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Kurz gefasst

  • Die Kosten einschließlich Miete betrugen im Juli, August und September 2026 jeweils 3,5, 3,4 und 3,3 Milliarden Euro, gegenüber 3,5, 3,5 und 3,4 Milliarden Euro in den gleichen Monaten des Jahres 2025.

  • Friedrich Merz sagte in einer Fernsehdebatte mit Olaf Scholz, sechs Milliarden Euro ließen sich ohne Weiteres beim Bürgergeld einsparen, und spricht seitdem weiterhin von Milliarden.

  • Andreas Peichl vom Ifo-Institut sagte, mindestens eine Million Langzeitarbeitslose bräuchten Jobs, um die Ausgaben spürbar zu senken, und kein Sanktionsregime könne das erreichen.

  • Die Ausgaben sind seit einiger Zeit rückläufig, weil mehr ukrainische Geflüchtete arbeiten und weniger neue Geflüchtete ankommen; Jobverluste in der Industrie könnten die Kosten später jedoch wieder erhöhen.

Berlin
Berlin · Deutschland

Die Ausgaben sind nicht gesunken

Die neue Grundsicherung, die im Juli 2026 das Bürgergeld ablöste und schärfere Sanktionen mit sich bringt, hat die Bundeskosten bislang nicht reduziert. Am Donnerstag, 22. Oktober, berichtete die Süddeutsche Zeitung über eine Auswertung der Monatsberichte des Bundesfinanzministeriums, der zufolge die Kosten einschließlich Miete von Juli bis September auf dem Niveau der gleichen Monate des Jahres 2025 blieben. Die monatlichen Ausgaben lagen zwischen 3,3 und 3,5 Milliarden Euro, gegenüber 3,4 bis 3,5 Milliarden Euro in den Vorjahresmonaten. Die Wirtschafts Woche, die dieselben Zahlen prüfte, meldete, August und September seien 100 Millionen Euro niedriger ausgefallen als 2025, während der Juli keinen Unterschied zeigte.

Ausgaben für die Grundsicherung inkl. Miete, 2026Mrd. Euro
2026-073,5
2026-083,4
2026-093,3
2026-07
3.5 Mrd. Euro
2026-08
3.4 Mrd. Euro
2026-09
3.3 Mrd. Euro

Daten aus dem Artikeltext

Ausgaben für die Grundsicherung inkl. Miete, gleiche Monate 2025Mrd. Euro
2025-073,5
2025-083,5
2025-093,4
2025-07
3.5 Mrd. Euro
2025-08
3.5 Mrd. Euro
2025-09
3.4 Mrd. Euro

Daten aus dem Artikeltext

Das Versprechen von Milliarden

Vor der Bundestagswahl 2025 versprachen die Unionsparteien CDU und CSU, eine Reform des Bürgergelds werde Milliarden sparen. Die Wirtschafts Woche erinnerte daran, dass Friedrich Merz, damals CDU-Chef und Spitzenkandidat, in einer Fernsehdebatte mit dem damaligen Kanzler Olaf Scholz (SPD) sagte, sechs Milliarden Euro ließen sich ohne Weiteres beim Bürgergeld einsparen. Nach seiner Wahl wiederholte Merz diese genaue Summe nicht, doch spricht er als Kanzler weiterhin von Milliarden Euro. Ein Leser im Onlineforum von Focus erinnerte daran, dass der von Merz in Interviews vor der Wahl genannte Betrag mit jedem Auftritt kleiner wurde.

Warum Experten nicht überrascht waren

Andreas Peichl vom Ifo-Institut sagte der Süddeutschen Zeitung, das Versprechen habe Erwartungen geweckt, die die Reform nicht erfüllen könne.

„Das Versprechen hat Erwartungen geweckt, die die Reform nicht erfüllen konnte.“

Andreas Peichl

Peichl sagte, um die Ausgaben spürbar zu senken, müssten mindestens eine Million Langzeitarbeitslose eine Stelle aufnehmen, und kein Sanktionsregime könne das erreichen. Die meisten Leistungsbezieher seien nicht arbeitslos, sondern Kinder, Aufstocker mit niedrigem Lohn, Alleinerziehende oder Teilnehmer an arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen wie Qualifizierungen. Die Wirtschafts Woche argumentierte, das Gesetz könne nie schnell wirken, weil Druck allein nicht genügend Bezieher in Arbeit bringe ohne einen stabilen, wachsenden Arbeitsmarkt, der sich bislang nicht eingestellt habe. Viele Bezieher hätten zudem eine Sucht- oder eine körperliche Erkrankung oder keine abgeschlossene Berufsausbildung.

„Am Ende beschädigt es die Glaubwürdigkeit von Sozialreformen insgesamt.“

Andreas Peichl

Was sich ändert und was die Kosten treibt

Die Ausgaben sind seit einiger Zeit unabhängig von der Reform leicht zurückgegangen, weil mehr ukrainische Geflüchtete arbeiten und weniger neue Geflüchtete ankommen. Experten warnen, dass Jobverluste in der Industrie diese Kosten später wieder nach oben treiben könnten. Laut Focus können Pflichtverletzungen seit Juli unmittelbar durch Kürzung des Regelbedarfs geahndet werden. Das Gesetz änderte zudem die Regeln zu Vermögen, Wohnkosten und Zusammenarbeit mit den Jobcentern, sodass die Reform weit über eine Umbenennung des Bürgergelds hinausgeht.

Reaktionen der Leser

Die meisten Leser im Onlineforum von Focus kritisieren CDU und CSU für ein gebrochenes Wahlversprechen. Ein Viertel der Leser hält die Änderungen für nicht weitreichend genug und fordert Begrenzungen der Bezugsdauer, der Wohnkosten, der Sanktionen oder arbeitsmarktpolitischer Maßnahmen. Einige Leser warnten jedoch davor, schon nach wenigen Monaten ein abschließendes Urteil zu fällen.

Weiter in der heutigen Ausgabe

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Quellen und Kontext

  • N-tvvor 4 Std.Der Tag: Bericht: Bürgergeld-Reform spart bisher kein Geld
  • Wirtschafts Wochevor 5 Std.Bürgergeldreform: Friedrich Merz hat mit der Grundsicherung falsche Erwartungen geweckt
  • Focusvor 8 Std.Milliarden-Einsparungen "waren von Anfang an unrealistisch" - Leser über die Grundsicherung
  • Der Tagesspiegelvor 9 Std."Schadet der Glaubwürdigkeit von Sozialreformen": Bürgergeld-Reform entlastet Haushalt offenbar überhaupt nicht
Friedrich Merz
Bundeskanzler, der als CDU-Chef und Spitzenkandidat Milliarden-Einsparungen durch die Bürgergeldreform versprach
Olaf Scholz
Ehemaliger Bundeskanzler (SPD), der im Wahlkampf 2025 im Fernsehen mit Merz debattierte

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Veröffentlicht heute um 17:40.

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Von KI aus den Berichten der genannten Medien erstellter Text, automatisch geprüft, ohne menschliche Redaktion. So entsteht Pollar

In diesem Text

  1. 1Die Ausgaben sind nicht gesunkenDie Ausgaben sind nicht gesunken
  2. 2Das Versprechen von MilliardenDas Versprechen von Milliarden
  3. 3Warum Experten nicht überrascht warenWarum Experten nicht überrascht waren
  4. 4Was sich ändert und was die Kosten treibtWas sich ändert und was die Kosten treibt
  5. 5Reaktionen der LeserReaktionen der Leser

Auf Grundlage von Berichten von

N-tv, Wirtschafts Woche, Focus, Der Tagesspiegel, Süddeutsche Zeitung

Liste der Quellen

Regierung · Berlin

Deutschlands neue Grundsicherung senkt die Bundesausgaben seit Juli nicht

Die Bundesausgaben für die neue Grundsicherung lagen von Juli bis September auf dem Niveau der gleichen Monate des Jahres 2025 – das ergibt eine Auswertung von Berichten des Finanzministeriums. Bundeskanzler Friedrich Merz hatte Einsparungen in Milliardenhöhe durch die Reform versprochen.

Berlin

Fragen zu diesem Text

KI-Text auf Grundlage von Berichten von N-tv, Wirtschafts Woche, Focus und weiteren Medien. Veröffentlicht heute um 17:40.

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Welchen Betrag nannte Friedrich Merz als Einsparpotenzial beim Bürgergeld?
Warum glaubt Andreas Peichl, dass die Reform die Ausgaben nicht senken kann?
So entsteht er