Sicherheit · Rom und Vicenza
Kolosseum-Schließung bis Samstag verlängert nach tödlichem Sturz von Arbeiter Andrea Moretti
Die italienischen Behörden haben die Schließung des Kolosseums bis Freitag verlängert, nachdem der 22-jährige Seiltechniker Andrea Moretti ums Leben gekommen war. Die römische Staatsanwaltschaft leitete ein Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Tötung ein.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Rai news, ANSA.it, Il Messaggero und weiteren Medien. Geändert . So entsteht er
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Kurz gefasst
Andrea Moretti, ein 22-jähriger Seilzugangstechniker, starb nach einem Sturz aus zehn Metern Höhe im Kolosseum gegen 00:30 Uhr am Mittwoch während Nachtarbeit an einer neuen Beleuchtungsanlage.
Kulturminister Alessandro Giuli bestätigte, dass die Arena bis mindestens Samstag, den 26. September, geschlossen bleibt, bis die Ermittlungsergebnisse und psychologischen Beurteilungen der Mitarbeiter vorliegen.
Die römische Staatsanwaltschaft leitete eine Untersuchung wegen Verstößen gegen die Arbeitssicherheit ein und ordnete Gerätetests an, nachdem festgestellt wurde, dass Morettis Sicherheitsgurt nicht am intakten Sicherungsseil befestigt war.
INAIL meldete für 2025 in Italien 1.189 Arbeitsunfalltote, was trotz eines Rückgangs um 3,02 % gegenüber 2024 einem Durchschnitt von mehr als drei Todesfällen pro Tag entspricht.
- 24.09.Kulturministerium kündigt an, dass das Denkmal bis Freitag geschlossen bleibt
- 26.09.Frühestmögliches Datum für eine Wiedereröffnung für die Öffentlichkeit, abhängig von Beurteilungen des Mitarbeiterwohlbefindens
- 28.09.Römische Staatsanwaltschaft beauftragt formell die Obduktion durch Rechtsmediziner der Sapienza
Tödlicher Sturz bei nächtlichen Beleuchtungsarbeiten
Andrea Moretti, ein 22-jähriger Seilzugangstechniker aus Tottea, einem Weiler in der Provinz Teramo, starb gegen 00:30 Uhr in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch im Kolosseum. Er stürzte aus zehn Metern Höhe, während er an der Installation einer neuen Szenenbeleuchtung arbeitete, die Anfang Oktober eingeweiht werden sollte. Moretti begann seine Schicht in der Abenddämmerung nach der regulären Schließung des Flavischen Amphitheaters. Zwei Kollegen, darunter sein Schwager, der seit mehreren Monaten mit ihm an dem Projekt gearbeitet hatte, standen auf der gegenüberliegenden Seite der Mauer und schlugen Alarm, nachdem sie den Aufprall des Sturzes hörten. Rettungskräfte waren sofort im Denkmal vor Ort, doch Wiederbelebungsversuche blieben erfolglos.
Komplette Sperrung des Geländes und Überprüfung des Mitarbeiterwohlbefindens
Nach dem tödlichen Unfall ordnete der Archäologische Park Kolosseum zunächst nur die Schließung des zweiten Rangs an, wo der Sturz stattgefunden hatte. Nachdem Gewerkschaften, darunter die CGIL, Einwände gegen den Teilbetrieb erhoben und eine komplette Sperrung der Arena als Zeichen des Respekts und der Trauer gefordert hatten, schlossen die Parkbehörden das gesamte Denkmal am Mittwoch. Das Kulturministerium bestätigte am Donnerstag, dass die Schließung bis Freitag andauern wird, und schloss eine Wiedereröffnung für die Öffentlichkeit vor Samstag, dem 26. September, aus. Italiens Kulturminister Alessandro Giuli erklärte, seine Entscheidung über eine Wiedereröffnung hänge von den vorläufigen Ergebnissen der staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen und einer gemeinsamen Sitzung mit Parkdirektor Simone Quilici und den Mitarbeitern ab, um zu überprüfen, ob der psychische Zustand der Arbeiter vor Ort für eine Wiederaufnahme des Betriebs geeignet sei. Die unerwartete Schließung ließ ankommende Touristen vor den Toren zurück; Besucher erkundigten sich, ob Eintrittskarten erstattet würden.
Gerichtliche Untersuchung und technische Prüfung
Die Staatsanwaltschaft Rom leitete ein formelles Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Tötung ein, das mögliche Verstöße gegen Arbeitsschutz- und Sicherheitsvorschriften betrifft. Die Ermittler auf der Piazzale Clodio beschlagnahmten Verwaltungsunterlagen zum Hauptbeleuchtungsauftrag und zum Unterauftrag, der an die Moretti Quintilio srl vergeben wurde, ein in den Abruzzen ansässiges Unternehmen, das sich auf seismische Konsolidierung und die Instandhaltung von Kulturgütern spezialisiert hat. Der Inhaber der Firma, ein Verwandter des Opfers, lehnte eine Stellungnahme nach dem Vorfall ab. Videoaufzeichnungen der Überwachungskameras zeigten die Flugbahn des Sturzes, nicht jedoch die vorherige Vorbereitung. Rechtsmediziner stellten fest, dass Moretti sowohl einen Helm als auch einen Sicherheitsgurt trug, der Gurt jedoch nicht am Sicherungsseil befestigt war. Das Seil blieb intakt mit einer unbeschädigten Öse, was die Ermittler veranlasste, technische Tests in Auftrag zu geben, um festzustellen, ob sich der Gurt versehentlich gelöst hatte oder falsch angebracht war. Die Ermittler haben Morettis Kollegen befragt und prüfen seinen Arbeitsvertrag sowie seine Sicherheitsschulungszertifikate. Die formelle Beauftragung der Obduktion erfolgt am Montag am Institut für Rechtsmedizin der Sapienza-Universität.
Nationale Arbeitsunfallsterblichkeit und politische Reaktion
Premierministerin Giorgia Meloni forderte, die Umstände von Morettis Tod so schnell wie möglich zu klären, und bezeichnete den tödlichen Unfall als „inakzeptabel". Gewerkschaften organisierten am Mittwoch eine Demonstration vor dem Kolosseum, um Gerechtigkeit für den Arbeiter und eine verbesserte Durchsetzung von Sicherheitsvorschriften an italienischen Arbeitsplätzen zu fordern. Der Vorfall ereignete sich kurz nachdem die nationale Arbeitsunfallversicherungsanstalt INAIL am Dienstag ihren Jahresbericht veröffentlicht hatte, in dem für 2025 in Italien 1.189 arbeitsbedingte Todesfälle verzeichnet wurden. Obwohl diese Zahl einen Rückgang um 3,02 % (37 Todesfälle weniger) im Vergleich zu 2024 bedeutete, entspricht sie einem landesweiten Durchschnitt von mehr als drei tödlichen Arbeitsunfällen pro Tag. Stunden nach Morettis Tod ereignete sich am Mittwochabend ein weiterer tödlicher Unfall in Vicenza, bei dem ein 51-jähriger Inhaber eines Maurerunternehmens an den Verletzungen starb, die er sich bei einem Sturz in einen Aufzugsschacht während Renovierungsarbeiten an einem Gebäude zugezogen hatte.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- Rai newsColosseo chiuso per la morte di Andrea Moretti: indagini sulla dinamica dell'incidente
- ANSA.itColosseum won't reopen before Saturday after worker's death - sources - General News
- Il MessaggeroColosseo chiuso fino a sabato 26 settembre, il Mic: "Giuli incontrerà i dipendenti". Lunedì l'autopsia sull'operaio morto
- AdnkronosOperai morto al Colosseo, attesa per l'autopsia: verso i primi indagati, parco resta chiuso fino a sabato
- Andrea Moretti
- 22-jähriger Seilzugangstechniker, der bei einem Sturz im Kolosseum ums Leben kam
- Alessandro Giuli
- italienischer Kulturminister
- Giorgia Meloni
- italienische Ministerpräsidentin
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