Konflikte · Rheine, Elda und Straßkirchen

Rumänin in Deutschland wegen russischer Spionagevorwürfe gegen Drohnenhersteller-CEO festgenommen

Eine 45-jährige rumänische Staatsbürgerin wurde in Deutschland unter dem Verdacht festgenommen, für den russischen Geheimdienst spioniert zu haben. Es handelt sich um einen Teil eines Komplotts gegen den Direktor eines bayerischen Drohnenherstellers, der die Ukraine beliefert. Ein ukrainischer Mann wurde im selben Fall in Spanien festgenommen.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von HotNews.ro, Stirile ProTV, G4Media.ro und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Rheine, Elda, Straßkirchen · Deutschland, Spanien
Wie es dazu kam
  1. März 2026Sergey N. in Elda (Spanien) festgenommen; Alla S. in Rheine (Deutschland) festgenommen
  2. März 2026Thumann unter permanenten Schutz gestellt, sagt alle öffentlichen Auftritte ab
  3. 6.08.Rumäniens MAE bestätigt Festnahme, sagt, dass keine konsularische Hilfe von der Inhaftierten oder ihrer Familie beantragt wurde

Festnahmen und Anklage

Die deutsche Bundesanwaltschaft nahm zwei Personen fest, die verdächtigt werden, Spionage für einen russischen Geheimdienst betrieben zu haben. Alla S., eine 45-jährige rumänische Staatsbürgerin, wurde in der Stadt Rheine in Nordrhein-Westfalen aufgrund eines Haftbefehls des Bundesgerichtshofs in Rheine festgenommen. Sergey N., ein 43-jähriger ukrainischer Staatsbürger, wurde in der Stadt Elda im Südosten Spaniens festgenommen. Der Fall wurde im März 2026 bekannt, als die deutsche Bundesanwaltschaft die Festnahmen erstmals bekannt gab. Stand 6. August beschränken sich die formellen Anklagen auf den Verdacht der agententätigkeit für einen ausländischen Geheimdienst; die Behörden haben keine Anklage wegen versuchten Mordes oder Terrorismus erhoben.

Das Ziel

Die Überwachungsaktion richtete sich gegen Stefan Thumann, Gründer und Direktor des bayerischen Drohnenherstellers Donaustahl mit Sitz in Straßkirchen. Das Unternehmen produziert Aufklärungsdrohnen und FPV-MAUS-Drohnen und hat Ausrüstung und Komponenten geliefert, die von der Ukraine in ihrem Krieg gegen Russland eingesetzt werden. Nach den Festnahmen sagte Thumann seine öffentlichen Auftritte ab und wurde von den deutschen Behörden unter permanenten Schutz gestellt, die das Risiko für ihn als hoch einschätzten. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt wird fortlaufend über die Ermittlungen informiert.

Überwachungsoperation

Laut Staatsanwaltschaft begann Sergey N. im Dezember 2025 mit der Überwachung Thumanns, fotografierte und filmte dessen Privatwohnung und Firmenzentrale und sammelte Informationen über ihn aus offenen Quellen. Die Ermittler entdeckten auch mögliche Versuche, Thumanns Vater in Starnberg (Bayern) auszuspionieren, um den Aufenthaltsort des Sohnes zu ermitteln. Nachdem Sergey N. mit seiner Familie nach Spanien geflohen war, übernahm Alla S. die Mission, reiste zur Adresse des Ziels und filmte den Ort mit ihrem Mobiltelefon. Deutsche Presseberichte besagen, dass die Ermittler sie nicht als professionelle Agentin betrachten, sondern als eine Person, die für bestimmte Aufgaben angeworben wurde.

Attentatshypothese

Die deutschen Sicherheitsbehörden erhielten Ende 2025 von einem ausländischen Partnergeheimdienst Informationen, dass Thumann in ernster Gefahr schwebe. Bayerische Beamte nahmen Sergey N. im Dezember 2025 kurzzeitig fest, beschlagnahmten seine Mobiltelefone und kopierten große Datenmengen, ließen ihn jedoch aufgrund von Zeitmangel frei, bevor die Geräte vollständig analysiert werden konnten. Eine spätere Analyse deutete darauf hin, dass er wahrscheinlich Kontakt zu russischen Geheimdiensten hatte. Laut Der Spiegel glauben die Ermittler, dass die Überwachungsaktionen Vorbereitungen für physische Angriffe oder sogar ein Attentat gewesen sein könnten. Die Staatsanwaltschaft erklärte, dass die Überwachungsaktivitäten höchstwahrscheinlich darauf abzielten, weitere geheimdienstliche Operationen gegen das Ziel vorzubereiten.

Rumäniens Reaktion

Das rumänische Außenministerium (MAE) bestätigte am Abend des 6. August, dass die deutschen Behörden einen Haftbefehl des Bundesgerichtshofs in Rheine gegen eine rumänische Staatsbürgerin vollstreckt hatten. Das MAE erklärte, dass das Generalkonsulat Rumäniens in Bonn bis zu diesem Zeitpunkt keine Anträge auf konsularische Hilfe von der betreffenden Bürgerin oder ihrer Familie erhalten habe.

Breiteres Muster russischer Operationen

Die deutschen Behörden haben gewarnt, dass Russland über soziale Medien aktiv sogenannte „Wegwerfagenten“ anwirbt – Personen ohne Geheimdienstausbildung, die gegen geringe Geldbeträge Handlungen wie Brandstiftung, Sachbeschädigung oder Drohnenüberflüge über sensible Einrichtungen begehen können. Die Ermittler haben nicht ausgeschlossen, dass Russland einen weiteren Angriff auf einen Rüstungsmanager in Bayern vorbereitet hat, nachdem Sprengstoff in einem Lastwagen entdeckt wurde, der in die Region unterwegs war. Zwei Verdächtige wurden in Serbien festgenommen, und in ihren Telefonen wurden angeblich Kontakte zu russischen Geheimdiensten gefunden. Im Februar wurde eine weitere rumänische Staatsbürgerin zusammen mit einem griechischen Staatsangehörigen in Deutschland in einem separaten Sabotagefall gegen Schiffe der deutschen Marine festgenommen, wobei Durchsuchungen in Hamburg, Rumänien und Griechenland unter Koordination von Eurojust durchgeführt wurden.

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