Gesundheit & Bildung · Wiesbaden
Lebenserwartung von Männern steigt in allen Bundesländern, die von Frauen sinkt in vier
Das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BiB) meldet, dass die Lebenserwartung 2025 für Männer in jedem Bundesland gestiegen ist, während die Werte für Frauen in Thüringen, Brandenburg, Schleswig-Holstein und Bremen sanken.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Der Tagesspiegel, Berliner Zeitung, stern.de und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
Für MitgliederDie ersten 30 Sekunden zum Probehören. Synthetische Stimme (KI).
Kurz gefasst
Die Lebenserwartung von Männern stieg 2025 im Vergleich zu 2024 in allen Bundesländern, Baden-Württemberg führt mit 80,6 Jahren. Bayerns Männer erreichten erstmals genau 80 Jahre.
Die Lebenserwartung von Frauen sank im Vergleich zu 2024 in Thüringen (minus 0,5 Jahre), Brandenburg (minus 0,2 Jahre), Schleswig-Holstein und Bremen (jeweils minus 0,1 Jahre).
Frauen im Saarland, in Bremen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Thüringen und Brandenburg bleiben unter dem Niveau von 2019 vor der Pandemie, während bei Männern alle Länder darüber liegen.
In Mecklenburg-Vorpommern leben Männer 6,4 Jahre kürzer als Frauen – der größte Unterschied –, im Saarland sind es 3,7 Jahre, der kleinste.
Männer gewinnen in jedem Bundesland
Das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BiB) in Wiesbaden hat am Mittwoch, 4. November, neue Berechnungen veröffentlicht, denen zufolge die Lebenserwartung in Deutschland im Jahr 2025 gestiegen ist, vor allem bei Männern. Die Lebenserwartung von Männern nahm im Vergleich zu 2024 in jedem Bundesland zu. Bayern ist nach Baden-Württemberg das zweite Land, das die 80-Jahre-Marke erreicht – seine Männer erreichen erstmals genau 80 Jahre. Die Zahlen basieren auf der Todesfallstatistik des Statistischen Bundesamtes. Männer in Baden-Württemberg führen mit 80,6 Jahren, während Sachsen-Anhalt (76,8 Jahre) und Mecklenburg-Vorpommern (77 Jahre) am unteren Ende liegen.
- Baden-Württemberg
- 80.6 Jahre
- Berlin
- 79 Jahre
- Brandenburg
- 78.4 Jahre
- Mecklenburg-Vorpommern
- 77 Jahre
- Sachsen-Anhalt
- 76.8 Jahre
Daten aus dem Artikeltext
Die Zugewinne der Frauen sind kleiner, vier Länder fallen
Die Lebenserwartung von Frauen stieg im Durchschnitt, aber nicht überall, und vier Länder verzeichneten im Vergleich zu 2024 einen Rückgang. Den stärksten Rückgang zeigt Thüringen mit etwa einem halben Jahr (minus 0,5 Jahre), gefolgt von Brandenburg (minus 0,2 Jahre), während Schleswig-Holstein und Bremen jeweils 0,1 Jahre verloren. In sieben Ländern liegt die Lebenserwartung von Frauen weiterhin unter dem Niveau von 2019 vor der Pandemie: Saarland, Bremen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Thüringen und Brandenburg. Bei den Männern liegen inzwischen alle Länder über diesem Niveau von 2019.
- Thüringen
- -0.5 Jahre
- Brandenburg
- -0.2 Jahre
- Schleswig-Holstein
- -0.1 Jahre
- Bremen
- -0.1 Jahre
Daten aus dem Artikeltext
Berlin und Brandenburg im direkten Vergleich
In Berlin erreichten Männer 79,0 Jahre (plus 0,2 Jahre) und Frauen 83,9 Jahre (plus 0,3 Jahre), womit die Männer auf Platz sechs und die Frauen auf Platz vier im bundesweiten Ranking liegen. Im benachbarten Brandenburg stiegen die Männer um 0,2 Jahre auf 78,4 Jahre, die Frauen sanken jedoch um 0,2 Jahre auf 83,8 Jahre. Der Brandenburger Rückgang bei den Frauen fällt damit im Kontrast zum Berliner Anstieg deutlich auf. Berlins Männer liegen im Ranking hinter Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Rheinland-Pfalz und Hamburg.
Regionales Ranking und die Geschlechterlücke
Baden-Württemberg führt auch bei den Frauen mit 84,6 Jahren, Sachsen und Bayern folgen mit jeweils 84,3 Jahren. Am unteren Ende leben Frauen in Sachsen-Anhalt 82,7 Jahre und damit auf dem drittletzten Platz, während Bremen (82,3 Jahre) und das Saarland (82,1 Jahre) die Schlusslichter bilden. Der Abstand zwischen dem besten und dem schlechtesten Land beträgt laut Institut 3,9 Jahre bei Männern und 2,6 Jahre bei Frauen. Die Geschlechterlücke ist in Mecklenburg-Vorpommern mit 6,4 Jahren am größten und im Saarland mit 3,7 Jahren am kleinsten, und in den ostdeutschen Ländern leben Männer fast überall mehr als fünf Jahre kürzer als Frauen.
- Baden-Württemberg
- 84.6 Jahre
- Sachsen
- 84.3 Jahre
- Bayern
- 84.3 Jahre
- Berlin
- 83.9 Jahre
- Brandenburg
- 83.8 Jahre
- Sachsen-Anhalt
- 82.7 Jahre
- Bremen
- 82.3 Jahre
- Saarland
- 82.1 Jahre
Daten aus dem Artikeltext
Warum Frauen und Männer auseinanderdriften
Forscher sehen das Rauchen als einen möglichen Grund für die unterschiedlichen Trends.
„Bei Männern war starker Tabakkonsum im 20. Jahrhundert weitaus verbreiteter als bei Frauen.“
Pavel Grigoriev, Leiter der Forschungsgruppe Mortalität am BiB, sagte, der Tabakkonsum von Männern sei vor mehreren Jahrzehnten zurückgegangen, sodass seine negativen Folgen bereits abnähmen. Frauen begannen erst in den 1970er-Jahren in größerem Umfang zu rauchen, und die Schäden für sie nehmen noch zu. Neben dem Rauchen gehören Einkommen, Bildung und Arbeitslosigkeit zu den stärksten Faktoren für die Unterschiede zwischen den Ländern. Menschen mit niedrigem Einkommen und geringer Bildung sterben im Durchschnitt früher, auch die Arztdichte sowie die Entfernung zu Kliniken und Fachärzten spielen eine Rolle.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- Der TagesspiegelFrauen sterben früher als erwartet: In mehreren Bundesländern sinkt ihre Lebenserwartung
- Berliner ZeitungLebenserwartung in Berlin steigt: Frauen werden im Schnitt 83,9 Jahre alt
- stern.deBundesinstitut: Lebenserwartung von Männern steigt in allen Bundesländern
- Spiegel OnlineStudie zur Sterblichkeit: Wo man in Deutschland am ältesten wird
Pollar ist kostenlos und ohne Werbung im Text. Getragen wird es von seinen Mitgliedern.
Pollar unterstützen