Wohnen · Madrid

Das Camp an der Puerta del Sol lichtet sich, während Geschäfte im Oktober Umsatzeinbußen von bis zu 66 Prozent melden

Am Montag, 26. Oktober, wurden Zelte abgebaut und einige Zugangswege wieder geöffnet, als das Protestcamp an der Puerta del Sol in Madrid auf einen Monat zuging. Geschäfte rund um den Platz melden starke Umsatzeinbußen, während die Organisatoren darüber beraten, wie und wann sie das Camp beenden wollen.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von El Confidencial, europa press, EL PAÍS und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Madrid · Spanien
Wie es dazu kam
  1. 26.10.Weniger Zelte auf dem Platz, einige Zugangswege werden wieder geöffnet
  2. 11.11.Generalstreik geplant, für den einige Camper bleiben wollen
  3. 29.11.Von El Mundo gemeldeter Termin für die vorgezogene Wahl

Die Zelte werden abgebaut, während das Camp auf einen Monat zugeht

Das Protestcamp an der Puerta del Sol in Madrid hatte am Montag, 26. Oktober, weniger Zelte als zuvor, als die Besetzung auf ihren ersten Monat zuging. Das Camp war aus einem Marsch für das Wohnen am 26. September entstanden, als eine Gruppe von Teilnehmern nach dem Ende des Marsches spontan Zelte aufschlug und unter anderem die Genehmigung des sogenannten „Maricarmen-Dekrets“ forderte. Einige Zelte wurden versetzt, um den Durchgang an den Straßen Arenal und Preciados und am als „Wal“ bekannten Ausgang der Cercanías freizumachen. Die Organisatoren schrieben in den sozialen Medien, das Camp gehe weiter, es kämen neue Menschen an, und die Entscheidungen lägen bei der Versammlung und nicht bei anonymen Quellen.

Regierung und Opposition schieben sich gegenseitig die Schuld zu

Rita Maestre, die Sprecherin der Stadtverwaltung für Más Madrid, sagte, das Camp habe mehr als genug Gründe weiterzumachen. Sie argumentierte, die Zuständigkeit für das Wohnungswesen liege bei der Region, und warf der Volkspartei vor, das Problem auf andere abzuwälzen, während sie zugleich sagte, Regional- und Stadtregierung hätten nichts getan als zu spekulieren. Maestre wollte nicht sagen, ob das Camp geräumt werden sollte, und überließ diese Entscheidung den Protestierenden; sie lobte den zurückgetretenen Delegierten der Zentralregierung in Madrid, Francisco Martín.

Miguel Ángel García Martín, der Regionalrat für Präsidentschaft, Justiz und lokale Verwaltung, forderte eine schnelle Räumung des Camps. Er beklagte Vandalismus gegen das kulturelle Erbe, Schäden für die örtlichen Ladenbesitzer sowie Beleidigungen und Drohungen gegen Regionalpräsidentin Isabel Díaz Ayuso, die er eines demokratischen Staates für unwürdig bezeichnete.

„Die erste Aufgabe des neuen Regierungsdelegierten wird es sein, dieses illegale Lager zu räumen.“

Miguel Ángel García Martín, Regionalrat für Präsidentschaft

García Martín fügte hinzu, er mache Pedro Sánchez und dessen Regierung für alles, was auf dem Platz geschehe, direkt verantwortlich. In der Telecinco-Sendung El programa de Ana Rosa forderte auch Moderatorin Ana Rosa Quintana die Camper auf zu gehen, damit der Weihnachtsbaum auf dem Platz aufgestellt werden könne.

„Ich appelliere, bitte: Diese Leute sollen gehen und man soll den Weihnachtsbaum aufstellen lassen.“

Ana Rosa Quintana, Telecinco-Moderatorin

Geschäfte melden starke Umsatzeinbußen im Oktober

El Mundo berichtete unter Berufung auf einen Bericht von Redsys, in den die Zeitung Einblick hatte, dass 16 Geschäfte auf und rund um den Platz zwischen dem 1. und 20. Oktober 2025 insgesamt 1,45 Millionen Euro einnahmen, im gleichen Zeitraum des Jahres 2026 aber nur 930.000 Euro. Die Zeitung bezifferte den Gesamtrückgang auf 36 Prozent. Tabakläden in der Nähe des Camps verzeichneten im Oktober 66 Prozent weniger Umsatz als ein Jahr zuvor, Kioske 63 Prozent weniger, Parfümerien 54 Prozent weniger und Wechselstuben 50 Prozent weniger.

Rückgang der Oktoberumsätze in Geschäften nahe der Puerta del Sol gegenüber 2025%
Tabakläden
66 %
Kioske
63 %
Parfümerien
54 %
Wechselstuben
50 %

Daten aus dem Artikeltext

ABC berichtete, die Händlerverbände Cocem und Acotex unter der Leitung von Armando Rodríguez und Eduardo Zamácola hätten die Lage als sehr hart beschrieben, mit Umsatzeinbußen im Textilhandel zwischen 65 und 80 Prozent. Derselbe Bericht bezifferte die Verluste im spezialisierten Einzelhandel in der betroffenen Zone auf 25 bis 30 Millionen Euro entgangener Einnahmen.

„Die Lage ist verzweifelt.“

Eduardo Zamácola

Übergriff und Gewalt im Camp

Die Polizei nahm einen 26-jährigen Mann fest, der verdächtigt wird, am Samstag, 24. Oktober, um 6.30 Uhr eine 22-jährige Frau sexuell missbraucht zu haben, die in einem Zelt schlief. Laut ABC war der Tatverdächtige in das Zelt eingedrungen, und als die Frau sich wehrte, griff ein in der Nähe schlafender anderer Camper ein, um sie zu verteidigen. García Martín bezog sich auf den Übergriff, als er das Camp kritisierte. ABC berichtete zudem über einen früheren Vorfall, bei dem ein 60-jähriger Mann eine der Koordinatorinnen des Camps angriff und bedrohte, wobei er ihr ein Messer an den Hals hielt.

Abbauplanung und der Streik am 11. November

EL PAÍS berichtete, die Organisatoren hätten mit der Planung eines Abbaus begonnen; der Sonntag, 25. Oktober, sei von Quellen in der Organisation als „Tag null“ bezeichnet worden, obwohl noch keine Entscheidung gefallen und noch keine sichtbare Veränderung eingetreten sei. Einige Camper wollen bis zum Generalstreik am 11. November bleiben, andere wollen gehen, um sich auf dessen Organisation konzentrieren zu können. Nach außen bestreitet die Organisation, dass ein Abbau läuft, doch intern räumen einige Aktivistinnen und Aktivisten ein, dass die Debatte seit Wochen läuft. Der Plan sieht vor, Zelte, Planen und Material zu entfernen, den Platz zu reinigen, sodass er wie zuvor zurückbleibt, und übrig gebliebene Lebensmittel, Werkzeuge und Kleidung an NGOs und soziale Bewegungen weiterzugeben. Die Quellen sagten, der Prozess könne mehrere Wochen dauern.

Politischer Kontext

Das Camp erreichte am Sonntag, 25. Oktober, seinen 29. Tag und übertraf damit laut EL PAÍS die Dauer des 15M-Camps von 2011. Das Camp erzwang Abstimmungen über die Maricarmen-Dekrete, die nach der Ablehnung durch die Opposition und Junts scheiterten, und es hat vorgezogene Neuwahlen ausgelöst, die El Mundo auf den 29. November datiert. EL PAÍS erwartet, dass das Wohnungswesen in den kommenden Wochen eine zentrale Säule des Wahlkampfs sein wird.

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Quellen und Kontext

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