Makroökonomie · Wiesbaden, Hamburg und Erfurt

Hamburgs Arbeitskosten liegen mit 49,41 Euro pro Stunde bundesweit vorn, Mecklenburg-Vorpommern mit 36,40 Euro am niedrigsten

Die Zahlen des Statistischen Bundesamts für 2024 beziffern die durchschnittlichen Arbeitskosten auf 44,32 Euro pro Stunde im Bundesgebiet, wobei Mecklenburg-Vorpommern unter den Ländern am günstigsten und Hamburg am teuersten ist.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Deutsche Welle, Süddeutsche Zeitung, N-tv und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Wiesbaden, Hamburg, Erfurt, Frankfurt am Main · Deutschland

Regionales Gefälle

Das Statistische Bundesamt in Wiesbaden hat am Donnerstag, 5. November 2026, seine Arbeitskostenzahlen für 2024 veröffentlicht. Die Daten umfassen alles, was ein Arbeitgeber für eine Stunde Arbeit zahlt, einschließlich Bruttolöhne, Sozialversicherungsbeiträge und Ausgaben für Weiterbildung. Der Bundesdurchschnitt lag bei 44,32 Euro pro Stunde. Mecklenburg-Vorpommern verzeichnete mit 36,40 Euro den niedrigsten Wert, Hamburg mit 49,41 Euro den höchsten. Hessen folgte mit 47,83 Euro auf Platz zwei – eine Position, die die Behörde mit den Pilotengehältern am Flughafen Frankfurt begründete. Baden-Württemberg, Bayern und die drei Stadtstaaten Hamburg, Berlin und Bremen lagen alle über 45 Euro, während das Saarland, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz eine mittlere Gruppe bildeten.

Arbeitskosten pro Stunde nach Bundesland, 2024Euro pro Stunde
Mecklenburg-Vorpommern
36.4 Euro pro Stunde
Sachsen-Anhalt
36.53 Euro pro Stunde
Thüringen
37.46 Euro pro Stunde
Sachsen
38.24 Euro pro Stunde
Deutschland insgesamt
44.32 Euro pro Stunde
Hessen
47.83 Euro pro Stunde
Hamburg
49.41 Euro pro Stunde

Daten aus dem Artikeltext

Ostländer und die Ausnahme Berlin

Die Arbeitskosten in Sachsen-Anhalt stiegen nach Angaben des Statistischen Landesamts binnen vier Jahren um 23,5 Prozent auf 36,53 Euro pro Stunde – ein schnellerer Anstieg als im Bundesdurchschnitt. Damit war das Land das zweitgünstigste, nur hinter Mecklenburg-Vorpommern. Thüringen verzeichnete 37,46 Euro netto pro Stunde, rund acht Euro mehr als vier Jahre zuvor, und lag damit an drittniedrigster Stelle. Sachsen kam auf 38,24 Euro, elf Euro weniger als Hamburg. Außerhalb Berlins blieben die ostdeutschen Länder und Schleswig-Holstein laut den Bundesdaten alle unter 40 Euro.

Die Arbeitgeber in Thüringen sehen die niedrigen Kosten als Standortvorteil, während die Gewerkschaften anhaltend niedrige Löhne und eine geringe Tarifbindung im Land kritisieren. Matthias Kreft, Geschäftsführer des Verbands der Metall- und Elektroindustrie, argumentierte, die Kostenstruktur wirke sich zugunsten der Region aus, und verwies auf längere Arbeitswochen in der ostdeutschen Metallindustrie, in der Regel 38 Stunden gegenüber 35 Stunden in Westdeutschland.

„Unsere Kostenstruktur ist wettbewerbsfähiger als die im Westen.“

Matthias Kreft

Unterschiede zwischen den Branchen

Die Unterschiede zwischen den Branchen sind größer als die Gefälle zwischen den Regionen. Der Luftpersonenverkehr kostete bundesweit 83,78 Euro pro Stunde, die Tabakherstellung 75,82 Euro. Finanz- und Versicherungsdienstleistungen erreichten 62,31 Euro. In Sachsen kosteten Finanz- und Versicherungsdienstleistungen 53,34 Euro und die Energieversorgung 51,39 Euro, während das Gastgewerbe mit 23,99 Euro die günstigste Branche war. In Thüringen kostete das Gastgewerbe 24,28 Euro, ein Anstieg um 35 Prozent seit 2020, den das Landesamt vor allem auf den höheren Mindestlohn zurückführte. Das Gastgewerbe in Sachsen-Anhalt kostete 23,23 Euro, und die Tourismusländer Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein verzeichneten 25,73 beziehungsweise 26,68 Euro für Gastgewerbe und Beherbergung.

Arbeitskosten pro Stunde nach Branche, Deutschland 2024Euro pro Stunde
Luftpersonenverkehr
83.78 Euro pro Stunde
Tabakwaren
75.82 Euro pro Stunde
Finanz- und Versicherungsdienstleistungen
62.31 Euro pro Stunde
Alle Branchen
44.32 Euro pro Stunde

Daten aus dem Artikeltext

Bestandteile der Kosten

Die Bruttolöhne machten den Großteil der Arbeitskosten aus, und die Arbeitgebersozialbeiträge entfielen auf nahezu den gesamten Rest, so das Landesamt Sachsen-Anhalt. Kleinere Posten wuchsen schneller. Die Ausgaben für die berufliche Weiterbildung stiegen seit 2020 um 38,6 Prozent, und die Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall nahm über acht Jahre um 46,3 Prozent zu, obwohl beide weiterhin nur einen geringen Teil der Gesamtsumme ausmachen. Auch mit der Unternehmensgröße steigen die Kosten. In Thüringen lagen Betriebe mit 10 bis 49 Beschäftigten bei durchschnittlich 31,92 Euro pro Stunde, und die Landesdaten zeigen, dass größere Firmen noch mehr kosten.

Grenzen der Daten

Das Statistische Bundesamt teilte mit, dass neuere Zahlen noch nicht vorliegen, sodass sich jeder Vergleich in diesen Veröffentlichungen auf 2024 bezieht. Mehrere Landesämter veröffentlichten am selben Tag eigene regionale Auswertungen, und ihre Zahlen decken sich mit dem Bundesrichtwert von 44,32 Euro im gesamten Bundesgebiet.

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