Gesundheit & Bildung · Vitoria-Gasteiz, Algete und Lyon

Shamonda-Virus auf Milchviehbetrieb in Gipuzkoa bestätigt – Frankreich meldet ersten menschlichen Fall

Die spanischen Behörden haben am Montag, 26. Oktober, das Shamonda-Virus auf einem Milchviehbetrieb in Gipuzkoa bestätigt – vier Tage, nachdem Frankreich die erste dokumentierte Infektion beim Menschen gemeldet hatte. Die baskische Regierung erklärt, die Tiere seien stabil, das Risiko für die Allgemeinbevölkerung sei sehr gering.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von El Confidencial, europa press, Xataka und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Vitoria-Gasteiz, Algete, Lyon · Spanien, Frankreich
Wie es dazu kam
  1. Anfang Oktober 2026Immungeschwächter Patient in Lyon stirbt; Ermittler prüfen, ob das Virus dazu beigetragen hat
  2. 22.10.Frankreich meldet die erste dokumentierte Infektion eines Menschen mit dem Virus
  3. 26.10.Milchviehbetrieb in Gipuzkoa bestätigt; die baskische Regierung gibt eine beruhigende Erklärung ab

Ein Milchviehbestand in Gipuzkoa

Die spanischen Behörden haben das Shamonda-Virus auf einem Milchviehbetrieb in Gipuzkoa bestätigt, einer Provinz im Baskenland im Norden Spaniens. Das Ministerium für Ernährung, ländliche Entwicklung, Landwirtschaft und Fischerei der baskischen Regierung teilte am Montag, 26. Oktober, mit, das Zentrale Veterinärlabor in Algete bei Madrid habe die Bestätigung erbracht. Die erkrankten Tiere werden als klinisch stabil beschrieben, der Betrieb steht weiterhin unter tierärztlicher Beobachtung. Der Provinzrat von Gipuzkoa, der die Überwachung durchführte, bei der der Fall entdeckt wurde, erklärte, es handele sich um den ersten im Territorium festgestellten Fall und bislang seien weder auf diesem Betrieb noch anderswo neue Fälle nachgewiesen worden.

Was die Krankheit bewirkt

Shamonda befällt vor allem Rinder und wird durch Culicoides-Gnitzen übertragen. Bei ausgewachsenen Tieren verursacht es in der Regel eine milde, kurz andauernde Erkrankung mit Fieber, Durchfall und einem vorübergehenden Rückgang der Milchleistung; trächtige Tiere bedürfen wegen möglicher Auswirkungen auf die Fortpflanzung besonderer Aufmerksamkeit. Das Virus wurde Mitte der 1960er-Jahre erstmals in Nigeria identifiziert und war zuvor sporadisch in Teilen Afrikas und in Japan nachgewiesen worden. Der Rat von Gipuzkoa erklärte, das Virus habe im Sommer 2026 Mitteleuropa erreicht, wo eine Variante namens Shamonda-Europa identifiziert worden sei. Seit Sommer 2026 wurde die Krankheit in 13 europäischen Ländern nachgewiesen. In Spanien gibt es bestätigte Fälle auf Rinderbetrieben in Córdoba, Kantabrien, Toledo, Ávila, Madrid und Girona, die durch passive Überwachung gefunden wurden.

Die erste Infektion beim Menschen

Am 22. Oktober meldete Frankreich die erste dokumentierte Infektion eines Menschen mit dem Virus. Die Person war schwer immungeschwächt, wurde wegen einer schweren Erkrankung in den Hospices Civils de Lyon behandelt und starb Anfang Oktober. Die französischen Behörden untersuchen, ob das Virus den Tod verursacht oder dazu beigetragen hat; ein eindeutiger ursächlicher Zusammenhang ist bislang nicht belegt. Der Fall wurde der Weltgesundheitsorganisation und dem Europäischen Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten gemeldet. Wie es zu der Infektion kam, ist unter Forschenden noch nicht geklärt. LaSexta zufolge gilt ein Insektenstich als Arbeitshypothese, während Xataka berichtet, einige Ermittler vermuteten eine Transfusion.

Offizielle Risikobewertung

Die baskische Regierung bezeichnete das Risiko für die Allgemeinbevölkerung als sehr gering und erklärte, es gebe keine Hinweise auf eine Übertragung über Fleisch, Milch oder Milchprodukte. Der Rat von Gipuzkoa teilte mit, das Virus gelte nicht als Zoonose, gehe also nicht von Tieren auf Menschen über. Die französischen Gesundheitsbehörden berichten bislang von keiner Übertragung von Mensch zu Mensch und von keinem Gesundheitsrisiko für die Allgemeinbevölkerung. Die baskische Landwirtschaftsministerin Amaia Barredo betonte, die Reaktion setze nicht auf Keulung.

„Das Shamonda-Virus steht nicht auf der Liste der Krankheiten der Europäischen Union, und seine Feststellung bedeutet im Allgemeinen nicht, dass Tiere getötet oder umfassende Verbringungsbeschränkungen verhängt werden.“

Amaia Barredo

Die Reaktion stützt sich auf Überwachung, klinische Betreuung der betroffenen Tiere, Biosicherheit und die Bekämpfung der Überträgerinsekten. Die Betriebe wurden aufgefordert, die Tiere täglich zu kontrollieren, jeden Verdacht unverzüglich zu melden und die Reinigung und Desinfektion von Räumlichkeiten, Fahrzeugen und Transportmitteln zu verstärken.

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