Diplomatie · Abu Dhabi, Moskau und Washington

Kremlin bestätigt Gespräche über Aufhebung der US-Sanktionen gegen den russischen Direktinvestitionsfonds

Der Kreml-Berater Juri Uschakow erklärte am Mittwoch, 28. Oktober, dass Gespräche mit Washington über die Aufhebung der US-Sanktionen gegen den russischen Direktinvestitionsfonds laufen. Die Verhandlungen finden parallel zu den Vorbereitungen für ein trilaterales Treffen zur Ukraine in Abu Dhabi statt.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von H Kαθημερινή, iefimerida.gr, Η Ναυτεμπορική und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Abu Dhabi, Moskau, Washington, Kiew · Vereinigte Arabische Emirate, Russland, Vereinigte Staaten
Wie es dazu kam
  1. 28.10.Juri Uschakow erklärt, Gespräche über die Aufhebung der Sanktionen gegen den Fonds seien im Gange
  2. 10.11.Geplantes trilaterales Treffen in Abu Dhabi, erste Phase

Sanktionserleichterungen auf dem Tisch

Russland und die Vereinigten Staaten beraten darüber, ob die amerikanischen Sanktionen gegen den russischen Direktinvestitionsfonds aufgehoben werden, einen staatlichen Investitionsfonds, der Milliarden von Dollar verwaltet. Russische Staatsmedien berichteten unter Berufung auf einen Kreml-Berater über die Gespräche. Juri Uschakow, außenpolitischer Berater von Wladimir Putin, erklärte am Mittwoch, 28. Oktober, die Gespräche liefen seit geraumer Zeit, und er kenne ihr Ergebnis nicht. Er fügte hinzu, Kirill Dmitrijew, der den Fonds leitet und als Sonderbeauftragter Putins fungiert, sei aktiv an den Kontakten mit amerikanischen Vertretern beteiligt. Washington hatte die Sanktionen unter Joe Biden nach dem russischen Einmarsch in die Ukraine im Februar 2022 verhängt; dortige Vertreter hatten den Fonds als Vehikel zur Finanzierung undurchsichtiger Transaktionen von Putin und seinem engsten Umfeld beschrieben.

Prüfung in Washington und politische Reaktionen

Die New York Times berichtete am Dienstag, 27. Oktober, die Regierung Trump prüfe das Ersuchen. Ein amerikanischer Vertreter, der mit der Zeitung sprach, sagte, Washington bewerte den Antrag des Fonds im Rahmen der üblichen Verfahren – nach Darstellung des Vertreters ein Versuch, die Beziehungen zwischen den USA und Russland zu verbessern und zur Beendigung des Krieges beizutragen. Kritik an den jüngsten Zugeständnissen an Moskau kommt sowohl von Demokraten als auch von Republikanern. Demokraten im Kongress argumentieren, Trump sei zu eifrig dabei, Geschäfte mit Putin abzuschließen, und zu zögerlich, Russland zur Beendigung des Krieges in der Ukraine zu drängen. Das Weiße Haus bemüht sich zudem, den Druck auf die Öl- und Dieselpreise in den Vereinigten Staaten vor den Zwischenwahlen zu verringern.

Frühere Erleichterungen für die russische Energiebranche

Bereits Anfang Oktober hatte Trump eine vorübergehende Aufhebung der Sanktionen gegen russischen Diesel angekündigt, was Exporte auf den amerikanischen Markt und andere Bestimmungsorte ermöglicht. Der stellvertretende russische Regierungschef Alexander Nowak erklärte am Dienstag, ein vierter Dieseltanker solle am Mittwoch auslaufen. Trump nahm außerdem bestimmte russische Verkäufe fossiler Brennstoffe von den Sanktionen aus und setzte Rechtsvorschriften aus, die Zölle von bis zu 100 Prozent auf Waren aus den fünf Ländern vorgesehen hätten, die die größten Mengen russischen Öls oder Erdgases importieren. Zudem unterzeichnete er eine Durchführungsverordnung, mit der Sanktionen und Zölle auf russische Waren sowie Sekundärsanktionen im Zusammenhang mit dem Kauf von russischem Öl und Gas aufgehoben wurden. Die Einnahmen aus diesen Verkäufen gelten als entscheidend für die Finanzierung der Kriegsanstrengungen des Kremls.

Die Abu-Dhabi-Spur zur Ukraine

Unabhängig davon bewegen sich die Bemühungen zur Beendigung des Krieges in der Ukraine auf ein trilaterales Treffen in Abu Dhabi zu, an dem Delegationen aus Kiew und Moskau sowie amerikanische Vertreter teilnehmen sollen. In einer ersten Phase ist das Treffen für den 10. November angesetzt. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj möchte, dass die Tagesordnung der ersten Stufe Deeskalationsmaßnahmen umfasst, darunter einen Gefangenenaustausch, einen Stopp der Angriffe auf die Energieinfrastruktur und einen Waffenstillstand im Schwarzen Meer. Technische Teams sollen zudem das Format eines möglichen künftigen Gipfels zwischen Trump, Selenskyj und Putin prüfen.

Sicherheitsgarantien sind für Kiew die zentrale Frage. Selenskyj beabsichtigt nicht, eine Vereinbarung zu akzeptieren, die die Ukraine nach seiner Überzeugung einem neuen russischen Angriff aussetzen würde, und er will solche Garantien von Europa, den Vereinigten Staaten oder der NATO. Putin dürfte ebenfalls Sicherheitsgarantien für Russland zur Sprache bringen, darunter eine Begrenzung oder sogar Rückabwicklung der militärischen Präsenz der NATO in der weiteren Region. Auch die Territorialfrage gilt als besonders schwierig zu lösen.

Offene Fragen

Unklar bleibt, ob Europa am Tisch sitzen wird, wenn die entscheidenden Beschlüsse gefasst werden, und wer es vertreten würde. Europäische Vertreter, die unter der Bedingung der Anonymität sprachen, warfen diese Frage auf. Die Gespräche finden unter dem Schatten des Krieges im Iran statt.

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