
Schießerei an philippinischer Highschool fordert sechs Tote und 17 Verletzte
Ein 16-jähriger Schüler eröffnete am Freitag an der Banga National High School in South Cotabato das Feuer, tötete mindestens sechs Mitschüler und verletzte 17, bevor er am Tatort starb. Die Gemeinde verhängte daraufhin eine Schulschließung für alle Bildungseinrichtungen.
Schüsse an der Banga National High School
Die Rettungsdienste wurden am Freitag, dem 18. September 2026, um etwa 13:30 Uhr Ortszeit (05:30 GMT) über einen aktiven Schusswaffenvorfall an der Banga National High School in der Provinz South Cotabato informiert. Die Schießerei ereignete sich auf der Insel Mindanao während des Nachmittagsunterrichts und löste Evakuierungen auf dem gesamten Campus aus. Der Bürgermeister der Gemeinde Banga, Albert Palencia, erklärte, dass es sich bei dem mutmaßlichen Täter um einen 16-jährigen Schüler handele, der am Tatort durch eine selbst zugefügte Schusswunde ums Leben kam. Die Opfer der Schießerei waren zwischen 14 und 17 Jahre alt; örtliche Krankenhäuser nahmen zahlreiche Patienten mit schweren Schusswunden auf. Bestätigtes Videomaterial vom Campus zeigte Einsatzkräfte, die verletzte Jugendliche von den Schulgebäuden wegbrachten, während Polizeieinheiten einen Sicherheitskordon errichteten, um die Einrichtung zu durchsuchen.
Unterschiedliche Opferzahlen
Regionale Behörden und zentrale Stellen veröffentlichten im Laufe des Freitags abweichende Opferzahlen, während die Einsatzkräfte den Tatort bearbeiteten. Das Ministerium für Sozialhilfe und Entwicklung (DSWD) meldete mindestens sechs getötete und 17 verletzte Schüler, mehrere Opfer befänden sich in kritischem Zustand. Frühere Aussagen lokaler Führungskräfte nannten niedrigere vorläufige Zahlen, während die Rettungsarbeiten noch im Gange waren. Der Gouverneur von South Cotabato, Reynaldo Tamayo, berichtete zunächst von einem bestätigten Todesfall und vier Krankenhauseinweisungen. Der Katastrophenschutzbeauftragte der Provinz, Rolly Doane Aquino, listete später drei Tote und sechs hospitalisierte Opfer auf, während Bürgermeister Palencia drei Tote und acht Verletzte meldete, darunter vier Personen in kritischem Zustand.
Notfallmaßnahmen und Schulschließungen
Als Reaktion auf die Gewalt setzte das Büro für Katastrophenrisikomanagement und -minderung der Gemeinde Banga den Unterricht auf allen Bildungsstufen in der gesamten Gemeinde aus. Das Philippinische Rote Kreuz entsandte medizinische Notfallteams auf den Campus, um dringende Versorgung zu leisten und den Transport zu organisieren. Sozialarbeiter des DSWD wurden direkt in die Gemeinde geschickt, um psychologische Erste Hilfe und psychische Unterstützung für Schüler, Lehrkräfte und Angehörige der Opfer zu leisten. Das Bildungsministerium bestätigte, dass es gemeinsam mit der philippinischen Nationalpolizei und den lokalen Regierungseinheiten daran arbeite, den Ablauf der Ereignisse zu klären.
Die Bildungsbehörde wandte sich in einer offiziellen Stellungnahme an die Schulgemeinschaft:
Unsere oberste Priorität ist die Sicherheit und das Wohlergehen der Lernenden, Lehrkräfte und des Schulpersonals.
Die Behörden appellierten zudem an die Öffentlichkeit, keine unbestätigten Aufnahmen oder unbelegten Behauptungen online zu teilen, während die Ermittler versuchen, ein Motiv zu ermitteln.
Vorherige Schulgewalt im Jahr 2026
Der Vorfall in South Cotabato ist der dritte tödliche Schusswaffenangriff an einer Bildungseinrichtung auf den Philippinen seit Juni 2026. Im Juni kamen bei einem Angriff an einer Highschool drei Schüler ums Leben und etwa 20 wurden verletzt, nachdem zwei Verdächtige im Alter von 14 und 15 Jahren aus Rache wegen Mobbings das Feuer eröffnet haben sollen. Am 18. August 2026 ereignete sich eine weitere Schießerei auf dem Campus der Ateneo de Zamboanga University in der südlichen Region, bei der zwei Menschen starben, darunter der Angreifer. Schusswaffenbesitz ist auf dem Archipel weit verbreitet, aber Schießereien in Bildungseinrichtungen sind vergleichsweise selten geblieben. Die Polizeiermittler in Banga haben noch kein Motiv ermittelt und auch nicht bestätigt, ob weitere Verdächtige den 16-jährigen Täter unterstützt haben.
- Drei Schüler getötet und etwa 20 verletzt bei Schießerei an einer Highschool
- Zwei Tote, darunter der Schütze, an der Ateneo de Zamboanga University
- Schießerei an der Banga National High School fordert mindestens sechs Tote und 17 Verletzte


