Konflikte · Riad und Sanaa
Saudi-Arabien stellt 14-Nationen-Marinekoalition zum Schutz der Schifffahrt im Roten Meer vor Huthi-Angriffen vor
Riad empfing am Donnerstag Vertreter aus 43 Ländern und der EU, um ein Verteidigungsbündnis zur Sicherung der Bab-el-Mandeb-Straße zu gründen, nachdem Huthi-Rebellen eine Seeblockade gegen das Königreich verhängt hatten.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Reuters, Bloomberg Business, Financial Times News und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
Für MitgliederDie ersten 30 Sekunden zum Probehören. Synthetische Stimme (KI).
Kurz gefasst
Saudi-Arabien, die Türkei, Pakistan, Ägypten und zehn weitere Staaten unterzeichneten am 30. Juli eine gemeinsame Erklärung zur Bildung einer defensiven Marineallianz mit Sitz in Riad.
Die Huthi erklärten am 20. Juli eine Seeblockade und griffen am 23. Juli zwei saudische Öltanker an, was saudische Luftangriffe auf Hodeidah auslöste.
Da die Straße von Hormus seit Februar faktisch geschlossen ist, ist Saudi-Arabien für den Export von Rohöl aus seinem Yanbu-Terminal auf das Rote Meer und die Meerenge von Bab el-Mandeb angewiesen.
Die beiden Golfstaaten unterzeichneten die Gründungserklärung nicht, obwohl das saudische Verteidigungsministerium betonte, die Allianz stehe neuen Mitgliedern offen.
Die Koalition wird Militärübungen koordinieren, Geheimdienstinformationen austauschen und gemeinsame Marineoperationen mit rein defensivem Mandat durchführen.
- 13.07.Waffenruhe bricht zusammen; Saudi-Arabien bombardiert Flughafen von Sanaa, so die Huthi.
- 20.07.Huthi verkünden Seeblockade gegen Saudi-Arabien im Roten Meer.
- 23.07.Huthi greifen zwei saudische Öltanker im Roten Meer an.
- 30.07.Saudi-Arabien empfängt 43 Länder und die EU, kündigt 14-Nationen-Marineverteidigungskoalition an.
Koalitionsbildung
Am 30. Juli gab Saudi-Arabien die Gründung einer multinationalen Marineverteidigungskoalition bekannt, nachdem es in Riad die Generalstabschefs und Vertreter von 43 Ländern sowie der Europäischen Union empfangen hatte. Vierzehn Staaten unterzeichneten eine gemeinsame Erklärung zur Unterstützung des Bündnisses, mit Saudi-Arabien als Gründungs- und Führungsnation und dem Hauptsitz in der Hauptstadt. Zu den Unterzeichnern gehören die Türkei, Pakistan, Ägypten, Sudan, Dschibuti, Kuwait, Katar, Bahrain, Jordanien, Bangladesch, Nigeria, Somalia und die international anerkannte Regierung Jemens.
„Das Bündnis zielt darauf ab, die maritime Sicherheit zu verbessern, die Schifffahrtsfreiheit zu schützen, internationale Handels- und Energieversorgungsrouten zu sichern und die gemeinsamen maritimen Interessen in der Bab-el-Mandeb-Straße, dem Roten Meer und dem Golf von Aden zu schützen.“
Das saudische Verteidigungsministerium erklärte, die Koalition sei „rein defensiv“ und richte sich gegen keinen Staat, kein Bündnis und keine internationale Organisation. Die Mitglieder werden Geheimdienstinformationen austauschen, gemeinsame Marineoperationen und -übungen durchführen und die Planung koordinieren. Die Unterzeichnerstaaten müssten noch interne Verfahren für den formellen Beitritt abschließen, so das Ministerium, während andere teilnehmende Länder ihre Unterstützung bekundeten, aber noch einen innerstaatlichen Konsens für einen Beitritt aufbauen müssten. Die Tür stehe für weitere Staaten offen.
Eskalation der Huthi
Die Ankündigung erfolgt nach einem starken Anstieg der Spannungen. Am 20. Juli verhängte die mit dem Iran verbündete jemenitische Huthi-Bewegung eine Seeblockade gegen Saudi-Arabien im Roten Meer. In der Nacht zum 23. Juli griff die Gruppe zwei saudische Öltanker an. Riad reagierte mit Luftangriffen auf Einrichtungen der Huthi im Hafen von Hodeidah, die nach saudischen Angaben zur Bedrohung der Handelsschifffahrt genutzt wurden. Die vier Jahre währende Waffenruhe zwischen den Huthi und Saudi-Arabien war am 13. Juli zusammengebrochen, als das Königreich nach Angaben der Rebellen den Flughafen von Sanaa bombardierte. Die international anerkannte jemenitische Regierung beschuldigte die Huthi, den Iran nachahmen zu wollen, indem sie Durchfahrtsgebühren für Schiffe durch die Meerenge erheben – ein Schritt, der die Ölpreise in die Höhe treiben könnte.
Strategischer Engpass
Die Bab-el-Mandeb-Straße, die das Rote Meer mit dem Golf von Aden verbindet, ist seit dem faktischen Ende der Nutzung der Straße von Hormus Ende Februar für saudische Ölexporte von entscheidender Bedeutung. Rohöl aus der Ostprovinz des Königreichs wird per Pipeline zum Rotmeerhafen Yanbu und dort auf Tanker verladen. Die Huthi kontrollieren die jemenitische Seite der Meerenge, und ihre Blockadedrohung gefährdet eine Route, die nicht nur saudisches Rohöl, sondern auch globale Containerfracht und Industriewaren wie Schwefel transportiert. Eine länger anhaltende Unterbrechung würde die bereits in Europa und anderswo spürbaren Belastungen der Lieferketten noch verschärfen.
Bemerkenswerte Abwesende
Die Vereinigten Arabischen Emirate und Oman, beide Golfnachbarn mit ähnlichen Sicherheitsbedenken, gehörten nicht zu den 14 Unterzeichnern. Das saudische Ministerium erklärte ihre Abwesenheit nicht, bekräftigte jedoch, dass die Koalition offen bleibe. Das Bündnis bringt jedoch ein regionales Quartett aus Saudi-Arabien, Pakistan, Ägypten und der Türkei zusammen, die ihre Positionen zu Bedrohungen durch den Iran und Israel zunehmend koordiniert haben.
Breiterer Kontext
Das Rote Meer ist seit 2023 ein Brennpunkt, als die Huthi begannen, Handelsschiffe anzugreifen, was sie als Solidarität mit den Palästinensern während des Gaza-Krieges bezeichneten. Die Vereinigten Staaten starteten die Operation Prosperity Guardian und die EU entsandte 2024 ihre eigene Marinemission Operation Aspides zum Schutz der Schifffahrt. Die neue saudisch geführte Koalition fügt diesen Bemühungen eine regionale Ebene hinzu, mit einem Schwerpunkt auf kollektiver Verteidigung und Geheimdienstaustausch.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- ReutersSaudi Arabia unveils plans for multinational maritime defence coalition
- Bloomberg BusinessSaudi Arabia Seeks to Lead Maritime Coalition to Protect Red Sea
- Financial Times NewsSaudi Arabia announces maritime defence coalition as Houthi attacks threaten Red Sea route
- N-tvDer Tag: Saudi-Arabien plant Allianz zum Schutz der Schifffahrt
Pollar ist kostenlos und ohne Werbung im Text. Getragen wird es von seinen Mitgliedern.
Pollar unterstützen