Energie & Handel

Shell-Gewinn fast verdoppelt sich dank Treibstoffmargen im Iran-Krieg auf 10,8 Mrd. Dollar, Aktienrückkauf auf 5 Mrd. erhöht

Shells bereinigter Gewinn im dritten Quartal erreichte 10,81 Milliarden Dollar und lag damit über der Analystenschätzung von 10,3 Milliarden Dollar, nachdem die Raffineriemargen während des Iran-Kriegs einen Rekordwert von 42 Dollar pro Barrel erreichten.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von N-tv, NOS, NRC und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Ergebnis übertrifft Analystenprognosen

Shell meldete am Donnerstag, 29. Oktober, einen bereinigten Gewinn von 10,81 Milliarden Dollar für das dritte Quartal und lag damit über der Konsensprognose von 10,3 Milliarden Dollar. Das Ergebnis steht im Vergleich zu 5,43 Milliarden Dollar im gleichen Quartal 2025 und 9,8 Milliarden Dollar im zweiten Quartal 2026 und ist damit der zweithöchste Quartalsgewinn der Unternehmensgeschichte. Der operative Cashflow belief sich auf 21,04 Milliarden Dollar und lag deutlich über den von Analysten erwarteten 16,13 Milliarden Dollar. Der Umsatz blieb mit 92,85 Milliarden Dollar jedoch unter den erwarteten 99,53 Milliarden Dollar. Der Gewinn je Aktie betrug 1,93 Dollar gegenüber Analystenerwartungen von 1,79 Dollar. Eine Darstellung nannte einen Gewinn von 12,1 Milliarden Dollar – eine Zahl, die nicht mit dem bereinigten Wert des Unternehmens übereinstimmt.

Shells QuartalsgewinnMrd. Dollar
Q3 2025
5.43 Mrd. Dollar
Q2 2026
9.8 Mrd. Dollar
Q3 2026
10.81 Mrd. Dollar

Daten aus dem Artikeltext

Raffineriemargen und Gaspreise treiben das Ergebnis

Der Krieg im Iran, der laut einem Bericht neun Monate andauert, beschädigte Raffinerien und verknappte das Treibstoffangebot, was die Dieselpreise in die Höhe trieb. Shells Raffineriemarge – der Betrag, den das Unternehmen aus der Umwandlung eines Barrels Rohöl in Treibstoff erzielt – stieg auf einen Rekordwert von 42 Dollar, verglichen mit 24 Dollar im Vorquartal. Der Gewinn aus raffinierten Kraftstoffen erreichte 3,8 Milliarden Dollar. Die Upstream-Sparte steuerte 3,19 Milliarden Dollar bei, und der Bereich Integrated Gas, der auch den Handel mit Flüssigerdgas umfasst, trug 3,04 Milliarden Dollar bei. Die europäischen Gaspreise überschritten 100 Euro pro Megawattstunde – das Niveau der Krise von 2022. Shells Gas-to-Liquids-Anlage Pearl in Katar wurde durch eine iranische Rakete beschädigt, ihre Produktion ist gesunken, während niedrige Wasserstände im Rhein im Sommer den Betrieb der deutschen Raffinerie- und Chemieanlagen des Unternehmens beeinträchtigten.

Shells Raffineriemarge pro Barrel$ pro Barrel
Q3 2025
11.6 $ pro Barrel
Q2 2026
24 $ pro Barrel
Q3 2026
42 $ pro Barrel

Daten aus dem Artikeltext

Aktienrückkauf und Ausschüttungen an die Aktionäre

Shell kündigte an, den Aktienrückkauf für die nächsten drei Monate auf 5 Milliarden Dollar zu erhöhen, nach 3 Milliarden Dollar pro Quartal zuvor. Die Erhöhung macht eine Entscheidung vom Mai rückgängig, die Rückkäufe zu drosseln, um die Bilanz während des Iran-Kriegs zu schützen. Sie folgt auf größere Ausschüttungen an die Aktionäre bei TotalEnergies und Eni. Vorstandschef Wael Sawan sagte:

„Unsere starke Leistung erlaubt es uns, für die nächsten drei Monate ein Aktienrückkaufprogramm von 5 Mrd. Dollar anzukündigen.“

Wael Sawan, Vorstandschef von Shell

Die Dividende betrug 39,06 US-Cent je Aktie und lag damit nahe an den von Analysten erwarteten 39 Cent. Die Nettoverschuldung belief sich auf 39,73 Milliarden Dollar und lag unter den von Analysten prognostizierten 42,04 Milliarden Dollar. Shells Gewinn zwischen April und September blieb knapp unter den 20,9 Milliarden Dollar, die das Unternehmen im ersten Halbjahr 2022 erzielt hatte, nachdem Russlands umfassender Einmarsch in die Ukraine eine Energiekrise ausgelöst hatte.

Hormus, Gas und die Debatte um die Übergewinnsteuer

Die Straße von Hormus war über einen langen Zeitraum vollständig blockiert; inzwischen passieren täglich wieder Dutzende Tanker die Meerenge, allerdings weiterhin weniger als vor dem Krieg im Nahen Osten. Höhere Preise haben daher den Produzenten geholfen, während Verbraucher mehr für Treibstoff und Gas zahlen. In den Niederlanden unterstützte die Zweite Kammer im Frühjahr einen Antrag von Pro und D66, der eine zusätzliche Abgabe auf die hohen Gewinne von Öl- und Gasunternehmen fordert. Eine solche Steuer auf Shell anzuwenden ist schwierig, weil das Unternehmen nicht mehr niederländisch ist, weshalb Optionen auf europäischer Ebene geprüft werden.

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