Fahrer auf der A9 bei Pfaffenhofen getötet – Transporter erfasst ungesicherte Unfallstelle
Auf der Autobahn A9 bei Pfaffenhofen starb ein Autofahrer, nachdem er nach einem ersten Unfall aus seinem Fahrzeug ausgestiegen war; der Vorfall löste eine Vollsperrung und einen 18 Kilometer langen Rückstau in Richtung München aus.
Erster Zusammenstoß bei Pfaffenhofen
In den frühen Morgenstunden des 1. Oktober 2026 kam es auf der Autobahn 9 in Süddeutschland zu einer Serie von Zusammenstößen. Ein Autofahrer war mit seinem Pkw auf der Autobahn in Richtung München unterwegs, als er die Kontrolle über sein Fahrzeug verlor. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei schlief der Fahrer auf dem Abschnitt bei Pfaffenhofen am Steuer ein. Sein driftendes Fahrzeug prallte gegen einen am Fahrbahnrand abgestellten Lastwagen. Anschließend wurde der Wagen vom Lkw abgewiesen und stieß direkt gegen die Stahlleitplanke, wodurch das beschädigte Auto auf der Autobahn zum Stehen kam.
Zweiter Unfall an der ungesicherten Stelle
Nach dem Zusammenstoß mit der Leitplanke stieg der Fahrer auf der befahrenen Autobahnfahrbahn aus seinem Fahrzeug. Ersten Berichten zufolge ging er um das Auto herum zum Kofferraum, um etwas zu entnehmen. Die Unfallstelle blieb auf der Autobahn ungesichert, es wurden keine Warneinrichtungen aufgestellt, um den herannahenden Morgenverkehr zu warnen. Wenige Augenblicke später erfasste ein Liefertransporter, der auf derselben Richtungsfahrbahn in Richtung Süden unterwegs war, das stehende Fahrzeug frontal. Durch den Aufprall wurde der Autofahrer eingeklemmt – er geriet zwischen sein eigenes Auto und den herannahenden Transporter.
- Der Fahrer schläft am Steuer ein, prallt gegen einen abgestellten Lastwagen und stößt gegen die Leitplanke.
- Der Fahrer steigt aus, um an den Kofferraum zu gelangen; ein Transporter erfasst das ungesicherte Auto und klemmt ihn tödlich zwischen den Fahrzeugen ein.
- Die Polizei sperrt die A9 in Richtung München vollständig und leitet den Verkehr am Autobahndreieck Holledau ab.
- Der Stau hinter der Unfallstelle erreicht eine maximale Länge von 18 Kilometern.
- Der Verkehr wird über den rechten Fahrstreifen und den Standstreifen an der Unfallstelle vorbeigeleitet, die Umleitung am Holledau wird aufgehoben.
Tödliche Verletzungen und Rettungseinsatz
Nach Notrufen wurden Rettungskräfte und Polizeieinheiten zur Unfallstelle bei Pfaffenhofen entsandt. Der eingeklemmte Fahrer erlitt bei dem Aufprall zwischen den beiden Fahrzeugen schwere Verletzungen. Rettungskräfte versuchten einzugreifen, doch der Mann erlag seinen Verletzungen noch an der Unfallstelle, bevor er in ein Krankenhaus gebracht werden konnte. Die Einsatzkräfte konzentrierten sich anschließend darauf, den Bereich abzusperren und die Wrackteile zu sichern, um weitere Folgeunfälle in der Morgendämmerung zu verhindern.
Staatsanwaltschaft ordnet Ermittlungen an
Nach der Bestätigung des Todes des Fahrers übernahm die Staatsanwaltschaft Ingolstadt die rechtlichen Ermittlungen. Der Staatsanwalt ordnete die sofortige Beschlagnahme und forensische Sicherung aller an dem Vorfall beteiligten Fahrzeuge an. Zudem wurde ein unabhängiger Unfallrekonstruktionsgutachter beauftragt, die Unfallstelle zu untersuchen und die mechanischen und verhaltensbezogenen Faktoren zu klären. Die Ermittler prüfen die genaue Dynamik des anfänglichen Driftens, den Zustand des abgestellten Lastwagens sowie Geschwindigkeit und Bremsverhalten des Transporters, der das ungesicherte Fahrzeug erfasste.
Autobahnsperrung und erhebliche Verkehrsbehinderungen
Der Unfall führte zu umfangreichen Sperrungen und erheblichen Behinderungen auf der südlichen Verkehrsachse in Richtung Oberbayern. Die Autobahnpolizei richtete zunächst eine Vollsperrung der A9 in Richtung München ein, um Rettungs- und Bergungsarbeiten zu ermöglichen. Die in Richtung Süden fahrenden Verkehrsteilnehmer wurden am Autobahndreieck Holledau systematisch von der Autobahn abgeleitet. Die Sperrung führte in den Morgenstunden zu einem 18 Kilometer langen Stau, der sich vom Unfallbereich zurückzog. Die Einsatzkräfte räumten schließlich den rechten Fahrstreifen und den Standstreifen, sodass die aufgestauten Fahrzeuge die Unfallstelle passieren konnten, woraufhin die Behörden die Umleitung am Autobahndreieck Holledau aufhoben.


