Regierung · Dublin

Taoiseach erteilt Justizminister keine Anweisung, während der Streik bei der Prozesskostenhilfe irische Verfahren verzögert

Strafverteidiger streiten weiter über eine Pauschale von 520 Euro, und die Gerichte haben Verfahren vertagt, darunter einen Vergewaltigungsfall. Justizminister Jim O'Callaghan soll am Mittwoch, 28. Oktober, die Law Society treffen.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Irish Examiner, The Irish Times, Irish Independent und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Dublin · Irland
Wie es dazu kam
  1. 28.10.Justizminister soll die Law Society treffen
  2. 3.11.Entscheidung des High Court zur Klage gegen das neue Prozesskostenhilfe-Modell erwartet
  3. 9.11.Acht weitere Fälle zur Verhandlung gelistet, wie der Richter anmerkte
  4. 4.12.Fallverwaltungstermin für das Verfahren der Vergewaltigungs-Beschwerdeführerin angesetzt

Eine Pauschale im Zentrum des Streits

Justizminister Jim O'Callaghan hat Anfang 2026 eine Pauschale von 520 Euro für Fälle der Strafprozesskostenhilfe eingeführt. Die Pauschale soll fünf Terminen nach dem alten System plus einer Erhöhung um 8 Prozent für alle Strafverteidiger entsprechen. Nach dem alten System erhielten Anwälte 239,28 Euro für einen ersten Termin mit einem Mandanten der Prozesskostenhilfe und 59,86 Euro für jeden weiteren Termin. Die streikenden Anwälte haben das Pauschalmodell abgelehnt und ihre Dienste an den Gerichten eingestellt, während sie weiterhin auf ein weitergehendes Engagement des Justizministeriums drängen. In der Woche des 19. Oktober eskalierten sie den Streit mit einem weiteren Rückzug aus der allgemeinen Strafverteidigung, zusätzlich zu der bereits bestehenden Weigerung, kostenlose Prozesskostenhilfe zu leisten.

Rückgang der Zahlungen und Gerichtslisten

Die jüngsten Zahlen zeigen, dass im August und September 2025 mehr als 13.400 Zahlungszertifikate für Arbeiten im Rahmen der Prozesskostenhilfe bewilligt wurden. Für dieselben zwei Monate im Jahr 2026 wurden nur 2.649 Rechnungen ausgestellt, ein Rückgang von 80 Prozent im Jahresvergleich. Am Montag, 26. Oktober, umfasste die wöchentliche Liste am Central Criminal Court mehr als 20 Fälle, und fast die Hälfte war von dem Streit betroffen. Dreizehn Angeklagte waren zur Verhandlung gelistet, zwei wegen Mordes und elf wegen Vergewaltigung und sexueller Übergriffe. Richter Paul McDermott sagte, es sei „nicht akzeptabel“, dass Verfahren nicht fortgesetzt werden könnten, weil Anwälte sich zurückgezogen hätten, und auch mehrere Fälle am Circuit Criminal Court wegen Drogenbesitzes, Betrugs und Körperverletzung wurden vertagt.

Beschwerdeführerinnen und Sorgerechtsfälle

Eine Frau, die noch ein Kind war, als die mutmaßliche sexuelle Straftat vor mehr als 20 Jahren stattfand, war „äußerst verstört“, als ihr Verfahren in der Woche des 19. Oktober nicht fortgesetzt werden konnte. Die Vertreterin der Staatsanwaltschaft (Director of Public Prosecutions) sagte, sie beantrage, den Fall zum frühestmöglichen Termin erneut zur Verhandlung anzusetzen. Richter McDermott sagte, der früheste Termin, den er nennen könne, sei im Februar, und setzte die Fallverwaltung auf den 4. Dezember an. Er bezeichnete sie als „ein Opfer“ des „langwierigen Streits“ und sagte:

„Ich weiß nicht, wann dieser Streit enden wird.“

Paul McDermott, Richter

Der Prozess einer weiteren schutzbedürftigen Beschwerdeführerin wurde vertagt, nachdem Senior Counsel Eoin Lawlor um eine Verschiebung auf die folgende Woche gebeten hatte und dabei auf eine Entscheidung des High Court am 3. November in einem Verfahren gegen das neue Modell verwies. Der Richter stimmte zu, obwohl bereits acht weitere Fälle für den 9. November zur Verhandlung angesetzt waren. In einem Sorgerechtsfall hatte der Anwalt wegen des Streits keine Weisungen, und der Richter sagte, niemand könne sich ohne Genehmigung des Gerichts aus einem Sorgerechtsfall zurückziehen. Er setzte diese Verhandlung auf Donnerstag, 29. Oktober, an.

Politische Reaktionen

Taoiseach Micheál Martin sagte, er weise Herrn O'Callaghan nicht an, den Streit zu beenden, weil die Regierung im Allgemeinen nicht so funktioniere, aber er glaube, eine Lösung sei erreichbar. Er verteidigte die Notwendigkeit einer Reform und betonte, dass Wirtschaftlichkeit und Effizienz wichtig seien, und sagte:

„Meiner Ansicht nach kann die Situation gelöst werden.“

Micheál Martin, Taoiseach von Irland

Sein Fianna-Fáil-Kollege Dara Calleary, Abgeordneter für Mayo, wies die Behauptungen der Anwälte über „Wüsten der Prozesskostenhilfe“ in Teilen des Landes zurück und sagte, O'Callaghan habe bereits Änderungen am Modell vorgenommen. Calleary fügte hinzu, der Minister werde in guter Absicht mit der Law Society verhandeln. In der Woche des 19. Oktober sagte O'Callaghan einem Justizausschuss des Oireachtas, er sei bereit, kleinere Änderungen vorzunehmen, werde aber an der Pauschale festhalten, und sagte:

„Das Grundprinzip, an einer Pauschale festzuhalten und den Skandal der multiplen Zertifikate einzudämmen, werde ich nicht ändern.“

Jim O'Callaghan, Justizminister

Die Law Society hat das neue System als „nicht praktikabel“ bezeichnet, und Gespräche mit dem Minister sind für Mittwoch, 28. Oktober angesetzt. Der High Court soll am 3. November über die Klage gegen das Modell entscheiden.

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