Energie & Handel · Madrid, Guadalajara und Luxemburg
Rund 500 Traktoren und Tausende Landwirte ziehen am Mittwoch, 28. Oktober, in die Madrider Innenstadt
Asaja, COAG und Unión de Uniones bringen am Mittwoch, 28. Oktober, rund 500 Traktoren nach Madrid. Fünf Kolonnen laufen am Plaza de Colón zusammen, ein Marsch endet am Landwirtschaftsministerium. Der Protest fällt in die Zeit vor den Parlamentswahlen und der EU-Verhandlungen über die Gemeinsame Agrarpolitik.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von EL MUNDO, RTVE.es, europa press und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Traktoren aus fünf Orten ziehen in die Hauptstadt ein und laufen am Mittwoch, 28. Oktober, gegen 11:00 Uhr am Plaza de Colón zusammen, bevor ein Marsch zum Ministerium für Landwirtschaft, Fischerei und Ernährung beginnt.
Die drei Organisationen fordern einen gewerblichen Agrardiesel mit reduzierter und stabiler Besteuerung sowie eine GAP mit eigener Haushaltslinie im EU-Haushalt für 2028 bis 2034.
El Mundo berichtet, dass die Produktion eines Hektars Regengetreide binnen eines Jahres um 21,6 Prozent von 630,75 Euro auf 766,93 Euro gestiegen ist, bei einem Dieselanstieg von 51 Prozent.
Luis Planas respektiert das Recht auf Protest, wies aber darauf hin, dass die Wahl am 5. Oktober angesetzt und der Protest am 9. Oktober einberufen wurde; die Parlamentswahl ist für den 29. November angesetzt.
- 28.10.Protest beginnt am Plaza de Colón
- 28.10.Traktoren werden am Landwirtschaftsministerium erwartet
- 28.10.Genehmigter Protestzeitraum endet
Was geplant ist
Die Verbände Asaja, COAG und Unión de Uniones bringen am Mittwoch, 28. Oktober rund 500 Traktoren und Tausende Landwirtinnen und Landwirte sowie Viehhalter nach Madrid, um dringende Maßnahmen zu fordern, die die Rentabilität der Betriebe und die Zukunft des ländlichen Raums sichern. Unter dem Motto „Dar de comer tiene que dar para vivir“ (Wer Menschen ernährt, muss davon leben können) richtet sich der Protest gegen steigende Produktionskosten, schwache Erlöse und das, was die Organisatoren als Bedrohung für Landwirtschaft und Viehzucht sehen. Europa Press berichtet, dass sich Cooperativas Agroalimentarias de España den drei Organisationen angeschlossen hat, während El Mundo und ABC melden, dass UPA, einer der vier großen Agrarverbände, sich von dem Aufruf distanziert hat. Sechs Traktoren aus Kantabrien werden ab Dienstag, 27. Oktober, per Lkw in die Hauptstadt gebracht, und fünf Busse mit Landwirten und ihren Familien fahren ab 05:00 Uhr am 28. Oktober nach Madrid.
Route und Zeitplan
Fünf Kolonnen werden von Torrejón de la Calzada, Guadalajara, El Espinar, Buitrago del Lozoya und Arganda del Rey aus in Madrid einziehen und dabei von der Regierungsdelegation genehmigte Routen nutzen. El Mundo nennt Abfahrtszeiten von 06:30 Uhr aus El Espinar und Buitrago de Lozoya, 06:45 Uhr aus Guadalajara, 07:15 Uhr aus Torrejón de la Calzada und 07:30 Uhr aus Arganda del Rey. Die Traktoren dürften ab etwa 08:30 Uhr die Stadt erreichen, der Protest ist bis 18:00 Uhr genehmigt. Die Kolonnen sollen am Plaza de Colón zusammenlaufen, wo die Vorsitzenden der drei Organisationen, Pedro Barato, Andrés Góngora und Luis Cortés, um 11:00 Uhr vor den Medien sprechen sollen, bevor der Marsch beginnt. Von dort führt die Route über den Paseo de Recoletos und den Paseo del Prado zur Glorieta del Emperador Carlos V und endet nach Angaben von RTVE gegen 13:00 Uhr vor dem Ministerium für Landwirtschaft, Fischerei und Ernährung. Die Quellen stimmen beim Mittagsprogramm nicht vollständig überein, da eine Darstellung die Traktoren um 13:00 Uhr am Colón versammelt und danach einen Fußmarsch nach Atocha vorsieht.
Kosten und Forderungen
Die Organisationen bringen den Kostenanstieg mit dem Krieg im Iran in Verbindung, der ihrer Darstellung nach die Energie- und Düngemittelpreise in die Höhe getrieben hat. El Mundo rechnet vor, dass die Produktion eines Hektars Regengetreide binnen eines Jahres von 630,75 Euro auf 766,93 Euro gestiegen ist, ein Plus von 21,6 Prozent, bei einem Dieselanstieg von 51 Prozent und 20 Prozent höheren Düngemittelkosten. Im selben Zeitraum stieg der Preis, den Landwirte für Weizen erhalten, um 14 Prozent. COAG-Generalsekretär Andrés Góngora beschrieb diese Lücke so:
„Diese Lücke ist die Rentabilität, die von jedem Betrieb verschwindet, und kein Landwirt kann sie auf Dauer verkraften.“
Die Verbände fordern einen kurzfristigen Plan gegen die Produktionskosten, einen gewerblichen Agrardiesel mit reduzierter und stabiler Besteuerung sowie Rabatte, die direkt an der Zapfsäule gewährt werden. Sie verlangen zudem eine Gemeinsame Agrarpolitik mit einer eigenen ausreichenden Haushaltslinie im EU-Haushalt für 2028 bis 2034, faire Preise, die Durchsetzung des Lebensmittelkettengesetzes und Spiegelklauseln in Handelsabkommen mit Drittstaaten, insbesondere mit dem Mercosur und Marokko. ASAJA-Generaldirektor José María Castilla bezeichnete den Sektor als erstickend. Laut El Mundo bestand die einzige Maßnahme des Ministeriums bisher in der Verlängerung des Agrardiesel-Zuschusses, die die Organisatoren als unzureichend ansehen.
- Dieselpreis
- 51 %
- Düngemittelpreis
- 20 %
- Produktionskosten für Regengetreide pro Hektar
- 21.6 %
- Weizenpreis, den Landwirte erhalten
- 14 %
Daten aus dem Artikeltext
Regierung und EU-Kontext
Landwirtschaftsminister Luis Planas sagte, er respektiere das Recht auf Protest, stellte aber den Zeitpunkt infrage, und wies darauf hin, dass die Parlamentswahl am 5. Oktober angesetzt und der Protest am 9. Oktober einberufen worden sei. In Luxemburg, wo sich die EU-Agrarminister trafen, sagte er, der Protest sei von drei Agrarorganisationen und nicht von allen einberufen worden, und argumentierte, der Sektor stimme mit der Regierung bei den GAP-Forderungen absolut überein. Die Position der Regierung sei vollständig im Einklang mit den Agrarorganisationen, den Regionalregierungen und den Genossenschaften. Die Parlamentswahl ist für den 29. November angesetzt. ABC berichtet, der EU-Rat habe wenige Stunden vor dem Protest eine Teilvereinbarung zur GAP erzielt, was das Ministerium begrüßte, während die Organisatoren erklären, dass dies ihre Pläne nicht ändere.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- EL MUNDOTraktoren kehren auf die Straßen Madrids zurück, um angesichts steigender Produktionskosten staatliche Unterstützung zu fordernLos tractores regresan a las calles de Madrid para reclamar apoyo del Gobierno ante la escalada de los costes de producción · Original auf Spanisch
- RTVE.esTausende Landwirte und 500 Traktoren drohen diesen Mittwoch mit der Lähmung Madrids aus Protest gegen steigende KostenMiles de agricultores y 500 tractores amenazan con paralizar Madrid este miércoles en protesta contra la subida de costes · Original auf Spanisch
- europa pressAsaja, COAG und Unión de Uniones erwarten, diesen Mittwoch 500 Traktoren zu versammelnAsaja, COAG y Unión d'Uniones prevén axuntar esti miércoles 500...
- ABC TU DIARIO EN ESPAÑOL„Wir sind erstickt“: 500 Traktoren und Tausende Landwirte werden Madrid aufgrund der gestiegenen Produktionskosten lahmlegen"Estamos asfixiados": 500 tractores y miles de agricultores colapsarán Madrid por el aumento de los costes de producción · Original auf Spanisch
- Luis Planas
- Spanischer Minister für Landwirtschaft, Fischerei und Ernährung, der sich zum Protest und zu den GAP-Verhandlungen äußerte
- Pedro Sánchez
- Spanischer Ministerpräsident, dessen Regierung laut Planas mit den Forderungen der Landwirte übereinstimmt
- Orte
- Madrid, Spanien, Guadalajara, Luxemburg
- Organisationen
- Europäische Union
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