Regierung · Lissabon und Odemira

PJ verlängert Mandat von Finanzdirektor Álvaro Pires im Zuge der Ermittlungen im Anhänger-Fall nicht

Die portugiesische Kriminalpolizei (PJ) hat bestätigt, dass sie die Dienstkommission ihres Finanzdirektors Álvaro Pires nicht verlängern wird. Pires steht in Verbindung mit einem beschlagnahmten Anhänger, dessen Verwahrung einem Bauunternehmer übertragen wurde, der für Innenminister Luís Neves tätig war.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Diário de Notícias, SIC Notícias, Observador und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Lissabon, Odemira · Portugal

Eine bestätigte Nichtverlängerung

Die Polícia Judiciária bestätigte am Mittwoch, dem 4. November 2026, dass ihre Nationaldirektion die Verlängerung der Dienstkommissionen zweier Direktoren nicht vorgeschlagen hat: des Direktors für Finanzen und Vermögensverwaltung, Álvaro Pires, und des Direktors für Innovation und Entwicklung. Die Erklärung der Behörde rahmte die Entscheidung institutionell ein:

„Die Nationaldirektion der PJ hat der Aufsichtsbehörde die Verlängerung dieser Kommissionen nicht vorgeschlagen“

Polícia Judiciária

RTP berichtete zuerst, die Entscheidung gehe auf den Nationaldirektor Carlos Cabreiro zurück. Laut RTP hatte Pires zudem darum gebeten, von seinen Aufgaben entbunden zu werden – ein Punkt, den die Erklärung der PJ nicht erwähnte. Pires sagte gegenüber Observador, er habe von der Entscheidung gewusst, aber keine Begründung erhalten; man habe ihm gesagt, eine Verlängerung sei nicht angezeigt.

„Ich wusste davon, aber die Gründe wurden mir nicht mitgeteilt.“

Álvaro Pires, Direktor für Finanzen und Vermögensverwaltung

Pires erklärte, er wolle vorerst keine weiteren Angaben machen.

Der Anhänger im Zentrum des Streits

Pires steht in Verbindung mit einem Anhänger, der in der Operation Pacoba beschlagnahmt wurde, einem Ermittlungsverfahren wegen Drogenhandels. Laut RTP schlug Pires gegenüber Luís Neves, dem Innenminister und früheren Chef der PJ, vor, den Anhänger, der Chemikalien enthielt, in der Obhut von Construbarcelos zu belassen – einer Firma, die Arbeiten am Haus von Neves ausgeführt hatte. Neves entschied sich für diese Regelung und verteidigte sie als gutes Management. Der Anhänger wurde daraufhin einem Bauunternehmer aus Barcelos übergeben, einem Freund von Neves – nach eigener Aussage des Ministers –, dessen Firma 17 Werkverträge bei der PJ gewonnen hatte. Später beauftragte Neves denselben Unternehmer mit privaten Arbeiten an einem Grundstück, das ihm in Odemira im Alentejo gehört.

Falsche Kostenangaben und die Justizministerin

RTP berichtet zudem, Pires habe Cabreiro falsche Informationen über die Kosten der Vernichtung des beschlagnahmten Materials gegeben. Cabreiro gab diese Zahlen an Justizministerin Rita Alarcão Júdice weiter, die sich anschließend öffentlich zu Beträgen äußerte, die der Darstellung von Neves widersprachen. RTP beschreibt Pires als sehr eng mit dem Innenminister verbunden, der ihn einst „den Mourinho der Finanzen der Judiciária“ nannte. Die Anhänger-Episode ist eine von mehreren Kontroversen aus der Zeit, in der Neves die PJ leitete.

Strafrechtliche Ermittlungen und Prüfungen

Die Generalstaatsanwaltschaft bestätigte, dass der Anhänger-Fall von der Staatsanwaltschaft strafrechtlich untersucht wird – eines von drei Strafverfahren, in die Neves verwickelt ist. Zudem laufen zwei Prüfungen der PJ, die sich überwiegend auf den Zeitraum beziehen, in dem Neves die Behörde führte. Eine davon ist eine interne Prüfung, die von seinem Nachfolger Cabreiro angefordert wurde. Die andere führt die Inspeção-Geral dos Serviços de Justiça (IGSJ) durch; ihre Ergebnisse hat die Justizministerin für das Jahresende angekündigt.

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