
Rumäniens Parlament stimmt am letzten Tag vor Auslaufen über Verlängerung der Treibstoffpreisobergrenze ab – Angst vor starken Preiserhöhungen
Am 30. Juni läuft die Frist ab – die rumänischen Abgeordneten stimmten über einen Änderungsantrag zur Verlängerung der Treibstoffpreisobergrenze und der Dieselsteuersenkung um drei Monate ab. Der frühere Energieminister Bogdan Ivan warnt, dass die Treibstoffpreise bereits am 1. Juli steigen könnten, falls die Verlängerung ausbleibt.
Hintergrund der Krise
Im April 2026, nach der Eskalation im Nahen Osten, rief die rumänische Regierung eine Krise auf dem Markt für Rohöl und Erdölprodukte aus. Zu den eingeführten Maßnahmen gehörten eine Senkung der Dieselsteuer um 30 Bani, was inklusive Mehrwertsteuer einer Senkung um 36 Bani pro Liter entspricht, eine Obergrenze für Handelsspannen, Exportbeschränkungen und eine höhere Besteuerung von Zufallsgewinnen.
Wettlauf gegen die Zeit im Parlament
Die Maßnahmen laufen am 30. Juni aus, und die Übergangsregierung kann keine Dringlichkeitsverordnungen erlassen. Die PSD reichte – durch den früheren Energieminister Bogdan Ivan – am 29. Juni einen Änderungsantrag ein, um sie um drei Monate zu verlängern. Das Parlament muss ihn am letzten Sitzungstag durch die Ausschüsse und im Plenum bringen.
Ich rufe alle Parteien auf, dieses Projekt zu unterstützen.
Er räumte ein, dass man auf eine voll handlungsfähige Regierung gehofft habe, was jedoch nicht eintrat.
Wir hatten auf eine Regierung mit umfassenden Befugnissen gehofft, die diesen Schritt hätte unternehmen können.
Auswirkungen auf die Preise und Verbraucherängste
Der FORT warnt, dass Diesel ohne die Obergrenze um mindestens 50 Bani pro Liter steigen könnte. Höhere Transportkosten würden die Inflation anheizen. Allerdings sind die Ölpreise gefallen – Brent liegt bei rund 72 Dollar pro Barrel –, sodass der Bedarf an der Obergrenze sinkt. Benzin ist im vergangenen Monat bereits um 10 % gefallen.
Skepsis von Experten
Einige Experten argumentieren, dass die Obergrenze nicht mehr notwendig ist. Die Energieexpertin Eugenia Gusilov erklärte:
Im gegenwärtigen Moment besteht keine Notwendigkeit, dieses System zu verlängern. Es war eine kurzfristige Maßnahme für den Notstand, den wir alle im März-April erlebt haben. Jetzt befinden wir uns nicht mehr in dieser Situation, und als mittelfristige Lösung ist sie nicht notwendig. Der Markt hat sich bereits angepasst und Flexibilität gezeigt.
Dumitru Chisăliță vom Verband für intelligente Energie glaubt, dass Treibstoff ohne die Obergrenze schneller billiger werden könnte.
Nebenwirkungen und künftige Unwägbarkeiten
Die Obergrenze führte zu vorübergehenden Dieselknappheiten, da der gedeckelte Preis eine Nachfrage anzog, die das Angebot überstieg. Selbst wenn das Parlament das Gesetz verabschiedet, könnte es nicht rechtzeitig in Kraft treten, um einen vorübergehenden Preisanstieg am 1. Juli zu verhindern, weil die Verkündung und Veröffentlichung Zeit brauchen.
- Maßnahmen eingeführt: Senkung der Dieselsteuer, Deckelung der Handelsspanne, Exportbeschränkungen, Zufallsgewinnsteuer.
- PSD reicht Änderungsantrag zur Verlängerung der Maßnahmen um drei Monate ein.
- Parlament debattiert und stimmt am letzten Sitzungstag ab; Maßnahmen laufen aus.
- Möglicher Treibstoffpreisanstieg, falls Gesetz nicht in Kraft ist.
- Neue Frist für Maßnahmen, falls Verlängerung angenommen und in Kraft gesetzt wird.


