Gesundheit & Bildung · Wiesbaden

Lebenserwartung von Männern steigt in allen Bundesländern, die von Frauen sinkt in vier

Das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BiB) meldet, dass die Lebenserwartung 2025 für Männer in jedem Bundesland gestiegen ist, während die Werte für Frauen in Thüringen, Brandenburg, Schleswig-Holstein und Bremen sanken.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Der Tagesspiegel, Berliner Zeitung, stern.de und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Wiesbaden · Deutschland

Männer gewinnen in jedem Bundesland

Das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BiB) in Wiesbaden hat am Mittwoch, 4. November, neue Berechnungen veröffentlicht, denen zufolge die Lebenserwartung in Deutschland im Jahr 2025 gestiegen ist, vor allem bei Männern. Die Lebenserwartung von Männern nahm im Vergleich zu 2024 in jedem Bundesland zu. Bayern ist nach Baden-Württemberg das zweite Land, das die 80-Jahre-Marke erreicht – seine Männer erreichen erstmals genau 80 Jahre. Die Zahlen basieren auf der Todesfallstatistik des Statistischen Bundesamtes. Männer in Baden-Württemberg führen mit 80,6 Jahren, während Sachsen-Anhalt (76,8 Jahre) und Mecklenburg-Vorpommern (77 Jahre) am unteren Ende liegen.

Lebenserwartung von Männern 2025, ausgewählte LänderJahre
Baden-Württemberg
80.6 Jahre
Berlin
79 Jahre
Brandenburg
78.4 Jahre
Mecklenburg-Vorpommern
77 Jahre
Sachsen-Anhalt
76.8 Jahre

Daten aus dem Artikeltext

Die Zugewinne der Frauen sind kleiner, vier Länder fallen

Die Lebenserwartung von Frauen stieg im Durchschnitt, aber nicht überall, und vier Länder verzeichneten im Vergleich zu 2024 einen Rückgang. Den stärksten Rückgang zeigt Thüringen mit etwa einem halben Jahr (minus 0,5 Jahre), gefolgt von Brandenburg (minus 0,2 Jahre), während Schleswig-Holstein und Bremen jeweils 0,1 Jahre verloren. In sieben Ländern liegt die Lebenserwartung von Frauen weiterhin unter dem Niveau von 2019 vor der Pandemie: Saarland, Bremen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Thüringen und Brandenburg. Bei den Männern liegen inzwischen alle Länder über diesem Niveau von 2019.

Veränderung der Lebenserwartung von Frauen gegenüber 2024, vier LänderJahre
Thüringen
-0.5 Jahre
Brandenburg
-0.2 Jahre
Schleswig-Holstein
-0.1 Jahre
Bremen
-0.1 Jahre

Daten aus dem Artikeltext

Berlin und Brandenburg im direkten Vergleich

In Berlin erreichten Männer 79,0 Jahre (plus 0,2 Jahre) und Frauen 83,9 Jahre (plus 0,3 Jahre), womit die Männer auf Platz sechs und die Frauen auf Platz vier im bundesweiten Ranking liegen. Im benachbarten Brandenburg stiegen die Männer um 0,2 Jahre auf 78,4 Jahre, die Frauen sanken jedoch um 0,2 Jahre auf 83,8 Jahre. Der Brandenburger Rückgang bei den Frauen fällt damit im Kontrast zum Berliner Anstieg deutlich auf. Berlins Männer liegen im Ranking hinter Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Rheinland-Pfalz und Hamburg.

Regionales Ranking und die Geschlechterlücke

Baden-Württemberg führt auch bei den Frauen mit 84,6 Jahren, Sachsen und Bayern folgen mit jeweils 84,3 Jahren. Am unteren Ende leben Frauen in Sachsen-Anhalt 82,7 Jahre und damit auf dem drittletzten Platz, während Bremen (82,3 Jahre) und das Saarland (82,1 Jahre) die Schlusslichter bilden. Der Abstand zwischen dem besten und dem schlechtesten Land beträgt laut Institut 3,9 Jahre bei Männern und 2,6 Jahre bei Frauen. Die Geschlechterlücke ist in Mecklenburg-Vorpommern mit 6,4 Jahren am größten und im Saarland mit 3,7 Jahren am kleinsten, und in den ostdeutschen Ländern leben Männer fast überall mehr als fünf Jahre kürzer als Frauen.

Lebenserwartung von Frauen 2025, ausgewählte LänderJahre
Baden-Württemberg
84.6 Jahre
Sachsen
84.3 Jahre
Bayern
84.3 Jahre
Berlin
83.9 Jahre
Brandenburg
83.8 Jahre
Sachsen-Anhalt
82.7 Jahre
Bremen
82.3 Jahre
Saarland
82.1 Jahre

Daten aus dem Artikeltext

Warum Frauen und Männer auseinanderdriften

Forscher sehen das Rauchen als einen möglichen Grund für die unterschiedlichen Trends.

„Bei Männern war starker Tabakkonsum im 20. Jahrhundert weitaus verbreiteter als bei Frauen.“

Pavel Grigoriev

Pavel Grigoriev, Leiter der Forschungsgruppe Mortalität am BiB, sagte, der Tabakkonsum von Männern sei vor mehreren Jahrzehnten zurückgegangen, sodass seine negativen Folgen bereits abnähmen. Frauen begannen erst in den 1970er-Jahren in größerem Umfang zu rauchen, und die Schäden für sie nehmen noch zu. Neben dem Rauchen gehören Einkommen, Bildung und Arbeitslosigkeit zu den stärksten Faktoren für die Unterschiede zwischen den Ländern. Menschen mit niedrigem Einkommen und geringer Bildung sterben im Durchschnitt früher, auch die Arztdichte sowie die Entfernung zu Kliniken und Fachärzten spielen eine Rolle.

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