Makroökonomie · Halle (Saale), Erfurt und Chemnitz

Arbeitslosigkeit sinkt in drei ostdeutschen Ländern leicht – doch Sachsen erreicht Zehnjahreshoch im Oktober

In Sachsen-Anhalt und Thüringen ist die Arbeitslosigkeit im Oktober 2026 leicht gesunken, während Sachsen rund 152.400 Arbeitslose verzeichnete – der höchste Oktoberwert seit zehn Jahren. Arbeitgeber in Sachsen und Thüringen meldeten weniger neue Stellen als im September.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von stern.de, N-tv, Süddeutsche Zeitung und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Halle (Saale), Erfurt, Chemnitz · Deutschland

Sachsen-Anhalt und Thüringen mit leichten Rückgängen

Der Regionaldirektion Sachsen-Anhalt-Thüringen mit Sitz in Halle (Saale) zufolge waren im Oktober in Sachsen-Anhalt 86.935 Arbeitslose registriert, rund 1.050 weniger als im September. Die Quote sank dort um 0,1 Prozentpunkte auf 7,9 % und liegt damit weiterhin über den 7,7 % vom Oktober 2025. Bundesweit fiel die Quote um denselben Wert auf 6,3 %, während die Arbeitslosenzahlen sowohl in Sachsen-Anhalt als auch in Deutschland über dem Vorjahresniveau blieben. In Thüringen waren 68.681 Menschen ohne Arbeit, 371 weniger als im September, aber 10 mehr als im Oktober 2025. Die Quote blieb dort bei 6,3 % gegenüber 6,2 % ein Jahr zuvor. Beide Zahlen beziehen sich auf den Stichtag 13. Oktober.

Markus Behrens brachte die Aussichten auf den Punkt.

„Weil ein wirtschaftlicher Umschwung wegen der anhaltenden Konjunkturschwäche auch in diesem Herbst noch nicht kommt, bleibt die Nachfrage nach Arbeitskräften gedämpft.“

Markus Behrens
Arbeitslosenquote nach Bundesland, Oktober 2026%
Sachsen-Anhalt
7.9 %
Sachsen
7.1 %
Thüringen
6.3 %
Deutschland
6.3 %

Daten aus dem Artikeltext

Sachsen mit Zehnjahreshoch im Oktober

In Sachsen waren im Oktober rund 152.400 Menschen arbeitslos gemeldet – der höchste Wert für diesen Monat seit zehn Jahren und rund 4.800 mehr als im gleichen Monat des Jahres 2025. Gegenüber September sank die Zahl um etwa 1.140, die Quote blieb bei 7,1 %. Die Direktion Chemnitz führte den Rückgang darauf zurück, dass Menschen sich für eine Arbeit abmeldeten oder in eine geförderte Maßnahme eintraten. Die Quoten in der Region reichten von 5,3 % im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge bis 10,0 % in der Stadt Chemnitz. Zwölf der dreizehn Landkreise und kreisfreien Städte verzeichneten Rückgänge, nur in Görlitz stieg die Zahl. Klaus-Peter Hansen, Leiter der Direktion Sachsen, hob die Vermittlungszahlen als den ermutigenden Teil des Berichts hervor.

„Angesichts der schwierigen wirtschaftlichen Lage ist es ermutigend, dass über 8.500 Menschen eine neue Arbeit gefunden haben. Das ist der höchste Oktoberwert seit fünf Jahren.“

Klaus-Peter Hansen

Arbeitskräftenachfrage und offene Stellen

Arbeitgeber in Sachsen meldeten im Oktober 6.513 neue Stellen, 460 weniger als im September (minus 6,5 %), aber rund 260 mehr als ein Jahr zuvor (plus 4,2 %). Insgesamt hielten Agenturen und Jobcenter 31.863 offene Stellen vor. Die meisten dieser Stellen sind unbefristet (93 %) und in Vollzeit (87 %), und 85 % richten sich an Fachkräfte, gegenüber 15 % für Helfertätigkeiten. In Thüringen meldeten Arbeitgeber im Oktober 3.119 neue Stellen, 1.143 weniger als im September (minus 26,8 %) und 36 mehr als ein Jahr zuvor (plus 1,2 %). Seit Jahresbeginn haben Thüringer Agenturen und Jobcenter 34.587 neue Stellen erhalten, 11,9 % mehr als im Vorjahr.

Neu gemeldete Arbeitsstellen, Oktober 2026
Sachsen
6513
Thüringen
3119

Daten aus dem Artikeltext

Strukturelle Lücken und Ausblick

Die Direktion verwies zudem auf eine anhaltende Diskrepanz zwischen den Anforderungen, die Arbeitgeber an offene Stellen stellen, und den Profilen der Bewerberinnen und Bewerber. Markus Behrens nannte die Ursachen der schwachen Nachfrage.

„Die Hauptursachen sind die anhaltend hohe Unsicherheit durch geopolitische Konflikte sowie höhere Energie- und Produktionskosten, die viele Unternehmen belasten.“

Markus Behrens

In Thüringen machten Langzeitarbeitslose 36,3 % der Arbeitslosen aus, und Menschen ab 50 Jahren stellten 36,1 %. Die Langzeitarbeitslosigkeit sank gegenüber dem Vormonat um 1,1 %. Die Direktion teilte mit, die Jugendarbeitslosigkeit sei saisonal bedingt gesunken, weil viele junge Menschen eine Berufsausbildung oder ein Studium begonnen hätten. Vorerst sieht die Direktion keine konjunkturelle Wende auf dem Arbeitsmarkt.

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