Bund der Steuerzahler stellt Schwarzbuch 2026/2027 mit 100 Fällen verschwendeter öffentlicher Gelder vor
Der Bund der Steuerzahler stellt am Donnerstag um 11:00 Uhr in Berlin, Mainz und Wiesbaden sein Schwarzbuch 2026/2027 vor und dokumentiert darin 100 Fälle sorglosen Umgangs mit öffentlichen Geldern in ganz Deutschland.
Vorstellung des Schwarzbuchs 2026/2027
Der Bund der Steuerzahler stellt am Donnerstag, 1. Oktober 2026, seinen neuen Jahresbericht über die öffentlichen Ausgaben vor, das Schwarzbuch 2026/2027. Die offizielle Präsentation ist für 11:00 Uhr angesetzt, Veranstaltungen finden in Berlin und Mainz statt. In der neuen Ausgabe trägt der Verband 100 neue Fälle aus ganz Deutschland zusammen, in denen öffentliche Stellen sorglos mit Steuergeld umgingen. Die Publikation untersucht die Finanzgebarung auf allen Ebenen des deutschen Staates, einschließlich der Bundesverwaltung, der Landesregierungen und der Kommunen. Mit der Auflistung will der Verband auf das aus seiner Sicht anhaltende Verschwenden von Steuergeldern aufmerksam machen.
Zentrale Kritikpunkte bei öffentlichen Ausgaben
Die 100 im Band 2026/2027 dokumentierten Fälle lassen sich mehreren konkreten Kategorien von Ausgaben zuordnen, die der Verband kritisiert. Ein Schwerpunkt sind öffentliche Bauprojekte, deren Gesamtkosten deutlich über die ursprünglichen Prognosen stiegen und die damit zu explodierenden Kosten für die öffentlichen Haushalte führten. Das Dokument richtet den Blick zudem auf neu fertiggestellte Infrastruktur, die mit öffentlichen Mitteln finanziert wurde, derzeit aber kaum oder gar nicht genutzt wird. Darüber hinaus listet der Bericht diverse administrative Kuriositäten und bizarre Ausgaben auf, bei denen öffentliche Stellen Geld für ungewöhnliche Projekte bewilligten. Anhand dieser konkreten Beispiele beschreibt der Verband eine systemische Sorglosigkeit bei Planung und Umsetzung öffentlicher Vorhaben.
- Der BdSt veröffentlicht das vorherige Schwarzbuch mit Ausgaben für eine Sauna, ein Museumsausstellungsstück und eine Parkbank
- Der BdSt stellt das Schwarzbuch 2026/2027 mit 100 neuen Fällen in Berlin, Mainz und Wiesbaden vor
Regionale Vorstellungen in Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland
Parallel zur bundesweiten Veröffentlichung stellen regionale Gliederungen des Steuerzahlerbundes am Donnerstagmorgen um 11:00 Uhr ihre lokalen Ergebnisse vor. In Hessen präsentiert der Vorsitzende des BdSt Hessen, Joachim Papendick, die spezifischen Fälle des Landes auf einer Pressekonferenz in Wiesbaden. Die bundesweite Zusammenstellung enthält auch einzelne Fälle aus Rheinland-Pfalz sowie aus dem benachbarten Saarland. Diese regionalen Präsentationen ermöglichen eine lokale Prüfung, wie einzelne Landesministerien, Stadtparlamente und Kommunalverwaltungen in ihren Zuständigkeitsbereichen öffentliche Mittel eingesetzt haben.
Erklärte Ziele und Präzedenzfall der Vorjahresausgabe
Mit der Veröffentlichung des jährlichen Schwarzbuchs verfolgt der Bund der Steuerzahler nach eigenen Angaben das Ziel, Landesregierungen und Kommunen zu einem wirksameren Einsatz von Steuergeld zu drängen. Die Organisation nutzt die öffentliche Vorstellung, um dem sorglosen Umgang mit öffentlichen Geldern entgegenzutreten und die Behörden zu fiskalischer Disziplin zu mahnen. Die Ausgabe 2026/2027 folgt auf das vorherige Schwarzbuch 2025/2026, das öffentliche Ausgaben unter anderem für eine Sauna, ein Museumsausstellungsstück und eine Parkbank kritisierte. Mit den 100 neuen Fällen, die am Donnerstag in ganz Deutschland vorgestellt werden, setzt der Verband seine jährliche Dokumentation der öffentlichen Finanzgebarung fort.
