Konflikte · Teheran, Doha und Washington

Katarische Vermittler zurück in Teheran, während Trump sagt, der Iran-Krieg werde bald enden

Katarische Vermittler sind am Freitag, 30. Oktober, nach Teheran zurückgekehrt, zu einem letzten Versuch einer vorübergehenden Vereinbarung zwischen Washington und dem Iran. Der Vorstoß erfolgt wenige Tage vor den US-Zwischenwahlen am 3. November, während Berichte schildern, dass Vizepräsident JD Vance an Irans Mohsen Resaee geschrieben hat.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Ειδήσεις, NEWS 24/7, in.gr und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Teheran, Doha, Washington, Istanbul · Iran, Katar, Vereinigte Staaten
Wie es dazu kam
  1. 28.10.Militärführer treffen Vance im Weißen Haus, und das Wall Street Journal berichtet über Vance' Brief an Resaee
  2. 29.10.Admiral Brad Cooper informiert Trump im Weißen Haus über militärische Optionen gegen den Iran
  3. 30.10.Katarische Vermittler kehren nach Teheran zurück, und Trump sagt, der Krieg mit dem Iran werde bald enden

Vermittler kehren nach Teheran zurück

Katarische Vermittler sind am Freitag, 30. Oktober, zu ihrem zweiten Besuch innerhalb derselben Woche nach Teheran zurückgekehrt – nach Darstellung von Quellen ein letzter Vorstoß für eine vorübergehende Vereinbarung zwischen dem Iran und der Trump-Regierung. Das Bemühen zielt darauf, eine neue, intensive Runde der Kämpfe vor den US-Zwischenwahlen am Dienstag, 3. November, abzuwenden. Die Vermittler arbeiten an einer Version eines Sieben-Tage-Plans, den der Iran im vergangenen Monat bei der Generalversammlung der Vereinten Nationen vorgelegt hat. Danach würde der Iran Schiffen die freie Durchfahrt durch die Straße von Hormus erlauben, wenn Washington seine Blockade iranischer Häfen aufhebt, Teheran Ölexporte gestattet und ihm Zugang zu einem Teil seiner im Ausland eingefrorenen Vermögen verschafft. Anschließend würden beide Seiten Gespräche über ein endgültiges Abkommen wieder aufnehmen, wobei ein Beamter gegenüber Reuters sagte, die Fortschritte seien bislang minimal gewesen.

Streitpunkte Uran und Reihenfolge

Washington und Teheran misstrauen einander und sind sich uneinig über die Reihenfolge, in der die Zusagen umgesetzt werden sollen, sowie über das Schicksal von Irans Bestand von 440 Kilogramm hoch angereichertem Uran. Die USA wollen, dass der Iran einem Zeitplan zustimmt, der Inspektoren der Internationalen Atomenergiebehörde die zentralen Atomanlagen besuchen lässt, in denen der Bestand nach Einschätzung vermutet wird, sagte eine über die Gespräche informierte Person. Die Trump-Regierung hat zudem wiederholt darauf bestanden, dass der Iran diesen Bestand, der nahezu auf dem für Atomwaffen erforderlichen Anreicherungsniveau liegt, aushändigt und außer Landes schafft. Iranische Vertreter lehnen diese Option öffentlich ab. Teheran beharrt darauf, dass die USA zuerst ihre Blockade und ihre Sanktionen gegen iranische Ölexporte aufheben, während Washington die Nuklearfrage von Anfang an einbeziehen will. Ein hochrangiger iranischer Vertreter bezeichnete die jüngsten Vorschläge als inakzeptabel und erklärte, Teheran ändere seine Haltung zu seinem Atomprogramm nicht.

Der Vance-Brief und der Kanal Resaee

The Wall Street Journal berichtete am Mittwoch, 28. Oktober, Vizepräsident JD Vance habe an Mohsen Resaee geschrieben, den Leiter des Obersten Nationalen Sicherheitsrats des Iran, um die Friedensverhandlungen wiederzubeleben. Resaee ist ein ehemaliger Kommandeur der Islamischen Revolutionsgarde. Trump hat erklärt, der Brief habe medizinische Lieferungen betroffen, und er habe Vances Bitte um Kontaktaufnahme zugestimmt, weil der Iran dabei Hilfe benötige. Die Washington Post berichtete unter Berufung auf US-Vertreter, die amerikanischen Geheimdienste sähen in der Zusammenarbeit mit Resaee die beste Option, um eine Rückkehr zu Feindseligkeiten zu verhindern. Die Zeitung berichtete zudem, Resaee habe seit Erhalt des Briefes vermutlich Kontakt zum Obersten Führer Mojtaba Chamenei, und er habe Vance bislang nicht geantwortet. Einem vom Wall Street Journal zitierten US-Vertreter zufolge wären Istanbul oder Doha die wahrscheinlichsten Orte für ein Treffen. Das Weiße Haus glaubt dem Bericht zufolge, dass sich das Zeitfenster für eine Lösung ohne Rückkehr zu Kampfhandlungen schließen könnte.

Militärische Optionen und Warnungen aus dem Golf

Am Donnerstag, 29. Oktober, informierte der Chef des Zentralkommandos, Admiral Brad Cooper, Trump im Weißen Haus über militärische Optionen gegen den Iran – ein seltener Besuch in Person, wie das Wall Street Journal berichtete. Verteidigungsminister Pete Hegseth und der Vorsitzende der Vereinigten Stabschefs, General Dan Caine, nahmen nach Angaben von Quellen ebenso teil wie weitere Kabinettsmitglieder. Dieses Briefing erfolgte einen Tag, nachdem sich Militärführer am Mittwoch mit Vance getroffen hatten. Das Journal hatte zuvor berichtet, US-Vertreter hätten mehrere Golfstaaten aufgefordert, sich auf eine kurze, aber intensive Kampagne gegen den Iran nach den Zwischenwahlen vorzubereiten. Washington entsendet zudem ein zusätzliches Patriot-System nach Israel und verlegt Personal von Stützpunkten weg, die im Falle einer Eskalation als verwundbarer gelten, angesichts der Sorge, wie schnell Bestände an Abfangraketen wieder aufgefüllt werden können. Das Pentagon und das US-Zentralkommando lehnten eine Stellungnahme ab. Der Iran hat öffentlich und über vertrauliche Kanäle gewarnt, er würde bei einem Angriff eine breite Palette von Zielen in den USA und am Golf treffen.

Trumps Haltung vor der Wahl

Am Freitag, 30. Oktober, sagte Trump dem Radiosender KCMO in Kansas City, er glaube, der Krieg mit dem Iran werde bald enden, ohne zu erklären, wie. Er sagte, die USA bräuchten eine Garantie, dass der Iran niemals eine Atomwaffe erlange. Trump hat erklärt, die USA würden den Iran vor der Wahl nicht angreifen. Er hat auch auf die Bombenkampagne verwiesen, die die USA und Israel im Frühjahr gegen den Iran geführt haben, und sie „Epic Fury“ genannt; der Iran stehe entweder vor einem weiteren solchen Schlag oder vor einem Abkommen.

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