Sachsen-Anhalt verzeichnet mit 48,4 Jahren das höchste Durchschnittsalter Deutschlands
Demografische Daten des Statistischen Bundesamtes weisen für Sachsen-Anhalt ein Durchschnittsalter von 48,4 Jahren aus – Spitzenwert aller Bundesländer, während die östlichen Regionen weiterhin schneller altern als der Bundesdurchschnitt von 45,0 Jahren.
Sachsen-Anhalt verzeichnet das höchste Durchschnittsalter Deutschlands
Offizielle demografische Erhebungen des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden zeigen, dass Sachsen-Anhalt das höchste Durchschnittsalter aller deutschen Bundesländer aufweist. Zum 31. Dezember lag das Durchschnittsalter der Einwohner Sachsen-Anhalts bei 48,4 Jahren und damit 3,4 Jahre über dem Bundesdurchschnitt. Die ostdeutschen Länder belegen die drei Spitzenplätze im bundesweiten Alterungsranking: Mecklenburg-Vorpommern kommt auf einen Durchschnitt von 48,3 Jahren, Thüringen auf 48,2 Jahre. Am anderen Ende der Skala steht der Stadtstaat Hamburg als jüngstes Bundesland mit einem Durchschnittsalter von 42,3 Jahren. Über einen Bewertungszeitraum von 15 Jahren stieg das Durchschnittsalter in Sachsen-Anhalt um 1,5 Jahre – schneller als in Deutschland insgesamt, wodurch sich der Abstand des Landes zum Bundesdurchschnitt um fast fünf Monate vergrößerte.
Demografische Alterungsmuster in Sachsen und bundesweite Vergleichswerte
Über alle sechzehn Bundesländer hinweg lag das bundesweite Durchschnittsalter am 31. Dezember bei 45,0 Jahren. Im benachbarten Freistaat Sachsen meldete das Statistische Landesamt ein Durchschnittsalter der Einwohner von 47,2 Jahren, womit die regionale Bevölkerung mehr als zwei Jahre über dem deutschen Bundesdurchschnitt liegt. Im Vergleich zu den Zahlen von 2011 stieg das Durchschnittsalter in Sachsen um 0,8 Jahre und damit langsamer als der bundesweite Anstieg von 1,1 Jahren im selben Zeitraum. Die demografischen Daten belegen zudem einen deutlichen Geschlechterunterschied in der sächsischen Bevölkerung: Frauen waren im Schnitt 48,9 Jahre alt, Männer 45,5 Jahre – eine interne Lücke von 3,4 Jahren zwischen den Geschlechtern.
- Sachsen-Anhalt
- 48.4 Jahre
- Mecklenburg-Vorpommern
- 48.3 Jahre
- Thüringen
- 48.2 Jahre
- Sachsen
- 47.2 Jahre
- Deutschland (Bundesdurchschnitt)
- 45 Jahre
- Hamburg
- 42.3 Jahre
Kommunale Unterschiede in sächsischen Gemeinden
Die demografischen Register zeigen erhebliche interne Unterschiede bei der Betrachtung einzelner Städte, Landkreise und Gemeinden in Sachsen. Rund zwölf Jahre liegen zwischen der jüngsten und der ältesten Gemeinde im Freistaat. Die niedrigsten kommunalen Durchschnittswerte des Landes wurden in der kreisfreien Stadt Leipzig und der Gemeinde Ralbitz-Rosenthal im Landkreis Bautzen ermittelt, wo die Einwohner im Schnitt 42,3 Jahre alt waren. Damit entspricht das lokale Niveau in Leipzig und Ralbitz-Rosenthal dem Landesdurchschnitt von Hamburg, dem jüngsten Bundesland Deutschlands. Die höchsten Durchschnittsalter landesweit traten dagegen im Landkreis Görlitz auf, wo die Gemeinden Jonsdorf, Kurort und Olbersdorf einen Durchschnitt von 54,5 Jahren erreichten.
- Jonsdorf, Kurort, Olbersdorf
- 54.5 Jahre
- Frauen in Sachsen
- 48.9 Jahre
- Sachsen insgesamt
- 47.2 Jahre
- Männer in Sachsen
- 45.5 Jahre
- Leipzig und Ralbitz-Rosenthal
- 42.3 Jahre
Regionale Extreme in den Landkreisen Sachsen-Anhalts
Die internen demografischen Bilanzen in Sachsen-Anhalt spiegeln die großen lokalen Unterschiede wider, die in ganz Ostdeutschland zu beobachten sind. Innerhalb des Landes verzeichnete der Landkreis Mansfeld-Südharz das höchste Durchschnittsalter: Seine Bevölkerung erreichte im Mittel 50,8 Jahre. Das niedrigste Durchschnittsalter des Landes wurde im urbanen Zentrum Halle registriert, wo die Bevölkerung im Schnitt 44,7 Jahre alt war – 3,7 Jahre unter dem Landeswert von 48,4 Jahren. Die statistischen Auswertungen des Statistischen Bundesamtes und der regionalen Statistikämter in Magdeburg und Kamenz belegen, dass die demografischen Verteilungen zwischen Universitätsstädten und peripheren ländlichen Landkreisen in den östlichen Ländern weiterhin stark variieren.

