Klima · Genf und Antalya

WHO: Sechs Klima- und Gesundheitsmaßnahmen könnten jährlich 1,6 Millionen Leben retten

Der am Mittwoch, 4. November, veröffentlichte WHO-Bericht beziffert erstmals den gesundheitlichen und wirtschaftlichen Nutzen von Hitzewarnungen, saubererem Wasser, saubereren Brennstoffen und der Bepreisung fossiler Brennstoffe – wenige Tage vor der COP31.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von BFMTV, Rai news, Der Tagesspiegel und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Genf, Antalya · Schweiz, Türkei

Sechs Maßnahmen und ihr gesundheitlicher Nutzen

Die Weltgesundheitsorganisation hat am Mittwoch, 4. November, einen neuen Bericht veröffentlicht, dem zufolge sechs Maßnahmen weltweit jährlich etwa 1,56 Millionen Todesfälle verhindern könnten. Dieselbe Zahl erscheint auch als 1,6 Millionen. Das Paket umfasst Frühwarnsysteme für hitzebedingte Gesundheitsrisiken, klimaresistente Trinkwasserversorgung, grundlegende Sanitärversorgung, Handhygiene, sauberere Brennstoffe zum Kochen und Heizen sowie eine effiziente Bepreisung fossiler Brennstoffe. Die WHO veröffentlichte die Studie wenige Tage vor der COP31, dem UN-Klimagipfel, der am 9. November in Antalya in der Türkei beginnt. Die Organisation spricht bei den Gewinnen von einer dreifachen Dividende: gesündere Menschen, geringere Emissionen und stärkere Volkswirtschaften.

Emissionen und wirtschaftliche Gewinne

Der Bericht schätzt, dass die sechs Maßnahmen zusammen jährlich 16,7 Milliarden Tonnen CO2-Äquivalent vermeiden könnten, was 31 % der jährlichen Treibhausgasemissionen ohne Landnutzung und Forstwirtschaft entspricht. Die Gewinne beim wirtschaftlichen Wohlergehen, die den Wert geretteter Leben, vermiedener Katastrophen und geringerer Pflegekosten erfassen, werden auf etwa 3,9 Billionen Dollar pro Jahr beziffert. Regierungen könnten zudem jährlich bis zu 5,44 Billionen Dollar an zusätzlichen Steuereinnahmen gewinnen. Die Projektionen umfassen 187 Länder im Zeitraum 2024 bis 2075. Die Bepreisung fossiler Brennstoffe trägt das größte Gewicht: Für sich genommen würde sie jährlich 1,2 Millionen der vermiedenen Todesfälle und 98 % der vermiedenen Emissionen ausmachen. Bei fünf der sechs Maßnahmen schätzt die WHO, dass jeder investierte Dollar etwa 24 Dollar an Nutzen bringt. Hitzewarnsysteme haben das beste Verhältnis von allen: In einer Rechnung werden 836 Dollar je investiertem Dollar angegeben, in einer anderen 835.

Geschätzter jährlicher Nutzen der sechs Maßnahmen laut WHOBillionen USD
Wirtschaftlicher Wohlfahrtsgewinn
3.9 Billionen USD
Zusätzliche Steuereinnahmen
5.44 Billionen USD

Daten aus dem Artikeltext

Kosten und Investitionen

Die Berechnungen der WHO beziffern den Netto-Wirtschaftsgewinn aus Investitionen in Hitzewarnsysteme, Wasserinfrastruktur und den Abschied von ungesunden Holz- und Kohleöfen auf etwa 844 Milliarden Dollar pro Jahr. Die geschätzten jährlichen Kosten dieser Maßnahmen liegen bei 35 Milliarden Dollar. Die Abschaffung von Subventionen für fossile Brennstoffe und eine angemessene Besteuerung von Öl, Gas und Kohle würden denselben Berechnungen zufolge jährlich 5,44 Billionen Dollar (4,86 Billionen Euro) in die Staatshaushalte bringen. Eine Besteuerung kohlenstoffintensiver Energie würde durch geringere Gesundheits- und Umweltschäden weitere drei Billionen Dollar an positiven Effekten hinzufügen.

Wie die Maßnahmen vor Ort wirken

Frank Pega, der WHO-Vertreter, der den Bericht vorstellte, sagte, die grundlegende Sanitärversorgung sei Klimagefahren stark ausgesetzt, und verwies auf steigende Risiken durch Überschwemmungen, Stürme und Dürren. Eine Stärkung dieser Infrastruktur könne Krankheiten wie Durchfall und Lungenentzündung verringern, sagte er. Er bezeichnete die Investition als eine der größten Gesundheitschancen des 21. Jahrhunderts, mit Erträgen, die kaum eine andere Initiative erreiche. Der Bericht beschreibt Hitzewarnsysteme als Mittel, gefährliche Temperaturen vorherzusehen und wirksame Vorsorge für gefährdete Gruppen und Beschäftigte im Freien auszulösen. Saubere Energie im Haushalt soll die Luftverschmutzung in Innenräumen und die damit verbundenen Gesundheitsprobleme verringern. Die Bepreisung fossiler Brennstoffe würde den Abbau von Subventionen für Öl, Gas und Kohle sowie Steuern umfassen, die deren Verbrauch besser widerspiegeln. Tedros Adhanom Ghebreyesus sagte, die Klimakrise sei eine Gesundheitskrise, und ein Großteil der verursachten Schäden lasse sich mit bereits verfügbaren Instrumenten vermeiden.

Nächste Schritte

Die COP31 beginnt am 9. November in Antalya, und die Regierungen werden dort voraussichtlich ihre Klimazusagen vorlegen. Tedros forderte, dem Gesundheitsschutz einen zentralen Platz in den Verhandlungen einzuräumen. Der WHO zufolge wären die Vorteile in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen am größten, was nach ihrer Argumentation helfen würde, gesundheitliche und wirtschaftliche Ungleichheiten zu verringern. Die Zahlen sind Projektionen der Organisation und keine gemessenen Ergebnisse.

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