Sicherheit · Rom
Schüler einer Mittelschule in Rom sticht während Live-Stream auf Lehrerin ein – Polizei ermittelt gegen Online-Anstifter
Ein 13-jähriger Schüler griff am Freitag die Lehrerin Isabella Marsilio an einer Mittelschule in Rom mit Pfefferspray und Messern an, während er den Angriff an Kontakte live streamte. Dies löste eine polizeiliche Untersuchung von Online-Chatgruppen aus.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Corriere della Sera, Open, Il Messaggero und weiteren Medien. Geändert . So entsteht er
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Kurz gefasst
Ein 13-jähriger Schüler griff am Freitag die 66-jährige Geisteswissenschaftslehrerin Isabella Marsilio an der Giovanni-Verga-Schule in Centocelle mit Pfefferspray und einem Tauchmesser an.
Ein 2012 geborener Mitschüler aus der Demokratischen Republik Kongo griff körperlich ein, um den Angriff zu stoppen, bevor Rettungskräfte eintrafen.
Der Angreifer übertrug den Angriff an fünf Zuschauer auf Telegram und betrieb ein TikTok-Profil mit über 4.300 Followern, das frühere Schulangreifer feierte.
Aufgrund der italienischen Strafunmündigkeit für Verdächtige unter 14 Jahren wurde der Junge in das Policlinico Umberto I eingewiesen, während das Jugendgericht Rom ein zivilrechtliches Ermittlungsverfahren zur Umerziehung eröffnete.
- FreitagmorgenLehrerin Isabella Marsilio wird an der Giovanni-Verga-Schule mit Pfefferspray besprüht und mit einem Messer angegriffen, bevor ein Mitschüler den Angriff stoppt.
- FreitagabendCarabinieri überführen den 13-jährigen Verdächtigen zur psychiatrischen Begutachtung in das Policlinico Umberto I.
- SamstagCarabinieri erstellen forensische digitale Kopien der Mobilgeräte des Jungen und seiner Mutter, um mögliche Online-Anstifter aufzuspüren.
Der morgendliche Angriff an der Giovanni-Verga-Schule
Am Freitagmorgen griff ein 13-jähriger Schüler die 66-jährige Geisteswissenschaftslehrerin Isabella Marsilio an der Giovanni-Verga-Mittelschule im römischen Stadtteil Centocelle an. Der Junge betrat das Schulgelände mit einem militärgrünen Helm, an dem eine Handyhalterung angebracht war, einer Schutzbrille für Softair und Handschuhen. Er trug Tauchmesser und Pfefferspray bei sich, die er über eine Softair-Ausrüstungs-Website mit der Kreditkarte seiner Mutter gekauft hatte. Nachdem er den Korridor durchquert hatte, sprühte er Marsilio ins Gesicht und schlug mit einer Klinge auf sie ein. Ein anderer Schüler der dritten Klasse, der aus der Demokratischen Republik Kongo nach Italien gekommen war, griff körperlich ein, um den Angriff zu stoppen. Rettungskräfte behandelten Marsilio vor Ort wegen nicht lebensbedrohlicher Verletzungen und schwerem Schock.
Ermittlungen wegen Online-Anstiftung
Carabinieri der Einheit Casilina und Beamte der Postpolizei begannen mit forensischen Untersuchungen des Mobiltelefons des Jungen, seines Computers und der digitalen Geräte seiner Mutter. Die Ermittler stellten fest, dass der Schüler versuchte, den Angriff live über Telegram an fünf aktive Zuschauer zu übertragen. Bevor er die Schule betrat, veröffentlichte der Junge Bilder seiner Vorbereitungen, darunter ein weißes Hemd mit den Buchstaben TMD, einem Akronym für Total Muslim Death. Am Freitagmorgen um 09:14 Uhr schickte er eine Nachricht, in der er Gruppenkontakte aufforderte, später die Fernsehnachrichten einzuschalten. Digitale Ermittler arbeiten daran, festzustellen, ob Mitglieder von Online-Gruppen den Jungen bei der Waffenauswahl anleiteten oder den Angriff anstifteten.
„Zu den jüngsten Fällen kann ich nichts sagen, aber sie scheinen keine politische Konnotation zu haben, aber die Faszination für Gewalt und Waffen kann zu Radikalisierungsphänomenen islamistischer oder suprematistischer Art führen.“
Subkultur-Verbindungen und digitales Profil
Polizeiliche Aufzeichnungen zeigen, dass der Junge an Online-Kanälen der True Crime Community teilnahm, einem digitalen Netzwerk, in dem Nutzer über Kriminalfälle diskutieren und in extremen Fraktionen Massenangreifer verherrlichen. Vor seiner Löschung durch Plattform-Moderatoren hatte der TikTok-Account des Jungen über 4.300 Follower und 70.000 Likes angesammelt. Seine Online-Beiträge feierten Timofey Kulyanov, einen 15-Jährigen, der einen Messerangriff an einer Schule bei Moskau verübt hatte, und enthielten Verweise auf den Sandy-Hook-Amoklauf von 2012 in den Vereinigten Staaten. In einer von den Ermittlern untersuchten WhatsApp-Gruppe mit 14 Mitgliedern tauschten die Teilnehmer regelmäßig Nachrichten über das Schulleben sowie Diskussionen über Kriminalfälle aus.
Medizinische Begutachtung und rechtliche Maßnahmen
Nach seiner Festnahme überführten Carabinieri den 13-Jährigen am Freitagabend in die Kinderpsychiatrie des Policlinico Umberto I zur formellen psychiatrischen Begutachtung. Nach italienischem Recht können Minderjährige unter 14 Jahren nicht strafrechtlich verfolgt werden. Das Jugendgericht Rom eröffnete ein Zivilverfahren zur Prüfung administrativer und erzieherischer Maßnahmen, darunter möglicherweise die Unterbringung in einer pädagogischen Einrichtung, falls die kommunalen Sozialdienste das familiäre Umfeld als ungeeignet erachten. Die Schule hatte zuvor eine Unterstützungsstelle eingerichtet, und der Junge hatte im vergangenen Jahr nach Anzeichen von Isolation einen privaten Psychologen aufgesucht. Marsilio erklärte, dass sie keine rechtlichen Schritte gegen ihren Schüler einleiten werde.
„Ich werde keine Anzeige erstatten, mein Schüler muss auf einem Weg der Bewusstseinsbildung und Unterstützung begleitet werden. Ich möchte nicht, dass auch er damit konfrontiert wird.“
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- Corriere della SeraLe comunità True Crime e gli adepti adolescenti: le chat su Telegram che trasformano i più fragili in violenti
- Open"Ho conosciuto degli amici online": la caccia agli istigatori del 13enne che ha accoltellato la prof
- Il MessaggeroProf accoltellata, perizia psichiatrica per il giovane aggressore: poi andrà in comunità
- ANSA.itPupil pepper sprays, then stabs teacher in Rome (2) - English Service
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