BerichtLandesweite Proteste in Frankreich erwartet

Regierung · Paris, Lyon und Marseille

Frankreich erlebt landesweite Streiks und Massenproteste wegen Löhnen und Haushaltskürzungen

Gewerkschaften und Studierende zogen am Donnerstag, 5. November, durch Paris und andere französische Städte, während 70.000 Polizisten eingesetzt wurden, um eine Wiederholung der Ausschreitungen vom Oktober zu verhindern.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von ČT24, RTE.ie, LBC und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Paris, Lyon, Marseille, Nantes · Frankreich
Wie es dazu kam
  1. 17.10.Ausschreitungen und Plünderungen beschädigen Geschäfte und öffentliche Gebäude in ganz Frankreich; die Sicherheitskräfte sind überfordert
  2. 2.11.Macron kündigt eine Senkung der Kraftstoffsteuer an
  3. 5.11.Hauptzug in Paris soll am Place de la République starten
  4. 6.11.Regierung will Maßnahmen zum Mindestlohn vorstellen

Landesweiter Streik und Kundgebungen

Die von der CGT angeführten Gewerkschaften riefen für Donnerstag, 5. November, zu einem landesweiten Streik auf, und in Paris und anderen großen französischen Städten versammelten sich Menschenmengen. In Marseille, Lyon und Nantes begannen die Züge am Morgen, der Hauptzug in Paris sollte um 14:00 Uhr vom Place de la République starten. Berichten zufolge gab es mehr als 250 Kundgebungen, und die Behörden rechnen mit 40.000 bis 80.000 Menschen in Paris und 500.000 bis 700.000 im übrigen Land. Die Aktion folgt auf mehrere Wochenenden mit Massendemonstrationen, auch Studierendengruppen und die Gelbwesten-Bewegung haben mobilisiert. Einige Demonstranten in Lyon trugen vorsorglich Gesichtsmasken oder Schutzbrillen gegen Tränengas.

Schulen und Verkehr

In mehreren Städten errichteten Gymnasiasten Barrikaden aus Mülltonnen vor ihren Schulen, und die Polizei rückte an, um einige Blockaden zu räumen. Der Standard und N-tv berichten, dass die Polizei in Paris Tränengas einsetzte. Die Angaben zu Schulschließungen unterscheiden sich je nach Quelle. ČT24 berichtet, mehr als 1.000 Gymnasien seien im Zusammenhang mit dem Streik geschlossen worden, weitere 81 von Schülern blockiert. El Confidencial berichtet, das Bildungsministerium habe etwa 80 blockierte Einrichtungen gezählt, 2,2 % der Gesamtzahl, während die Gewerkschaften die Zahl auf nahezu 1.000 der 3.700 Einrichtungen beziffern. Das Ministerium errechnete für Mittwoch eine Streikbeteiligung von 17,54 %, während die Gewerkschaft SNES-FSU angab, am Donnerstag hätten 52 % der Beschäftigten die Arbeit niedergelegt. Im regionalen Bahnverkehr kam es zu Verspätungen und Ausfällen, und RTE meldete, der Streik habe bereits am frühen Morgen zu einem Rückgang der französischen Atomstromproduktion beigetragen.

Polizeieinsatz und die Ausschreitungen im Oktober

Die Behörden setzten landesweit rund 70.000 Polizisten ein, und Innenminister Laurent Nuñez sagte, jede Gewalt oder Plünderung werde eine entschlossene Antwort erhalten. Nuñez hat eingeräumt, dass die Sicherheitskräfte am 17. Oktober überfordert waren, als Ausschreitungen und Plünderungen Geschäfte und öffentliche Gebäude im ganzen Land beschädigten. N-tv berichtet, an den vorangegangenen Wochenenden seien etwa 3.000 Geschäfte beschädigt oder geplündert worden. Mehrere Kommunalbehörden verboten Kundgebungen in den Stadtzentren, um Plünderungen zu verhindern. In Paris beschreiben El Confidencial und N-tv eine genehmigte Route von der Bastille zur Nation, die das Zentrum umgeht, während La Vanguardia berichtet, diesmal sei eine klassische Route durch das Stadtzentrum genehmigt worden.

Forderungen und Reaktion der Regierung

Die Gewerkschaften fordern eine Anhebung des Mindestlohns von 12,31 Euro pro Stunde, allgemeine Lohnerhöhungen und eine Überarbeitung des Haushaltsentwurfs der Regierung. Die CGT-Vorsitzende Sophie Binet formulierte die Kernforderung direkt:

„Wir wollen zwei Dinge: überall Lohnerhöhungen“

Sophie Binet, Vorsitzende

Sie nannte den Haushaltsentwurf in seiner jetzigen Form zudem katastrophal für das Land. Macron kündigte am Montag, 2. November, eine Senkung der Kraftstoffsteuer an und erklärte in einem Beitrag auf X, Diesel sei nun um mehr als zehn Cent pro Liter billiger; er verwies dabei auf 10 Millionen Barrel, die im Oktober aus strategischen Reserven freigegeben wurden. Bildungsminister Édouard Geffray sagte, einige Stellenstreichungen an Schulen würden zurückgenommen. Laut ČT24 hat die Regierung eine teilweise Antwort auf die Forderungen der Studierenden zugesagt und will am Freitag, 6. November, Maßnahmen zum Mindestlohn vorstellen. Vier französische Bahngewerkschaften warnten in einer gemeinsamen Erklärung, die Haushaltskürzungen würden die Armut verschärfen und die Gehälter der Staatsbediensteten einfrieren.

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