Regierung · Madrid

Spanische Expertengruppe empfiehlt Mindestlohnerhöhung um 4,9 % auf 1.281 Euro im Jahr 2027

Die spanische Expertengruppe hat empfohlen, den branchenübergreifenden Mindestlohn 2027 auf 1.281 Euro brutto im Monat anzuheben – ein Plus von 60 Euro gegenüber 1.221 Euro. Die Gewerkschaften fordern 7 %, die Gespräche mit Gewerkschaften und Arbeitgebern sind für Mittwoch, 4. November, angesetzt.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von RTVE.es, EL MUNDO, EL PAÍS und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Madrid · Spanien
Wie es dazu kam
  1. 4.11.Treffen im Rahmen des sozialen Dialogs mit Gewerkschaften und Arbeitgebern
  2. 29.11.Parlamentswahlen, auf diesen Termin vorgezogen

Die Empfehlung

Die Expertengruppe des Arbeitsministeriums hat ihren Bericht zum branchenübergreifenden Mindestlohn (SMI) für 2027 abgeschlossen und empfiehlt eine Erhöhung um 4,9 %. Damit stiege der Lohn von 1.221 Euro brutto im Monat auf 1.281 Euro in 14 Zahlungen, ein Plus von 60 Euro pro Gehaltsabrechnung, wie RTVE unter Berufung auf mit dem Treffen vertraute Quellen berichtet. Arbeitsministerin Yolanda Díaz, zugleich stellvertretende Ministerpräsidentin, hatte die Gruppe gebeten, den Vorschlag auszuarbeiten und ihn vor der von ihr gesetzten Frist Anfang November fertigzustellen. Die Expertinnen und Experten hielten diese Frist ein, und die Studie wartet nun darauf, dass das Ministerium einen Tag für die Bekanntgabe ihrer Ergebnisse wählt. El Confidencial berichtet, dass dies jährlich 17.934 Euro brutto entsprechen würde.

Warum 4,9 %

Die Gruppe arbeitete nach zwei Vorgaben: Der Mindestlohn soll 60 % des Durchschnittslohns erreichen und die Kaufkraft sichern. El Mundo berichtet, dass allein für das 60-%-Ziel eine Erhöhung um 2,7 % auf 1.254 Euro im Monat nötig wäre. Die Sicherung der Kaufkraft erfordert 4,9 %, was der Jahresrate der Verbraucherpreise im September entspricht, wie das Statistikamt INE bestätigt hat, sowie der vorläufigen Oktoberzahl. Die durchschnittlichen Inflationsprognosen für 2026 liegen niedriger, bei 3,9 % laut den jüngsten Projektionen der Bank von Spanien, während Funcas die Rentenanpassung 2027 mit 3,6 % veranschlagt. Die folgende Grafik stellt die drei Monatsbeträge gegenüber.

Monatlicher Mindestlohn: aktuell, 60-%-Ziel und Empfehlung für 2027Euro brutto pro Monat (14 Zahlungen)
Aktuelles Niveau 2026
1221 Euro brutto pro Monat (14 Zahlungen)
60-%-Ziel des Durchschnittslohns (plus 2,7 %)
1254 Euro brutto pro Monat (14 Zahlungen)
Empfohlenes Niveau 2027 (plus 4,9 %)
1281 Euro brutto pro Monat (14 Zahlungen)

Daten aus dem Artikeltext

Gewerkschaften und Arbeitgeber

CCOO und UGT fordern eine Erhöhung um 7 %, was den Jahresmindestlohn auf 18.284 Euro brutto bringen würde. Sie argumentieren, die Inflation habe eine Lücke von rund 2 % gegenüber der 2026 angewandten Erhöhung von 3,1 % geöffnet. Der Arbeitgeberverband CEOE hat in diesem Jahr keinen Vorschlag vorgelegt und hält den Zeitpunkt laut El Confidencial für wahltaktisch. El País berichtet, auch Unternehmensverbände hätten dem Ministerium vorgeworfen, zu schnell vorzugehen. Nach dem Arbeitnehmerstatut kann die Regierung den SMI nach Anhörung von Gewerkschaften und Arbeitgebern festsetzen, ohne deren Zustimmung zu benötigen.

Zeitplan bis zur Entscheidung

Der Tisch für den sozialen Dialog ist für Mittwoch, 4. November, einberufen, und laut El Confidencial haben sowohl die Gewerkschaften als auch die CEOE ihre Teilnahme bestätigt. Anders als in früheren Jahren wurde das Treffen einberufen, bevor der Bericht bei einer öffentlichen Veranstaltung vorgestellt wurde. Nach den Gesprächen wird die Regierung die Erhöhung in ein Königliches Dekret fassen und dem Ministerrat vorlegen. Die Parlamentswahlen wurden auf den 29. November vorgezogen, und die Regierung will die Erhöhung vor der Wahl durchbringen.

Hintergrund und ausstehende Reform

El Confidencial merkt an, dass eine Erhöhung dieser Größe den SMI um 74,1 % über sein Niveau von 2018 heben würde, womit Jahre der Stagnation nach der Finanzkrise aufgeholt wären. El País berichtet, PSOE und Sumar hätten versprochen, das Arbeitnehmerstatut so zu ändern, dass der SMI automatisch entsprechend 60 % des Durchschnittslohns steigt. Dieses Versprechen ist angesichts der fragilen parlamentarischen Lage der Regierung im Parlament nicht vorangekommen.

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Quellen und Kontext

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