Sicherheit · Barcelona, Madrid und Bilbao

Telegram schließt zweite Blocus-Gruppe mit über 2.000 Mitgliedern, die zu Halloween-Krawallen aufruft

Telegram hat am Dienstag, 27. Oktober, eine zweite Blocus-Gruppe geschlossen, während die Mossos d'Esquadra über einen Kanal zur Terrorismusbekämpfung die Schließung der Chats beantragten, die zu neuen Krawallen in Barcelona am Samstag, 31. Oktober, aufriefen.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von europa press, LaVanguardia, EL PAÍS und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

Für MitgliederDie ersten 30 Sekunden zum Probehören. Synthetische Stimme (KI).

Kurz gefasst

Barcelona, Madrid, Bilbao · Spanien
Wie es dazu kam
  1. 24.10.Krawalle und Plünderungen im Zentrum Barcelonas rund um die Plaça de Catalunya
  2. 26.10.Die Mossos bitten die CITCO, den Kanal BLOCUS-BCN zu schließen; Telegram schaltet in der Nacht die erste Gruppe ab
  3. 27.10.Telegram schließt BLOCUS-BCN2 mit mehr als 2.000 Mitgliedern
  4. 31.10.Datum, auf das die neuen Protestaufrufe in Barcelona zielen

Eine zweite Gruppe am Dienstag geschlossen

Telegram hat am Dienstag, 27. Oktober, gegen 15 Uhr eine zweite Gruppe mit dem Namen Blocus geschlossen, wie EL PAÍS berichtet. Die Gruppe mit der Bezeichnung BLOCUS-BCN2 hatte an diesem Morgen mehr als 2.000 Mitglieder, wie Europa Press und La Vanguardia meldeten, während La Razón die Zahl der Nutzer mit 2.600 angab. Die erste Gruppe, BLOCUS-BCN, war in der Nacht zum Montag, 26. Oktober, abgeschaltet worden. La Vanguardia berichtete, die Organisatoren hätten die Mitglieder aufgefordert, Geschäfte ohne Polizeipräsenz zu plündern und schwarze Kleidung sowie Halloween-Masken zu tragen, während spätere Nachrichten in derselben Gruppe von einer friedlichen Zusammenkunft und Aufrufen sprachen, sich in Cafés zu treffen. Ein dritter Account war weiterhin aktiv, und Polizeikreise erklärten, die Mossos hätten auch dessen Schließung beantragt.

Die Polizei leitet den Antrag über eine Einheit zur Terrorismusbekämpfung

Die Mossos d'Esquadra baten das Zentrum für nachrichtendienstliche Erkenntnisse gegen Terrorismus und organisierte Kriminalität (CITCO) des Innenministeriums am Montag, 26. Oktober, den Kanal schließen zu lassen. Der Antrag wurde an die Nationale Einheit zur Entfernung illegaler Inhalte im Internet (UNECI) weitergeleitet, die laut La Vanguardia die Löschung terroristischer oder extremistischer Propaganda koordiniert. Die Mossos räumten ein, dass die Inhalte weder terroristisch noch extremistisch seien, hielten eine Schließung aber für sinnvoll, um Nachahmungskrawalle zu verhindern. EL PAÍS berichtete, Polizeikreise hätten dies als ersten Fall beschrieben, in dem die Mossos diesen Weg für Kanäle nutzten, die zu Krawallen aufrufen. Die Einheit wurde 2024 förmlich gegründet und kann nach einer europäischen Verordnung die Entfernung terroristischen Materials innerhalb einer Stunde anordnen. Bei Gruppen, die zu Krawallen aufrufen, hängt die Entfernung jedoch von der freiwilligen Kooperation der Plattformen ab. Am Montag zuvor hatte die Innenministerin der Generalitat, Núria Parlon, die Messaging-Plattformen aufgefordert, Gruppen zu schließen, die Jugendliche zu Straftaten und Gewalt anstiften.

Die Krawalle vom 24. Oktober und der Aufruf für den 31. Oktober

La Razón berichtete, am Samstag, 24. Oktober, seien im Zentrum Barcelonas Krawalle mit Barrikaden, Feuern und Plünderungen rund um die Plaça de Catalunya ausgebrochen. Mehr als 20 Geschäfte erlitten Verluste in Höhe von Tausenden Euro, und Tausende Menschen wurden in einem Kaufhaus an dem Platz festgehalten. Europa Press nannte 130 Festgenommene, während La Razón in einem früheren Bericht mehr als 100 Festgenommene und rund zwanzig verletzte Beamte angeführt hatte. Nach Angaben von La Razón bezogen sich Nachrichten in den Telegram-Gruppen auf Tasers und Schlagstöcke und forderten die Teilnehmer auf, sich in Gruppen von mindestens fünf Personen zu versammeln. Am Montagnachmittag, 26. Oktober, kursierte ein neuer Aufruf rund um die Plaça d'Espanya, wo die Polizei einen großen Einsatz auffuhr. Europa Press berichtete, es seien keine Ausschreitungen registriert worden, allerdings hätten Beamte an Metro-Ausgängen einige Identitätskontrollen durchgeführt.

Madrid, Bilbao und die Alarmlage in ganz Spanien

La Razón berichtete, Blocus habe seine geplante Halloween-Veranstaltung in Madrid abgesagt und dabei auf die Polizeiaufmerksamkeit und den Wunsch verwiesen, die Fehler des 24. Oktober nicht zu wiederholen. Die Gruppe erklärte dennoch, die „Halloween-Operation“ sei gescheitert, und kündigte weitere Entwicklungen an, räumte aber ein, dass neue Aufrufe weiterhin auftauchen könnten. Dieselbe Zeitung berichtete, bis zu elf Städte seien für Samstag in Alarmbereitschaft versetzt worden, wobei Madrid, Barcelona und Bilbao ihre Einsatzkräfte nach den Ausschreitungen in Barcelona und Bilbao verstärkten. Die Ermittler prüfen laut La Razón eine mögliche „ausländische Einflussnahme“; eine hierarchische Struktur oder Anführer seien in den Gruppen nicht identifiziert worden. ABC Tu Diario en Español berichtete, die Krawalle in Paris seien der Wendepunkt für Telegram gewesen, das die Gruppenadministratoren mehrfach gewarnt habe, bevor es die Gruppen entfernte.

Die Haltung von Telegram

Telegram erklärte, es trete für das Recht auf freie Meinungsäußerung und friedlichen Protest ein. Zugleich fügte das Unternehmen eine Warnung zu den Grenzen seines Angebots hinzu.

„Aufrufe zu Gewalt und die Verursachung von Sachschäden sind ausdrücklich verboten und werden entfernt, sobald sie entdeckt werden.“

Telegram

Der App nahestehende Quellen sagten La Razón, Kanäle würden wegen Verstößen gegen die Nutzungsbedingungen entfernt, und Terrorismus, Gewalttaten und Raubkopien gehörten zu den Kategorien, die gelöscht würden. La Razón berichtete, nach den Schließungen sei eine neue Gruppe mit mehr als 2.000 Mitgliedern aufgetaucht, die dazu aufrufe, sich gegen die Regierung zu vereinen. Samstag, 31. Oktober, ist das Datum, auf das die neuen Aufrufe zielen, und die Mossos d'Esquadra erklärten, sie ermittelten weiter, wer oder was hinter den Gruppen stehe.

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