
Salmonellen-Ausbruch im Zusammenhang mit spanischen Eiern: 272 Fälle in sechs Ländern, zwei Todesfälle
ECDC und EFSA melden 272 Fälle von Salmonella Enteritidis in sechs Ländern, 25 Menschen wurden hospitalisiert, zwei starben. Die spanische RASFF-Warnung betrifft mindestens 13 Erkrankte, die betroffenen Eier wurden vom Markt genommen.
Was die EU-Bewertung ergab
Das Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) und die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) haben eine gemeinsame Bewertung eines großen Salmonellen-Ausbruchs veröffentlicht, bei dem im vergangenen Jahr in sechs Ländern 272 bestätigte Fälle identifiziert wurden, die mit in Spanien produzierten Eiern in Verbindung stehen. Von den 80 Fällen mit bekanntem Ausgang wurden 25 Menschen hospitalisiert, zwei starben, einer in Frankreich und einer in Spanien. Die Genomsequenzierung zeigte, dass alle Fälle durch denselben Stamm verursacht wurden, Salmonella enterica Serotyp Enteritidis ST11. Frankreich hat 216 Fälle bestätigt, Spanien 22, die Niederlande und das Vereinigte Königreich je 12, Norwegen sieben und Dänemark drei.
- Frankreich
- 216 Fälle
- Spanien
- 22 Fälle
- Niederlande
- 12 Fälle
- Vereinigtes Königreich
- 12 Fälle
- Norwegen
- 7 Fälle
- Dänemark
- 3 Fälle
Wie die Untersuchung verlief
Die Untersuchung begann im September in Frankreich, als die Gesundheitsbehörden einen Anstieg der Salmonellose-Fälle feststellten, heißt es in der gemeinsamen Bewertung. Weitere Länder meldeten daraufhin mehr Fälle von Salmonella Enteritidis ST11, mehrere davon im Zusammenhang mit Reisen nach Spanien und Frankreich. Die große Mehrheit der Fälle trat in den heißesten Monaten des Jahres auf, ein saisonales Muster, das typisch für Salmonella im Zusammenhang mit Umgebungstemperaturen ist. Die Rückverfolgung der Lebensmittel identifizierte dann drei Betriebe, in denen der Stamm isoliert wurde, und die Untersuchung führte zu spanischen Produzenten.
- Die Niederlande entdecken einen Ausbruch desselben Stamms, von dem fast 1.000 Menschen in etwa zehn Ländern betroffen sind
- Frankreich stellt einen Anstieg der Salmonellose-Fälle fest und die Untersuchung beginnt
- Bei einer Probenahme wird Salmonella Enteritidis in 25 Gramm des Produkts nachgewiesen, wo der Grenzwert ihre Abwesenheit vorschreibt
- Die RASFF-Warnung wird registriert, mindestens 13 Menschen in Spanien sind erkrankt
- Die Presse berichtet über die gemeinsame Bewertung von ECDC und EFSA mit 272 Fällen in sechs Ländern
Die spanische RASFF-Warnung
Die spanischen Behörden meldeten den Vorfall an das EU-Schnellwarnsystem für Lebens- und Futtermittel (RASFF), die Warnung mit der Nummer 2026.8921 wurde am 8. Oktober registriert. Die Meldung betrifft mindestens 13 Menschen, die nach dem Verzehr von Eiern spanischer Herkunft an Salmonella Enteritidis erkrankten, und stuft den Vorfall als „ernst“ ein, was El Mundo als die höchste der vier Stufen des Systems bezeichnet. Bei einer Probenahme am 23. September wurden die Bakterien in 25 Gramm des Produkts nachgewiesen, wo der Grenzwert ihre Abwesenheit vorschreibt. Die Behörden haben die betroffenen Frischeier vom Markt genommen, die Charge wurde auch in Portugal und anderen EU-Ländern vertrieben. Die Quellen nennen weder die Marke noch die Chargennummer, das Mindesthaltbarkeitsdatum oder alle Verkaufsstellen der Eier, und keine erklärt, wie die 13 Personen dieser Warnung mit den 22 spanischen Fällen der gemeinsamen Bewertung zusammenhängen.
Symptome und Vorsichtsmaßnahmen
Salmonellen verursachen in der Regel Durchfall, Fieber, Bauchschmerzen, Übelkeit und Erbrechen, wobei die Symptome laut La Razón zwischen sechs und 72 Stunden nach der Infektion auftreten. Die meisten gesunden Menschen erholen sich innerhalb weniger Tage, doch bei kleinen Kindern, älteren Menschen und Menschen mit geschwächtem Immunsystem sind Komplikationen wahrscheinlicher. 20 minutos ergänzt, dass die Symptome in der Regel zwei bis sieben Tage andauern, wobei der Durchfall bis zu zwei Wochen anhalten kann. AESAN zählt rohe oder unzureichend gegarte Eier, rohes oder unzureichend gegartes Geflügelfleisch und Milchprodukte, die nicht zur Entfernung der Bakterien behandelt wurden, zu den empfindlichsten Lebensmitteln. Zu den empfohlenen Vorsichtsmaßnahmen gehören das gründliche Garen von Eiern, die richtige Lagerung, Händewaschen nach dem Umgang mit rohen Lebensmitteln und die Trennung roher Lebensmittel von verzehrfertigen Lebensmitteln.
Ein früherer Ausbruch mit demselben Stamm
ECDC und EFSA bringen den Stamm mikrobiologisch mit einem 2019 von den Niederlanden entdeckten Ausbruch in Verbindung, von dem fast tausend Menschen in etwa zehn Ländern betroffen waren. Die Ermittler jenes Falls verwiesen auf einen spanischen Legehennenbetrieb, bestätigten jedoch keinen epidemiologischen Zusammenhang. Die beiden Behörden gaben ihre Warnung heraus, weil derselbe Stamm in beiden Ausbrüchen auftritt und ihre Untersuchungen zeigen, dass sich der Stamm über europäische Länder „ausbreitet“. Die Quellen sagen nicht, wie der Ausbruch über die Rücknahme der betroffenen Eier hinaus eingedämmt werden soll.

