
Rumänien sperrt A1-Autobahn zwischen Cisnădie und Boița für elf Wochen Bauarbeiten am Knotenpunkt
Ab dem 5. Oktober 2026 wird der Verkehr auf der A1 zwischen Sibiu und Boița bis zum 19. Dezember auf die DN7 und die DN1 umgeleitet, während der türkische Baukonzern Mapa-Cengiz eine Freivorbau-Überführung für den Knotenpunkt A13 errichtet.
Sperrung der Autobahn und zeitlicher Ablauf
Die rumänische Nationale Gesellschaft für Straßeninfrastruktur (CNAIR) wird den gesamten Verkehr auf der A1 zwischen den Knotenpunkten Cisnădie und Boița ab dem 5. Oktober 2026 sperren. Die vollständige Verkehrseinstellung betrifft Los 1 des Autobahnprojekts Sibiu-Pitești und unterbricht den Transit auf dem Abschnitt zwischen Sibiu und Boița. CNAIR kündigte die Maßnahme offiziell am Freitag, dem 2. Oktober 2026, an und legte den Sperrzeitraum bis zum 19. Dezember 2026 fest. Dieser Zeitplan bedeutet eine elfwöchige Unterbrechung über mehr als zwei Monate auf einer der am stärksten befahrenen Strecken Siebenbürgens – kurz vor der Winterferienzeit. Die offiziellen Projektbedingungen sehen für Los 1 zunächst eine Stilllegung von 90 Tagen vor, wobei administrative Regelungen eine Verlängerung um bis zu einem Jahr zulassen, falls technische Anforderungen zusätzliche Zeit erfordern.
- CNAIR kündigt die vollständige Sperrung der A1 zwischen Cisnădie und Boița an
- Die Sperrung der A1 beginnt, während Mapa-Cengiz mit dem Bau der Überführung bei Boița startet
- Geplantes Ende der elfwöchigen Sperrung der Autobahn
Technische Anforderungen und Sicherheitsmaßnahmen
Die Verkehrssperrung ist erforderlich, damit das türkische Baukonsortium Mapa-Cengiz die Bauarbeiten am Abschnitt 2 der Autobahn Sibiu-Pitești zwischen Boița und Cornetu vorantreiben kann. Die Bautrupps werden ein Viadukt über der Ausfahrtsrampe errichten, die den Fahrzeugverkehr derzeit von der A1 direkt auf die Nationalstraße DN7 leitet. Das Projekt nutzt die Freivorbauweise, bei der ein großes bewegliches Metallgerüst direkt über der befahrenen Fahrbahn aufgehängt werden muss. Die Verkehrsbehörden kamen zu dem Schluss, dass schwebende schwere Maschinen im Betrieb über offenen Fahrspuren erhebliche Unfallrisiken schufen, die sich bei laufendem Betrieb nicht ausschließen ließen.
CNAIR bestätigte die Sicherheitsbegründung für die vollständige Sperrung:
Unter diesen Bedingungen muss der Verkehr auf der A1 zwischen den Knotenpunkten Cisnădie und Boița gestoppt werden, damit die Arbeiten die Verkehrsteilnehmer nicht gefährden.
Knotenpunkt Boița und künftige Autobahnverbindungen
Das Brückenbauwerk bildet einen zentralen Teil des künftigen Straßenknotens Boița, der eine direkte Verbindung zwischen der A1 und der geplanten A13 herstellen soll. Die Infrastruktur wird den Abschnitt 2 der Autobahn Sibiu-Pitești mit dem überregionalen Netz verknüpfen, sobald die Bergquerung und die Rampen des Knotenpunkts fertiggestellt sind.
CNAIR erläuterte den baulichen Zweck des Viadukts in der offiziellen Projektankündigung:
Diese Überführung ist Teil des Straßenknotens, der die Verbindung zwischen A13 und A1 im Bereich von Boița herstellen wird.
Die Bautrupps werden sich in dem elfwöchigen Zeitfenster darauf konzentrieren, die Freivorbaufelder über der Kreuzungszone fertigzustellen, um eine spätere Wiedereröffnung der darunterliegenden Fahrbahn zu ermöglichen.
Umleitungen über Nationalstraßen
Während der Sperrung vom 5. Oktober bis zum 19. Dezember 2026 wird der gesamte Autobahnverkehr im Rahmen eines genehmigten regionalen Verkehrsmanagements auf die umliegenden Nationalstraßen umgeleitet. Autofahrer, die den Korridor durchqueren, werden auf die Nationalstraße DN7 entlang des Abschnitts zwischen den Orten Boița, Tălmaciu und Veștem umgeleitet. Um weiter in Richtung Cisnădie und die Stadt Sibiu zu gelangen, wechseln die Fahrzeuge ab Veștem auf die Nationalstraße DN1. Die Umleitung verlagert den schweren Güter- und Personenverkehr zurück auf zweispurige Nebenstraßen und dürfte in den Hauptverkehrszeiten zu Staus entlang des Olt-Tals führen.

