
Ministerium annulliert Entscheidung zum Ende des Polizeischutzes für Hacker Rui Pinto
Das portugiesische Justizministerium hat die Entscheidung vom 22. September aufgehoben, mit der Rui Pintos Programm beendet werden sollte, da er nicht ordnungsgemäß über deren Gründe informiert worden sei. Er erhält eine neue Mitteilung und hat zehn Werktage Zeit, um zu reagieren, bevor eine neue Entscheidung ergeht.
Ministerium korrigiert Entscheidung
Das portugiesische Justizministerium hat eine Entscheidung annulliert, die den Polizeischutz für Rui Pinto beendet hätte, den Hacker, der auch unter dem Namen Rui Pedro Gonçalves Pinto bekannt ist. Die Kommission für besondere Sicherheitsprogramme (CPES) traf sich am Donnerstag, dem 8. Oktober, mit Justizministerin Rita Alarcão Júdice und erklärte die Entscheidung für nichtig. Das Ministerium gab das Ergebnis am Freitag, dem 9. Oktober, bekannt und erklärte, Pinto behalte seinen Zeugenstatus „bis zu einer neuen Entscheidung“.
Verfahrensfehler
Die Kommission stellte fest, dass Pinto nicht ordnungsgemäß über die Gründe für die Beendigung des Programms informiert worden war und keine Gelegenheit erhalten hatte, sein Recht auf Stellungnahme auszuüben. In der Erklärung des Ministeriums hieß es:
Die CPES stellte fest, dass der Begünstigte nicht ordnungsgemäß über die Gründe für die Entscheidung zur Beendigung des Programms informiert wurde und ihm weder die Informationen noch die Möglichkeit gewährt wurden, sein Recht auf rechtliches Gehör nach den Bestimmungen des Zeugenschutzgesetzes auszuüben.
Die Kommission erklärte die Entscheidung vom 22. September 2026, das daran anschließende Verfahren sowie die am 30. September 2026 versandte Mitteilung für nichtig. Pintos Verteidigung hatte das Verfahren bereits kritisiert und Berufung angekündigt. Sie hatte das Ministerium zudem förmlich aufgefordert, die Maßnahme neu zu bewerten.
Chronologie
Die Abfolge beginnt mit der Entscheidung der Kommission vom 22. September, das Programm zu beenden, und der Mitteilung vom 30. September. Die Kommission traf die Ministerin am 8. Oktober, und das Ministerium gab die Rücknahme am 9. Oktober bekannt.
- Entscheidung der Kommission, Rui Pintos besonderes Sicherheitsprogramm zu beenden
- Mitteilung der Entscheidung an Rui Pinto
- Kommission trifft Justizministerin Rita Alarcão Júdice und annulliert die Entscheidung
- Ministerium gibt bekannt, dass das Programm bis zu einer neuen Entscheidung in Kraft bleibt
Wie es weitergeht
Pinto soll eine neue Mitteilung zusammen mit dem Bericht zur Neubewertung des Risikos und den relevanten Teilen der Protokolle der Kommissionssitzungen erhalten. Anschließend hat er zehn Werktage Zeit, um sich zur Substanz und zu den Gründen der Entscheidung zu äußern. Erst nach diesem Verfahren und nach Prüfung etwaiger Stellungnahmen wird eine neue Entscheidung über die Beibehaltung oder Beendigung des besonderen Sicherheitsprogramms getroffen.


