USA und Saudi-Arabien starten gemeinsame Angriffe auf iranische Milizen im Irak, während sich der regionale Krieg ausweitet
Eine gemeinsame US-saudische Operation traf Logistik- und Waffenzentren der iranisch ausgerichteten Volksmobilisierungskräfte im Osten des Irak, tötete 20 und verwundete 32 – als Vergeltung für über 30 Drohnenangriffe auf saudische Energieanlagen innerhalb von 72 Stunden.
Der gemeinsame Angriff
Das US Central Command und die saudischen Streitkräfte führten in den frühen Morgenstunden des Mittwochs Präzisionsluftangriffe gegen iranisch ausgerichtete terroristische Gruppen im Osten des Irak durch. Die Angriffe, die von US-amerikanischen und saudischen Kampfjets ausgeführt wurden, zerstörten mehrere Logistik- und Waffeneinrichtungen der Volksmobilisierungskräfte (PMF), einer staatlich anerkannten Milizenkoalition, die eng mit dem Iran verbündet ist. Die PMF meldete 20 getötete und 32 verwundete Mitglieder sowie Sachschäden an mehreren Gebäuden und Anwesen. Das Central Command erklärte, die Operation sei eine direkte Vergeltung dafür gewesen, dass die IRGC in den vorangegangenen 72 Stunden mehr als 30 Drohnenangriffe gegen amerikanische Streitkräfte und saudische Energieinfrastruktur gelenkt hatte.
Die ungerechtfertigten Angriffe auf US-Streitkräfte waren erfolglos. Die IRGC und ihre verbündeten terroristischen Gruppen müssen diese Angriffe beenden, um militärische Reaktionen der Vereinigten Staaten zu vermeiden.
Saudi-Arabiens erster öffentlicher Einsatz
Dies ist das erste Mal, dass sich Saudi-Arabien öffentlich an einer US-Militäraktion gegen iranische Stellvertreter beteiligt, seit der Krieg zwischen Washington und Teheran am 28. Februar 2026 begann. Das saudische Verteidigungsministerium bestätigte die Angriffe, bezeichnete sie als „chirurgisch und präzise“ und berief sich auf das „inhärente Recht“ des Königreichs auf Selbstverteidigung. Das Außenministerium fügte hinzu, Riad strebe keine Eskalation an, und beschrieb die Operation als rechtmäßige Selbstverteidigungsmaßnahme. Zuvor hatte Saudi-Arabien Drohnen abgefangen, die auf seine östlichen Ölanlagen zusteuerten, aber von offenen Angriffen abgesehen.
Irans Dementi und Gegenangriff
Nach der gemeinsamen Operation erklärte ein iranischer Militärvertreter dem staatlichen Rundfunk IRIB, Teheran weise „jegliche Verbindung zu Geschossen, die von anderen Ländern gegen Ziele“ in Saudi-Arabien abgefeuert wurden, „kategorisch zurück“. Der Vertreter bezeichnete die US-Behauptungen als „eine schwerwiegende Fehleinschätzung“, die auf mangelndem regionalem Verständnis beruhe. Unterdessen behaupteten die Islamischen Revolutionsgarden, ballistische Raketen auf einen US-Luftwaffenstützpunkt und ein Kommandozentrum in Jordanien abgefeuert zu haben, was die gegenseitigen Vergeltungsaktionen des Tages ausweitete. Das Central Command erklärte, alle ankommenden Raketen seien abgefangen worden und die Streitkräfte blieben in höchster Alarmbereitschaft.
Irakische Reaktion und breiterer Kriegskontext
Der irakische Premierminister Ali al Zaidi ordnete eine Dringlichkeitssitzung des Ministerrates für nationale Sicherheit an, um die Sicherheitslage und die morgendlichen Luftangriffe zu erörtern. Die PMF, die 2014 per Regierungserlass zur Bekämpfung des Islamischen Staates gegründet wurde und nun rechtlich Teil der irakischen Sicherheitskräfte ist, verurteilte den gemeinsamen Angriff als „terroristische Aggression“. Die Eskalation erfolgt vor einem fragilen diplomatischen Hintergrund: Die jüngste Runde der US-Bombardierungen auf den Iran hatte nach dem Scheitern eines Waffenstillstands im Juni dreizehn Tage in Folge angedauert, und allein zwischen Februar und April 2026 wurden mehr als 600 versuchte Angriffe iranisch unterstützter Milizen auf US-Bürger und Einrichtungen im Irak verzeichnet.
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