Wirtschaft · Singapur und Schwäbisch Hall

Singapore Airlines stellt 2 Mrd. S$ teuren Umbau der Premiumkabinen mit Doppelbetten und Sofas vor

Singapore Airlines hat am Freitag, 6. November, in Singapur seine neu gestalteten First- und Business-Class-Kabinen vorgestellt – Teil eines Programms im Wert von mehr als 2 Mrd. S$. Die neuen Sitze kommen ab der zweiten Hälfte des Jahres 2027 schrittweise zum Einsatz, beginnend mit Flugzeugen, die noch nicht ausgeliefert sind.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Süddeutsche Zeitung, Bloomberg Business, Handelsblatt und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Schwäbisch Hall · Singapur, Deutschland
Wie es dazu kam
  1. JuniGeplante Vorstellung des Business-Class-Sitzes, durch Zertifizierungsverzögerungen zurückgehalten
  2. 6.11.Neue First- und Business-Class-Kabinen in Singapur vorgestellt
  3. Zweite Hälfte 2027Neue Sitze kommen schrittweise in den Einsatz, First Class abhängig von den Boeing-777-9-Auslieferungen

Ein Vorstoß im Premiumsegment nach verlorenem Boden

Singapore Airlines will mehr als 2 Mrd. S$ (1,6 Mrd. US-Dollar) in die Renovierung seiner Langstreckenflugzeuge investieren, einschließlich Sofas in der First Class. Das Unternehmen setzt darauf, dass Reisende trotz hoher Ticketpreise weiterhin für Flüge tiefer in die Tasche greifen. Am Freitag, 6. November, präsentierte die Airline die neuen Produkte in Singapur. Skytrax kürte Singapur in diesem Jahr zur weltweit besten Airline insgesamt, doch im Premiumsegment hat die Gesellschaft gegenüber Wettbewerbern an Boden verloren, die massiv in Kabinen-Upgrades investiert haben. Langstreckenairlines umwerben inzwischen auch einen neuen Typ wohlhabender Urlaubsreisender, die die vorderen Reihen buchen – nicht nur Geschäftsreisende. Flüge sind deutlich teurer geworden als früher, doch die Airlines investieren weiterhin in komfortable Business- und First-Class-Sitze, die nach wie vor stark nachgefragt werden.

Was die neuen Kabinen bieten

Das First-Class-Bett erstreckt sich über zwei nebeneinanderliegende Sitze und misst 203 cm (80 Zoll) in der Länge und 152 cm (60 Zoll) in der Breite über beide Sitze hinweg. Die Crew bezieht es mit einem Matratzenauflage des deutschen Bettwarenspezialisten Paradies, einer Bettdecke und einer Auswahl an Kissen. Emirates und Etihad bieten beide First-Class-Betten mit 82 Zoll Länge an, Singapurs Variante ist also kürzer, in der kombinierten Breite jedoch größer als die Angebote aus dem Golf.

Länge der First-Class-Betten nach AirlineZoll
Singapore Airlines
80 Zoll
Emirates
82 Zoll
Etihad
82 Zoll

Daten aus dem Artikeltext

Die Financial Times berichtet von vier First-Class-Sitzen in Singapurs Airbus-A350-Flügen und sechs in den Boeing-777-Maschinen.

First-Class-Sitze je FlugzeugtypSitze
Airbus A350 (FT)
4 Sitze
Boeing 777 (FT)
6 Sitze

Daten aus dem Artikeltext

In der Business Class lassen sich einige Sitze ebenfalls in ein Doppelbett umwandeln, hinzu kommen Schiebetüren für mehr Privatsphäre. Die Passagiere erhalten zudem hochauflösende Bildschirme und eine Weinkarte mit Château Ducru-Beaucaillou und Château Pichon Longueville Comtesse de Lalande. Das Handelsblatt schreibt, dass die Standard-A350-900 gar keine neue First Class erhalten wird.

Entwicklung, Verzögerungen und Design

Lee Hsin, Chief Commercial Officer der Airline, stellte die Kabine in Singapur vor und sagte, sie biete den Kunden mehr Komfort und mehr Kontrolle an Bord – ob sie arbeiten, essen, entspannen oder ruhen. Allein die Entwicklung des Business-Class-Sitzes dauerte mehr als sieben Jahre und fiel mitten in die Pandemie. Die Airline hatte geplant, den Sitz im Juni vorzustellen, doch die Zertifizierung stockte. Branchenkreisen zufolge benötigten die Aufsichtsbehörden Klarheit darüber, wie der vorgeschriebene Dreipunktgurt beim Airbus A350 am Sitz befestigt wird. Lufthansa und andere Airlines hatten mit ähnlichen Zertifizierungsproblemen zu kämpfen; Singapore Airlines wollte sich zu den Details nicht äußern.

Recaro-Chef Mark Hiller sagt, die Airline habe in der Krise starke staatliche Unterstützung erhalten und weiter in die Sitze investiert. Recaro fertigt die Business-Class-Sitze in Schwäbisch Hall. BMW Designworks, die Designeinheit des Münchner Autobauers, der sie seit den 1990er-Jahren besitzt, gab dem Sitz seine Form. Studiendirektorin Julia de Bono sagte, das Team habe sein Denken aus dem Autodesign auf die Kabine übertragen, mit dem Ziel, dem Geschäftsreisenden Kontrolle, Fokus und Zugänglichkeit zu vermitteln. Der Tisch klappt auf Knopfdruck aus, das Smartphone lädt induktiv, und der Sitz verwandelt sich hinter einer Schiebetür in ein flaches Bett.

Zeitplan und die Abhängigkeit von Boeing

Die neuen Kabinen kommen ab der zweiten Hälfte des Jahres 2027 schrittweise auf den Markt. Ihr First-Class-Debüt hängt davon ab, dass Boeing mit der Auslieferung der 777-9 beginnt, deren Auslieferung laut Wirtschafts Woche um rund sieben Jahre verzögert ist. Lufthansa dürfte die erste Airline sein, die die neue First Class betreibt, die damit mittelfristig nach Frankfurt käme. Die Business Class könnte früher auf umgerüsteten A350-900 in Frankfurt oder München eintreffen, wobei der Zeitplan ungewiss bleibt.

Branchenkontext

Brendan Sobie, unabhängiger Luftfahrtanalyst und Berater, sagte, die Wettbewerber seien am oberen Ende des Marktes schneller und aggressiver vorgegangen.

„Die Wettbewerber von Singapore Airlines waren bei den Upgrades ihrer Produkte schneller und positionierten sich am oberen Ende des Marktes aggressiver.“

Brendan Sobie

Qatar Airways wurde in sieben der vergangenen zehn Jahre von Skytrax zur besten Airline in der Business Class gekürt, vor allem wegen ihrer Qsuites mit Schiebetüren und flachen Betten. Der Umbau von Singapore soll die Führung im Luxusreisesegment zurückgewinnen.

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