Sicherheit · Leipzig und Moskau

Deutsche Polizei sucht dritten Tatverdächtigen nach fehlgeschlagenem Drohnenanschlag am Flughafen Leipzig

Das Bundeskriminalamt hat am 6. November 2026 ein KI-generiertes Bild einer Person veröffentlicht, die zwischen dem 31. Juli und dem 4. August mit einem E-Bike in der Nähe des Flughafens gesehen wurde. Bislang sind zwei Tatverdächtige identifiziert, eine dritte Person könnte ebenfalls mit dem Anschlag in Verbindung stehen.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Notícias ao Minuto, N-tv, Focus und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

Für MitgliederDie ersten 30 Sekunden zum Probehören. Synthetische Stimme (KI).

Kurz gefasst

Leipzig, Moskau · Deutschland, Russland
Wie es dazu kam
  1. 31.07.Eine nicht identifizierte Person wird in der Nähe des Flughafens auf einem E-Bike gesehen – Beginn des Beobachtungszeitraums
  2. 4.08.Eine sprengstoffbeladene Drohne zielt auf ein Antonow-Transportflugzeug am Flughafen Leipzig/Halle, der Sprengsatz detoniert nicht
  3. 6.11.BKA und Generalbundesanwalt veröffentlichen ein KI-generiertes Bild und bitten um Hinweise

Fahndung nach einem dritten Tatverdächtigen

Das Bundeskriminalamt (BKA) und der Generalbundesanwalt haben ein Fahndungsbild einer Person veröffentlicht, die im Zusammenhang mit dem Anschlag auf den Flughafen Leipzig/Halle identifiziert werden soll. Das Bild ist KI-generiert und zeigt eine Person auf einem E-Bike, die eine Kapuze und eine Kappe trägt. Nach Angaben der Ermittler bewegte sich die Person zwischen dem 31. Juli und dem 4. August 2026 in der Gegend. Beamtinnen und Beamte brachten große Plakate auf Schautafeln in Dörfern nahe dem Flughafen an und verteilten Flyer. Das BKA teilte mit, bislang zwei Tatverdächtige identifiziert zu haben; eine dritte, noch unbekannte Person könnte ebenfalls mit dem Drohnenangriff in Verbindung stehen.

Drohne mit Sprengstoff am Flughafen

Mitarbeiter des Flughafens fanden Anfang August 2026 eine Drohne auf der Südbahn des Flughafens Leipzig/Halle. Nach Angaben des BKA trug die Drohne einen mit Sprengstoff gefüllten Sprengsatz und lag unmittelbar neben ukrainischen Antonow-Frachtflugzeugen. Spiegel berichtet, der Anschlag habe am 4. August einem Antonow-Transportflugzeug gegolten. Der Sprengsatz sei offenbar nicht explodiert, weil sein Zünder abgerissen worden sei. Die deutschen Behörden gehen davon aus, dass das Ziel eine Antonow war, die Militärausrüstung in die Ukraine transportierte, und dass der Anschlag aus Moskau gesteuert wurde.

Startplatz und sichergestelltes Material

Die Ermittler haben einen mutmaßlichen Startplatz der Drohne auf dem Verbindungsweg zwischen Rabutz und Beuditz westlich des Flughafens ausgemacht. Weitere mutmaßliche Anschlagsausrüstung wurde nahe dem Industriegebiet zwischen Radefeld und Lützschena östlich des Flughafens gefunden. Das BKA teilte mit, die unbekannte Person sei zwischen dem 31. Juli und dem 4. August mit einem E-Bike in diesen Ortschaften unterwegs gewesen. Die Polizei beschreibt die Kleidung als für die Jahreszeit unpassend: lange dunkle Hosen, eine dicke Jacke, schwarze Handschuhe, ein großer schwarzer Rucksack und eine Kapuze mit einer tief ins Gesicht gezogenen Kappe. Ob es sich bei der gesuchten Person um den mutmaßlichen Drohnenpiloten handelt, teilte die Polizei nicht mit.

Das BKA betont in seiner eigenen Formulierung die Kleidung:

„Die für den Hochsommer ungewöhnlich warme Kleidung könnte besonders aufgefallen sein.“

Bundeskriminalamt

Zwei namentlich bekannte Tatverdächtige und die Russland-Verbindung

Laut dem öffentlich-rechtlichen Sender ARD ermitteln die Staatsanwaltschaften gegen zwei Tatverdächtige: Oleg L., einen lettisch-russischen Doppelstaater, und Andrej K., einen Belarussen mit Verbindungen zu einem Funktionär des russischen Militärgeheimdienstes GRU. Spiegel berichtet, Generalbundesanwalt Jens Rommel ermittle gegen diese beiden namentlich bekannten Tatverdächtigen. Die Bundesregierung hat Russland offiziell beschuldigt, hinter dem Anschlag zu stehen; Sicherheitskreise schreiben ihn der GRU zu. Spiegel und die russische Investigativplattform The Insider erklären, ihre Recherchen zeigten, dass eine Sondereinheit innerhalb der GRU verantwortlich sei, die nach Beginn des Krieges in der Ukraine im Februar 2022 gegründet wurde. Spiegel berichtet zudem, Oleg L. habe über Jahre Beziehungen zu einem hochrangigen GRU-Sabotagespezialisten unterhalten.

Hintergrund

Seit Beginn der russischen Invasion in der Ukraine haben die deutschen Behörden Berichten zufolge eine Zunahme von Drohnensichtungen und unbefugter Luftaufklärung in der Nähe kritischer Infrastruktur und militärischer Anlagen registriert. Deutschland ist eines der wichtigsten europäischen Länder, die die Ukraine militärisch unterstützen, unter anderem mit Waffen und Luftverteidigungssystemen. Spiegel beschreibt eine russische Destabilisierungs- und Sabotagekampagne in ganz Europa seit der Invasion in der Ukraine. Die Polizei bittet Zeugen nun um Hinweise.

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