
13-jähriger Schüler sticht auf Lehrerin ein und versprüht Pfefferspray in römischer Mittelschule
Die Carabinieri in Rom ermitteln, nachdem ein 13-jähriger Schüler am Freitagmorgen an der Giovanni-Verga-Schule eine Lehrerin mit Pfefferspray besprüht und mit einem Messer verletzt hat.
Angriff am Morgen an der Giovanni-Verga-Schule
Ein gewalttätiger Vorfall ereignete sich am Morgen des 18. September 2026 an der unteren Sekundarschule Giovanni Verga im Osten Roms. Ein 13-jähriger italienischer Schüler, der im dritten Jahr der Mittelschule (terza media) eingeschrieben war, griff eine Lehrerin in einem Klassenzimmer an. Der Schüler sprühte zunächst ein reizendes Pfefferspray direkt ins Gesicht der Pädagogin. Unmittelbar nach dem chemischen Spray versetzte der Teenager der Lehrerin einen Messerstich und fügte ihr Verletzungen zu, bevor Mitschüler und Personal eingreifen konnten. Schreie von Lehrern und Schülern hallten durch die Gänge der Einrichtung, die zwischen den Stadtteilen Collatino und Centocelle in der Via Giovanni Gussone 5 in der Nähe des Largo Cocconi liegt.
Notruf und Krankenhauseinweisung
Die Notrufzentrale registrierte den ersten Anruf bei der 112 um 09:30 Uhr, nur wenige Minuten nachdem die Morgenklingel den Stundenwechsel angekündigt hatte. Die Operateure gingen mehrere Notrufe von der Schule entgegen, während das Personal versuchte, die Situation unter Kontrolle zu bringen und sich um die verletzte Lehrerin zu kümmern. Rettungskräfte des Notdienstes 118 trafen zusammen mit örtlichen Polizeieinheiten am Gebäude ein. Sanitäter versorgten die Pädagogin vor Ort, bevor sie in die Notaufnahme des nahegelegenen Vannini-Krankenhauses gebracht wurde. Die medizinischen Teams nahmen das Opfer mit dem gelben Code (codice giallo) auf, der ein mittelschweres Trauma anzeigt, das eine sofortige Krankenhausversorgung erfordert. Das Krankenhauspersonal bestätigte, dass die Messerverletzungen nicht schwerwiegend waren und keine Lebensgefahr bestand, obwohl die Lehrerin sich in einem Zustand akuten psychischen Schocks befand.
- First emergency calls reach 112 shortly after the morning bell
- Carabinieri and 118 medical personnel deploy to Via Giovanni Gussone 5
- Injured teacher is transported under code yellow to Vannini Hospital
Ermittlungen zu Motiven und Social-Media-Stream
Beamte der Carabinieri-Station in Centocelle, unterstützt von Personal des Provinzkommandos Rom, leiteten sofort eine Untersuchung auf dem Schulgelände ein. Die Ermittler sperrten das Klassenzimmer ab, um Beweise zu sichern, den Tatort zu bewahren und formelle Aussagen von Lehrern und Schülern zu sammeln, die das Ereignis miterlebt hatten. Ein zentraler Aspekt, den die Strafverfolgungsbehörden prüfen, ist der Bericht, dass der 13-jährige Schüler während der Tat möglicherweise einen Live-Video-Stream in sozialen Medien durchgeführt hat. Die Ermittler überprüfen digitale Plattformen und persönliche Mobilgeräte, um festzustellen, ob ein Live-Stream stattfand und ob Aufnahmen des Angriffs online verbreitet wurden.
Waffenzugang und Jugendverfahren
Die Ermittler der Carabinieri konzentrieren sich darauf, herauszufinden, wie der minderjährige Schüler sowohl eine Stichwaffe als auch eine Reizgasdose in das Schulgebäude bringen konnte. Die Untersuchung zielt darauf ab, die genaue Abfolge der Ereignisse zu ermitteln, die zu dem Angriff führten, sowie etwaige frühere Streitigkeiten oder psychologische Faktoren, die die Tat ausgelöst haben könnten. Da der mutmaßliche Täter 13 Jahre alt ist, fällt das Verfahren unter Italiens Jugendgerichtssystem, das unterschiedliche gesetzliche Regeln für die strafrechtliche Verantwortlichkeit von Minderjährigen unter 14 Jahren vorsieht. Polizei und Justizbehörden untersuchen weiterhin die Umstände des Waffenbesitzes, während sie die Sicherheitsprotokolle in der Einrichtung in der Via Giovanni Gussone aufrechterhalten.


