Sicherheit · Nivelles und Ohain
Staatsanwaltschaft fordert 25 Jahre für Nicolas Ullens, Verteidigung plädiert auf fünfjährige Bewährungsstrafe
Die belgische Staatsanwaltschaft hat am Mittwoch, 4. November, vor dem Assisenhof von Nivelles 25 Jahre Haft für Nicolas Ullens gefordert, der wegen Mordes an seiner Stiefmutter verurteilt wurde. Die Verteidigung plädierte auf eine fünfjährige Bewährungsstrafe; das Gericht könnte das Urteil noch am selben Tag verkünden.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von 7sur7, Le Soir, vrtnws.be und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Generaladvokatin Laure Wynants forderte am Mittwoch, 4. November 2026, vor den Geschworenen des Assisenhofs von Nivelles 25 Jahre Haft für Nicolas Ullens, der wegen Mordes an seiner Stiefmutter Myriam Lechien verurteilt wurde.
Der Anwalt Quentin Mayence forderte fünf Jahre mit Bewährungsaufschub – den längsten Aufschub, den das belgische Recht zulässt – und argumentierte, der emotionale Kontext sei der entscheidende Umstand.
Am 6. Oktober 2026 sprachen die Geschworenen Ullens des Mordes mit Vorbedacht schuldig, nachdem sie die Frage des Vorbedachts mit sieben zu fünf Stimmen entschieden hatten.
Die Verteidigung beantragte die Ablehnung von Richter Pierre Delcour und seinen beiden Beisitzern, die Verhandlung wurde am 7. Oktober unterbrochen, und der Kassationshof wies den Antrag am 21. Oktober zurück.
- 7.10.Strafzumessungsdebatte nach Ablehnungsantrag der Verteidigung unterbrochen
- 21.10.Kassationshof weist den Ablehnungsantrag zurück
- 4.11.Strafzumessungsverhandlung wird fortgesetzt, Staatsanwaltschaft fordert 25 Jahre
Die Verhandlung in Nivelles wird fortgesetzt
Die Strafzumessungsphase im Prozess gegen den 61-jährigen Nicolas Ullens wurde am Mittwochmorgen, 4. November 2026, vor dem Assisenhof von Wallonisch-Brabant in Nivelles fortgesetzt. Die Verhandlung war fast einen Monat lang ausgesetzt worden, nachdem die Verteidigung die Ablehnung des vorsitzenden Richters Pierre Delcour und seiner beiden Beisitzer beantragt hatte. Ullens war am 6. Oktober des Mordes an seiner Stiefmutter Myriam Lechien, 70, für schuldig befunden worden, die am 29. März 2023 in einem Landhaus in Ohain, einem Ortsteil der Gemeinde Lasne, sechs Schüsse abbekommen hatte. Die Verteidigung hatte beanstandet, dass die Richter an der Beratung der Geschworenen über den Vorbedacht teilnahmen, eine Frage, die die Geschworenen mit sieben zu fünf Stimmen entschieden hatten. Der Kassationshof wies den Ablehnungsantrag am 21. Oktober zurück, wodurch der Prozess vor denselben Richtern fortgesetzt werden konnte. Das Gericht, bestehend aus drei Berufsrichtern und zwölf Geschworenen, wird sich nach den Plädoyers zur Strafzumessung zur Beratung zurückziehen.
Der Vorbedacht im Zentrum des Verfahrens
Ullens hat eingeräumt, auf seine Stiefmutter geschossen zu haben, bestreitet aber, dass die Tat geplant war; der Vorbedacht war die zentrale Frage des Prozesses. Die Verteidigung plädierte auf Mord ohne Vorbedacht, während Staatsanwaltschaft und Nebenkläger auf Mord mit Vorbedacht plädierten. Die Geschworenen bejahten den Vorbedacht, und der Angeklagte hat nach eigener Darstellung aus einem Impuls heraus in einem Gewaltausbruch nach Jahren der Frustration gehandelt. Er stellte sich kurz nach der Tat der Polizei. Vor dem Prozess verbrachte er sieben Monate in Untersuchungshaft im Gefängnis von Nivelles, vom Tag der Tat bis Oktober 2023, gefolgt von zweieinhalb Jahren unter elektronischer Überwachung.
Staatsanwaltschaft fordert 25 Jahre
Generaladvokatin Laure Wynants forderte am Mittwochmorgen vor den Geschworenen 25 Jahre Haft. Sie erinnerte die Geschworenen daran, dass sie die Tat als mit Vorbedacht begangen eingestuft hätten, was bedeute, dass der Angeklagte sein Handeln zuvor abgewogen habe. Die Geschworenen hätten zudem die Behauptung ausgeschlossen, er habe jede Selbstkontrolle verloren, und er habe seiner Stiefmutter jede Überlebenschance genommen. Wynants nannte mehrere Faktoren zugunsten des Angeklagten: keine Vorstrafen, seine spontane Selbststellung bei der Polizei, sein Alter und psychiatrische Gutachter, die das Risiko einer neuen Straftat als gering einschätzen. Seine geäußerte Reue müsse mit Vorsicht gewürdigt werden, da sie sich eher auf die Tat als auf seine volle strafrechtliche Verantwortung und deren Folgen zu beziehen scheine. Zum Abschluss ihrer Forderung sagte sie:
„Es geht darum, ein gerechtes Urteil zu sprechen.“
Sie fügte hinzu, die Forderung sei weder von Wut noch von Rachegelüsten getrieben.
Verteidigung plädiert auf Bewährungsstrafe
Quentin Mayence, der während des Prozesses noch nicht das Wort ergriffen hatte, sprach etwa anderthalb Stunden zu den Geschworenen. Er forderte fünf Jahre mit Bewährungsaufschub – den längsten Aufschub, den das belgische Recht zulässt – und argumentierte, der emotionale Kontext des Falls sei der entscheidende Umstand. Er sagte, ohne Bewährungsaufschub müsse Ullens unabhängig von der Höhe der Strafe ins Gefängnis zurückkehren, und er hätte zehn oder fünfzehn Jahre mit Aufschub gefordert, wenn das Gesetz es zuließe. Er sagte zu den Geschworenen:
„Ich habe keine andere Wahl, als zu vermeiden, dass er ins Gefängnis zurückkehrt.“
Er schloss sein Plädoyer mit dem Argument, die Gesellschaft als Ganzes habe nichts davon, Ullens wieder ins Gefängnis zu schicken.
- Staatsanwaltschaft: Haftstrafe
- 25 Jahre
- Verteidigung: Bewährungsstrafe mit Auflagen
- 5 Jahre
Daten aus dem Artikeltext
Wie es weitergeht
Ullens wird sich ein letztes Mal äußern können, bevor sich das Gericht zurückzieht. Mord wird nach belgischem Recht mit lebenslanger Haft bestraft, doch Gericht und Geschworene können mildernde Umstände anerkennen und eine geringere Strafe verhängen. Einige der zwölf Geschworenen müssen möglicherweise durch Ersatzgeschworene ersetzt werden, wenn sie nach der wochenlangen Unterbrechung nicht zurückkehren können. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Artikel war das Urteil noch nicht gesprochen; es könnte im Laufe des Mittwoch, 4. November, fallen.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- 7sur7„Keine andere Möglichkeit, als ihn nicht ins Gefängnis zu schicken“: Die Verteidigung von Nicolas Ullens fordert fünf Jahre auf BewährungPas d'autre possibilité pour ne pas l'envoyer en prison": la défense de Nicolas Ullens réclame cinq ans avec sursis · Original auf Französisch
- Le SoirDie Staatsanwaltschaft fordert 25 Jahre Haft für Nicolas UllensLe ministère public requiert 25 ans de prison contre Nicolas Ullens · Original auf Französisch
- vrtnws.be25 Jahre Haft gefordert gegen Nicolas Ullens (61) für den Mord an seiner Stiefmutter und Baronin Myriam Lechien25 jaar cel gevorderd tegen Nicolas Ullens (61) voor moord op zijn stiefmoeder en barones Myriam Lechien | VRT NWS Nieuws · Original auf Niederländisch
- 7sur7Letzte Phase des Ullens-Prozesses: die Staatsanwaltschaft fordert 25 Jahre HaftDernière ligne droite du procès Ullens: le parquet requiert 25 ans de réclusion · Original auf Französisch
- Laure Wynants
- Generaladvokatin, die die 25-jährige Haftstrafe forderte
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