Wohnen · Madrid
Das Camp an der Puerta del Sol lichtet sich, während Geschäfte im Oktober Umsatzeinbußen von bis zu 66 Prozent melden
Am Montag, 26. Oktober, wurden Zelte abgebaut und einige Zugangswege wieder geöffnet, als das Protestcamp an der Puerta del Sol in Madrid auf einen Monat zuging. Geschäfte rund um den Platz melden starke Umsatzeinbußen, während die Organisatoren darüber beraten, wie und wann sie das Camp beenden wollen.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von El Confidencial, europa press, EL PAÍS und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Am Montag, 26. Oktober, standen weniger Zelte als zuvor, einige wurden versetzt und Zugangswege wieder geöffnet – einen Monat nach dem Protest vom 26. September.
Die Einnahmen von 16 Geschäften fielen zwischen dem 1. und 20. Oktober von 1,45 Millionen Euro auf 930.000 Euro, ein Rückgang um 36 Prozent laut El Mundo; Tabakläden verzeichneten 66 Prozent weniger.
Regionalrat Miguel Ángel García Martín sagte, die erste Aufgabe des neuen Regierungsdelegierten werde die Räumung des Camps sein, und machte die Regierung von Pedro Sánchez für alle Folgen verantwortlich.
Laut ABC nahm die Polizei einen 26-jährigen Mann fest, der verdächtigt wird, am Samstag, 24. Oktober, um 6.30 Uhr eine 22-jährige Frau sexuell missbraucht zu haben.
Quellen in der Organisation sagten, die Planung habe am Sonntag, 25. Oktober, begonnen, obwohl einige Camper bis zum Generalstreik am 11. November bleiben wollen.
- 26.10.Weniger Zelte auf dem Platz, einige Zugangswege werden wieder geöffnet
- 11.11.Generalstreik geplant, für den einige Camper bleiben wollen
- 29.11.Von El Mundo gemeldeter Termin für die vorgezogene Wahl
Die Zelte werden abgebaut, während das Camp auf einen Monat zugeht
Das Protestcamp an der Puerta del Sol in Madrid hatte am Montag, 26. Oktober, weniger Zelte als zuvor, als die Besetzung auf ihren ersten Monat zuging. Das Camp war aus einem Marsch für das Wohnen am 26. September entstanden, als eine Gruppe von Teilnehmern nach dem Ende des Marsches spontan Zelte aufschlug und unter anderem die Genehmigung des sogenannten „Maricarmen-Dekrets“ forderte. Einige Zelte wurden versetzt, um den Durchgang an den Straßen Arenal und Preciados und am als „Wal“ bekannten Ausgang der Cercanías freizumachen. Die Organisatoren schrieben in den sozialen Medien, das Camp gehe weiter, es kämen neue Menschen an, und die Entscheidungen lägen bei der Versammlung und nicht bei anonymen Quellen.
Regierung und Opposition schieben sich gegenseitig die Schuld zu
Rita Maestre, die Sprecherin der Stadtverwaltung für Más Madrid, sagte, das Camp habe mehr als genug Gründe weiterzumachen. Sie argumentierte, die Zuständigkeit für das Wohnungswesen liege bei der Region, und warf der Volkspartei vor, das Problem auf andere abzuwälzen, während sie zugleich sagte, Regional- und Stadtregierung hätten nichts getan als zu spekulieren. Maestre wollte nicht sagen, ob das Camp geräumt werden sollte, und überließ diese Entscheidung den Protestierenden; sie lobte den zurückgetretenen Delegierten der Zentralregierung in Madrid, Francisco Martín.
Miguel Ángel García Martín, der Regionalrat für Präsidentschaft, Justiz und lokale Verwaltung, forderte eine schnelle Räumung des Camps. Er beklagte Vandalismus gegen das kulturelle Erbe, Schäden für die örtlichen Ladenbesitzer sowie Beleidigungen und Drohungen gegen Regionalpräsidentin Isabel Díaz Ayuso, die er eines demokratischen Staates für unwürdig bezeichnete.
„Die erste Aufgabe des neuen Regierungsdelegierten wird es sein, dieses illegale Lager zu räumen.“
García Martín fügte hinzu, er mache Pedro Sánchez und dessen Regierung für alles, was auf dem Platz geschehe, direkt verantwortlich. In der Telecinco-Sendung El programa de Ana Rosa forderte auch Moderatorin Ana Rosa Quintana die Camper auf zu gehen, damit der Weihnachtsbaum auf dem Platz aufgestellt werden könne.
„Ich appelliere, bitte: Diese Leute sollen gehen und man soll den Weihnachtsbaum aufstellen lassen.“
Geschäfte melden starke Umsatzeinbußen im Oktober
El Mundo berichtete unter Berufung auf einen Bericht von Redsys, in den die Zeitung Einblick hatte, dass 16 Geschäfte auf und rund um den Platz zwischen dem 1. und 20. Oktober 2025 insgesamt 1,45 Millionen Euro einnahmen, im gleichen Zeitraum des Jahres 2026 aber nur 930.000 Euro. Die Zeitung bezifferte den Gesamtrückgang auf 36 Prozent. Tabakläden in der Nähe des Camps verzeichneten im Oktober 66 Prozent weniger Umsatz als ein Jahr zuvor, Kioske 63 Prozent weniger, Parfümerien 54 Prozent weniger und Wechselstuben 50 Prozent weniger.
- Tabakläden
- 66 %
- Kioske
- 63 %
- Parfümerien
- 54 %
- Wechselstuben
- 50 %
Daten aus dem Artikeltext
ABC berichtete, die Händlerverbände Cocem und Acotex unter der Leitung von Armando Rodríguez und Eduardo Zamácola hätten die Lage als sehr hart beschrieben, mit Umsatzeinbußen im Textilhandel zwischen 65 und 80 Prozent. Derselbe Bericht bezifferte die Verluste im spezialisierten Einzelhandel in der betroffenen Zone auf 25 bis 30 Millionen Euro entgangener Einnahmen.
„Die Lage ist verzweifelt.“
Übergriff und Gewalt im Camp
Die Polizei nahm einen 26-jährigen Mann fest, der verdächtigt wird, am Samstag, 24. Oktober, um 6.30 Uhr eine 22-jährige Frau sexuell missbraucht zu haben, die in einem Zelt schlief. Laut ABC war der Tatverdächtige in das Zelt eingedrungen, und als die Frau sich wehrte, griff ein in der Nähe schlafender anderer Camper ein, um sie zu verteidigen. García Martín bezog sich auf den Übergriff, als er das Camp kritisierte. ABC berichtete zudem über einen früheren Vorfall, bei dem ein 60-jähriger Mann eine der Koordinatorinnen des Camps angriff und bedrohte, wobei er ihr ein Messer an den Hals hielt.
Abbauplanung und der Streik am 11. November
EL PAÍS berichtete, die Organisatoren hätten mit der Planung eines Abbaus begonnen; der Sonntag, 25. Oktober, sei von Quellen in der Organisation als „Tag null“ bezeichnet worden, obwohl noch keine Entscheidung gefallen und noch keine sichtbare Veränderung eingetreten sei. Einige Camper wollen bis zum Generalstreik am 11. November bleiben, andere wollen gehen, um sich auf dessen Organisation konzentrieren zu können. Nach außen bestreitet die Organisation, dass ein Abbau läuft, doch intern räumen einige Aktivistinnen und Aktivisten ein, dass die Debatte seit Wochen läuft. Der Plan sieht vor, Zelte, Planen und Material zu entfernen, den Platz zu reinigen, sodass er wie zuvor zurückbleibt, und übrig gebliebene Lebensmittel, Werkzeuge und Kleidung an NGOs und soziale Bewegungen weiterzugeben. Die Quellen sagten, der Prozess könne mehrere Wochen dauern.
Politischer Kontext
Das Camp erreichte am Sonntag, 25. Oktober, seinen 29. Tag und übertraf damit laut EL PAÍS die Dauer des 15M-Camps von 2011. Das Camp erzwang Abstimmungen über die Maricarmen-Dekrete, die nach der Ablehnung durch die Opposition und Junts scheiterten, und es hat vorgezogene Neuwahlen ausgelöst, die El Mundo auf den 29. November datiert. EL PAÍS erwartet, dass das Wohnungswesen in den kommenden Wochen eine zentrale Säule des Wahlkampfs sein wird.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- El ConfidencialAna Rosa hat genug vom Camp an der Puerta del Sol in Madrid: „Sollen diese Typen da weg und uns den Weihnachtsbaum aufstellen“Ana Rosa se harta de la acampanada de la Puerta del Sol de Madrid: "Que se vayan estos tíos de ahí y que nos pongan el árbol de Navidad" · Original auf Spanisch
- europa pressRita Maestre behauptet, es gäbe „mehr als genug Gründe“, damit es weitergeht...Rita Maestre sostiene que hay "razones de sobra" para que continúe... · Original auf Spanisch
- europa pressPuerta del Sol erwacht mit weniger Zelten, während es...La Puerta del Sol amanece con menos tiendas de campaña cuando se... · Original auf Spanisch
- EL PAÍSDas Camp am Sol debattiert über den besten Weg, den Protest in den kommenden Wochen zu beendenLa acampada de Sol debate la mejor manera de poner fin a la protesta en las próximas semanas · Original auf Spanisch
- Rita Maestre
- Sprecherin der Stadtverwaltung für Más Madrid, die sagte, das Camp habe Gründe weiterzumachen
- Miguel Ángel García Martín
- Regionalrat für Präsidentschaft, Justiz und lokale Verwaltung in Madrid, der die Räumung des Camps forderte
- Ana Rosa Quintana
- Telecinco-Moderatorin, die on air an die Camper appellierte, den Platz zu verlassen
- Isabel Díaz Ayuso
- Präsidentin der Autonomen Gemeinschaft Madrid, die von Regionalvertretern wegen Beleidigungen und Drohungen kritisiert wurde
- Pedro Sánchez
- Spanischer Ministerpräsident, den García Martín für die Folgen des Camps verantwortlich macht
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