Wirtschaft
Ryanair-Gewinn sinkt im ersten Halbjahr um 15 Prozent, Kerosinkosten steigen 2027 um rund 2 Mrd. Euro
Ryanair prüft Gehaltsstopps, weniger Crewmitglieder pro Flug und mehr KI, weil der Konzern für das kommende Geschäftsjahr mit rund 2 Mrd. Euro höheren Kerosinkosten rechnet.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von The Guardian, TheJournal.ie, Le Soir und weiteren Medien. Geändert . So entsteht er
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Kurz gefasst
Der Gewinn fiel von April bis September 2026 um 15 Prozent auf rund 2,15 Mrd. Euro, während der Umsatz um 3 Prozent auf 10,08 Mrd. Euro und die Passagierzahl um 6 Prozent auf 125,8 Millionen stieg.
Ryanair rechnet im Geschäftsjahr bis März 2028 mit rund 2 Mrd. Euro höheren Kerosinkosten; bis März 2027 sind 80 Prozent zu 67 Dollar je Barrel abgesichert.
Ab März neu zu verhandelnde Tarifverträge könnten auslaufen; Crewquote und KI-Einsatz werden überprüft, um die Treibstoffkosten auszugleichen.
Das Unternehmen erwartet deutlich höhere Kurzstreckentarife in Europa, nachdem die Durchschnittstarife im ersten Halbjahr um 4 Prozent gefallen waren.
Ergebnisse des ersten Halbjahres
Ryanair hat für das erste Halbjahr seines Geschäftsjahres 2027, also von April bis September 2026, einen Gewinn von rund 2,15 Mrd. Euro ausgewiesen. Das sind 15 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz stieg um 3 Prozent auf 10,08 Mrd. Euro, die Passagierzahl wuchs um 6 Prozent auf 125,8 Millionen, doch die Betriebskosten kletterten um 10 Prozent auf 7,69 Mrd. Euro. Die Durchschnittstarife sanken um 4 Prozent, weil der Nahostkonflikt Verbraucher verunsicherte und Buchungen verzögerte, wie Vorstandschef Michael O'Leary erklärte.
- Umsatz
- 10080 Mio. €
- Betriebskosten
- 7690 Mio. €
Daten aus dem Artikeltext
Kerosinrechnung und Absicherung
Der größte Kostentreiber ist der Treibstoff. Ryanair rechnet damit, dass die Kerosinkosten im nächsten Geschäftsjahr, das im März 2028 endet, um rund 2 Mrd. Euro steigen. Etwa 80 Prozent des Bedarfs bis März 2027 sind zu 67 Dollar je Barrel abgesichert, für die folgenden zwölf Monate sind rund 25 Prozent zu 95 Dollar je Barrel abgesichert. Der nicht abgesicherte Anteil von etwa 20 Prozent des Bedarfs hat sich in dem Zeitraum laut El Confidencial und La Razón auf rund 130 Dollar je Barrel in etwa verdoppelt. Der Ölpreis erreichte am Freitag, dem 30. Oktober, ein Sechsmonatshoch und fiel am Montag auf rund 110 Dollar je Barrel, wie The Guardian berichtete.
- Bis März 2027 zu 67 Dollar je Barrel abgesichert
- 80 %
- Zwölf Monate bis März 2028 zu 95 Dollar je Barrel abgesichert
- 25 %
Daten aus dem Artikeltext
O'Leary erläuterte den Ausblick in einer Unternehmensmitteilung.
„Sollte der Nahostkonflikt nicht rasch beigelegt werden, erwarten wir, dass die Kerosinpreise noch bis weit in das Jahr 2027 hinein hoch bleiben.“
Sparmaßnahmen
Ryanair überprüft die Kosten bei allen Konzernfluglinien. Im Fokus stehen Flughafenvereinbarungen, Arbeitsverträge, die Crewquote und ein stärkerer Einsatz künstlicher Intelligenz. Mehrere Tarifverträge müssen ab März neu verhandelt werden, und das Unternehmen könnte sie bei anhaltend hohen Treibstoffpreisen auslaufen lassen, sagte O'Leary. Finanzvorstand Neil Sorahan erklärte in einem Interview nach Vorlage der Zahlen, Gehaltsstopps gehörten zu den Optionen.
Auch die Einstellungen werden gedrosselt. O'Leary beschrieb die Lage bei der Personalgewinnung so.
„Wir drosseln die Einstellungen deutlich, während die Zahl der Ausbildungs- und Trainingskurse für neue Piloten und Kabinenpersonal läuft.“
Das Unternehmen will KI verstärkt in Backoffice- und Supportfunktionen einsetzen und hat nach eigenen Angaben mit ihrer Hilfe die Kapazität bereits um 4 Prozent gesteigert. Die Auslieferung neuer Flugzeuge soll in den nächsten Jahren von etwa 30 pro Jahr auf 15 sinken. Wegen des schlankeren Winterprogramms rechnet Ryanair für das Gesamtjahr nur noch mit 214 Millionen Passagieren statt der geplanten 216 Millionen.
Tarife und Ausblick
Ryanair erwartet, dass die Kurzstreckentarife in Europa im kommenden Jahr deutlich steigen, weil die Absicherungsgeschäfte der Fluglinien auslaufen. Die Angaben zu den Prognosen gehen auseinander: The Guardian nennt Aufschläge von bis zu 20 Prozent, die Financial Times spricht von zweistelligen prozentualen Zuwächsen. Nach Einschätzung des Unternehmens decken diese Steigerungen nur einen Teil der zusätzlichen Kerosinrechnung ab. Die Tarife im Schlussquartal liegen derzeit leicht über dem Vorjahr, doch das Buchungsfenster ist kurz und das Ergebnis hängt von den Buchungen für die Herbstferien im Oktober und November sowie für Weihnachten ab. Die Aktie des Konzerns ist seit Jahresbeginn um etwa ein Viertel gefallen, wie die Financial Times berichtet. Der Nachsteuergewinn im Quartal bis September betrug 1,61 Mrd. Euro, 6 Prozent weniger als im Vorjahr und im Rahmen der Analystenerwartungen.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- The GuardianRyanair erwägt Lohnstopps und Personalabbau an Bord bei steigenden TreibstoffkostenRyanair considers pay freezes and reducing crew on flights as fuel costs soar · Original auf Englisch
- TheJournal.ieRyanair-Chef sagt, höhere Treibstoffkosten könnten Lohnstopps und mehr KI erfordern, während die Gewinne sinkenRyanair boss says higher fuel costs may require pay freezes and more AI, as profits dip · Original auf Englisch
- Le Soir„Alles liegt auf dem Tisch“: Ryanair kündigt Kostensenkungen angesichts steigender Kerosinpreise an" Tout est sur la table " : Ryanair annonce réduire ses coûts face à la hausse du prix du kérosène · Original auf Französisch
- La RazónKerosin belastet Ryanair, das 15% weniger verdient und warnt, dass die Ausgaben für Flugtreibstoff 2027 um etwa 2 Milliarden steigen werdenEl queroseno pasa factura a Ryanair, que gana un 15% menos y advierte de que el gasto el jet fuel subirá unos 2.000 millones en 2027 · Original auf Spanisch
- Michael O'Leary
- Vorstandschef von Ryanair
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