Sicherheit · Mailand, Senago und Pavia

Berufungsgericht Mailand erkennt Vorsatz für Impagnatiello an – lebenslange Haft bestätigt

Am Montag, 26. Oktober, hat das Berufungsgericht Mailand in einem vom Kassationsgerichtshof angeordneten Wiederaufnahmeverfahren erneut den Vorsatz anerkannt. Die lebenslange Haftstrafe bleibt bestehen, hinzu kommen drei Monate Tagesisolierung.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von AGI, Il Messaggero, lastampa.it und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Mailand, Senago, Pavia · Italien
Wie es dazu kam
  1. Dezember 2022Nach Darstellung der Staatsanwaltschaft beginnt die Verabreichung von Rattengift
  2. 27.05.Tat in der Wohnung des Paares in Senago
  3. Juni 2025Berufungsgericht schließt Vorsatz aus und bestätigt die lebenslange Haftstrafe
  4. 26.10.Berufungsgericht Mailand erkennt Vorsatz an und hält an der lebenslangen Haftstrafe mit drei Monaten Tagesisolierung fest

Das Urteil

Am Montag, 26. Oktober erkannte das Assisen-Berufungsgericht Mailand den erschwerenden Umstand des Vorsatzes für Alessandro Impagnatiello an, einen 33-jährigen ehemaligen Barkeeper. Das Urteil erging in einem Wiederaufnahmeverfahren, das der Kassationsgerichtshof angeordnet hatte, nachdem er eine Beschwerde der Generalstaatsanwaltschaft Mailand angenommen und die Frage an die Vorinstanz zurückverwiesen hatte. Das Berufungsurteil vom Juni 2025 hatte den Vorsatz ausgeschlossen und zugleich die lebenslange Haftstrafe wegen Mordes bestätigt. Die neue Entscheidung hält an der lebenslangen Strafe fest und fügt drei Monate Tagesisolierung hinzu. Die vollständigen Urteilsgründe sollen innerhalb von 45 Tagen nachgereicht werden; nach der Urteilsverkündung applaudierten Angehörige im Gerichtssaal.

Die Tat in Senago

Die Tat ereignete sich am 27. Mai 2023 in der Wohnung des Paares in Senago im Raum Mailand. Das Opfer, eine 29-jährige Frau, war im siebten Monat schwanger und wurde 37 Mal mit einem Messer verletzt, wie ANSA berichtete. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der Angeklagte sie seit Dezember 2022 mit Rattengift vergiftet hatte und dass sich die Vergiftung in den letzten sechs Wochen vor der Tat verstärkte. Sie verweist zudem auf Internetrecherchen zu tödlichen Substanzen, darunter eine Suche nach „verbrannte Keramikbadewanne“, die wenige Stunden vor der Tat erfolgt sei.

Staatsanwältin Maria Pia Gualtieri argumentierte, die Anerkennung des Erschwerungsgrundes gebe den Fakten ihren richtigen Namen.

„Es ist wichtig, ihn anzuerkennen, die Dinge richtigzustellen und den Fakten ihren richtigen Namen zu geben.“

Maria Pia Gualtieri

Sie räumte ein, dass das Urteil das Opfer nicht zurückbringen könne, sagte aber, es sei nötig, weil manche Taten nicht vergessen werden dürften. Gualtieri sagte zudem, der Angeklagte habe im gesamten Verfahren gelogen, und bat das Gericht, sich auf seine Taten statt auf seine Worte zu stützen.

Der Einwand der Schwester

Die Schwester des Opfers, Chiara Tramontano, protestierte gegen die Zustände im Gerichtssaal. Sie sagte, es sei schwer zu ertragen, den Angeklagten in der Nähe der Familie des Opfers und vor ihr sitzend zu sehen, mit seinen Handschellen auf einem Tisch neben seinem Anwalt.

„Ich finde es hohnvoll und absolut verachtenswert, einen Gerichtssaal betreten zu müssen und den Mann, der meine Schwester und meine Nichte getötet hat, mit dem Rücken zu mir vorzufinden.“

Chiara Tramontano

Sie forderte, die Justiz solle die Familien der Opfer durch das schützen, was sie eine menschliche Rücksichtnahme nannte. Tramontano sagte außerdem, ihre Familie verbüße jeden Tag ihre eigene lebenslange Strafe, und niemand gewähre ihnen zusätzliche Freiheit.

Chronologie des Falls

Bis zum Urteil vom Montag durchlief der Fall mehrere Instanzen. Die Tat im Mai 2023 führte zu einer lebenslangen Haftstrafe, und das Berufungsgericht bestätigte im Juni 2025 diese Strafe und schloss den Vorsatz aus. Der Kassationsgerichtshof verwies die Frage anschließend zur erneuten Prüfung zurück, und die Verhandlung wurde an jenem Morgen in Mailand eröffnet. Der Angeklagte sitzt in Haft in Pavia.

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