Economic Powers Act verhängt worden waren, illegal waren. Die 6:3-Entscheidung zwang das Weiße Haus, Importeuren Rückerstattungen zu gewähren, und veranlasste einen vorübergehenden globalen Zoll von 10 % nach Abschnitt 122 desselben Handelsgesetzes, der am Freitag nach 150 Tagen auslief.

US-Handelsbeauftragter Jamieson Greer stellte die neuen Abgaben als Menschenrechtsmaßnahme dar.

„Die Vereinigten Staaten haben seit fast einem Jahrhundert ein Importverbot für Zwangsarbeit und setzen es rigoros durch. Es ist höchste Zeit, dass unsere Handelspartner dasselbe tun. Die heutige Maßnahme wird beginnen, sowohl einen Menschenrechtsverstoß als auch eine verzerrende Handelspraxis zu korrigieren, um das Wohlergehen der Arbeitnehmer überall zu verbessern.“

Jamieson Greer, US-Handelsbeauftragter

Wer zahlt was

Die Zollstruktur teilt die Länder in drei Gruppen. Siebzehn Nationen, darunter Kanada, Mexiko, das Vereinigte Königreich, Indien und mehrere lateinamerikanische und asiatische Volkswirtschaften, zahlen einen Satz von 10 %, weil sie sich verpflichtet haben, Importverbote für Zwangsarbeit zu erlassen und durchzusetzen. Der Europäischen Union, Taiwan, Japan, Südkorea und der Schweiz wurden Sätze zugewiesen, die in Kombination mit den bestehenden Meistbegünstigungszöllen insgesamt 10 % oder 12,5 % ergeben. Die übrigen 38 Länder, darunter China, Vietnam, Australien und Brasilien, unterliegen dem vollen Satz von 12,5 %. Bereits auf dem Transportweg befindliche Waren sind bis zum 28. Juli um 0:01 Uhr EDT ausgenommen.

Verteilung der neuen US-ZollsätzeLänder
10%-Satz (17 Länder)17
12,5%-Satz (38 Länder)38
Kombinierte Sätze (5 Staaten)5
10%-Satz (17 Länder)
17 Länder
12,5%-Satz (38 Länder)
38 Länder
Kombinierte Sätze (5 Staaten)
5 Länder

Daten aus dem Artikeltext

Globale Reaktionen

Handelspartner wehrten sich schnell. Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas sagte, der Block werde in Washington um Klarstellung bitten, nannte die Zölle einen Schock und wies darauf hin, dass die EU ihre Verpflichtungen aus einem im letzten Jahr geschlossenen transatlantischen Handelsabkommen eingehalten habe. Kanada bestand darauf, dass es nicht ins Visier genommen werden sollte, und bezeichnete sich selbst als Vorreiter im Kampf gegen Importe aus Zwangsarbeit. Matthew Holmes, Exekutivvizepräsident der kanadischen Handelskammer, stellte den Zeitpunkt in Frage.

„Wenn die Absicht wirklich darin besteht, Zwangsarbeit zu bekämpfen, sollte der Schwerpunkt auf einem koordinierten Ansatz über einen multilateralen Mechanismus liegen. Der Zeitpunkt dessen ist etwas fragwürdig, da vorherige Zollrunden auslaufen.“

Matthew Holmes, Exekutivvizepräsident

Australien und Brasilien bezeichneten die neuen Abgaben als ungerechtfertigt, und der norwegische Außenminister sagte, es gebe keine Grundlage dafür. Die Finanzmärkte zeigten zunächst kaum Reaktion, da die Aufmerksamkeit auf dem Konflikt im Nahen Osten lag.

Was als Nächstes kommt

Die Regierung hat signalisiert, dass weitere Zölle nach Abschnitt 301 folgen könnten. Das Büro des US-Handelsbeauftragten hat bereits eine Untersuchung eingeleitet, ob 16 Länder, auf die 70 % der US-Importe entfallen, Waren in einer Weise überproduziert haben, die amerikanische Unternehmen benachteiligt. Diese Untersuchung ist noch nicht abgeschlossen. Vorerst halten die neuen Zwangsarbeitszölle einen Zollboden für fast alle Importe aufrecht und bewahren Präsident Donald Trumps Vision eines nahezu globalen Zollregimes trotz des Rückschlags durch den Obersten Gerichtshof.

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Quellen und Kontext

  • Jornal Expressoam 24.07. um 10:31Trump impõe novas tarifas a dezenas de países e relança guerra comercial
  • Irish Independentam 24.07. um 10:22Trump imposes new tariffs on 60 trading partners including EU and China
  • The Independentam 24.07. um 10:21Full list of 60 countries hit by new Trump tariffs over bizarre 'forced labour' claim
  • Irish Examineram 24.07. um 09:28Trump imposes fresh tariffs on more than 80 countries, drawing protests from US allies and trading partners
Jamieson Greer
US-Handelsbeauftragter, der die neuen Zwangsarbeitszölle ankündigte
Donald Trump
Präsident der Vereinigten Staaten, der eine aggressive Zollpolitik verfolgt hat
Kaja Kallas
EU-Außenbeauftragte, die sagte, der Block werde um Klarstellung bitten
Matthew Holmes
Exekutivvizepräsident der kanadischen Handelskammer, der den Zeitpunkt der Zölle in Frage stellte

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Erste Fassung am 21.07. um 02:56, letzte Änderung am 24.07. um 13:39.

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Auf Grundlage von Berichten von

Jornal Expresso, Irish Independent, The Independent, Irish Examiner, Reuters, N-tv, tagesschau.de

Liste der Quellen

Energie & Handel · Washington

Trump verhängt Zwangsarbeitszölle auf 60 Nationen, während vorübergehende 10-%-Abgabe ausläuft

Die Abgaben, die zwischen 10 % und 12,5 % liegen, traten um Mitternacht Eastern Time in Kraft, ersetzten eine 150-tägige Übergangsabgabe und decken 99,4 % der amerikanischen Importe ab.

Washington

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KI-Text auf Grundlage von Berichten von Jornal Expresso, Irish Independent, The Independent und weiteren Medien. Geändert am 24.07. um 13:39.

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