Sicherheit · Washington, Caracas und Madrid

Rubio trifft Venezuelas neuen Außenminister Oliver Blanco in Washington

Oliver Blanco, am 29. Oktober von Übergangspräsidentin Delcy Rodríguez zum Außenminister ernannt, traf Marco Rubio 45 Minuten lang im Außenministerium. El País bezeichnet es als erstes formelles Treffen der Außenminister beider Länder seit Juni 2016.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von EL PAÍS, Deutsche Welle, EL MUNDO und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Washington, Caracas, Madrid · Vereinigte Staaten, Venezuela, Spanien
Wie es dazu kam
  1. 29.10.Blanco zum Außenminister ernannt; Rodríguez kündigt alle verfassungsgemäßen Wahlen an, ohne Datum
  2. 2.11.Blanco trifft Rubio im Außenministerium in Washington
  3. 4.11.Iberoamerika-Gipfel beginnt in Madrid; Blanco soll Rodríguez begleiten

Ein erstes formelles Treffen im Außenministerium

Marco Rubio, der US-Außenminister, empfing Oliver Blanco am Montag, 2. November, im Außenministerium in Washington. El País beschreibt es als erstes formelles Treffen der Außenminister beider Länder seit Juni 2016, als John Kerry in Santo Domingo am Rande der Generalversammlung der OAS mit Delcy Rodríguez zusammenkam, damals Außenministerin unter Nicolás Maduro. Die Gespräche dauerten 45 Minuten. Anschließend posierten die beiden Männer mit ernster Miene zwischen der US- und der venezolanischen Flagge, ohne den üblichen Händedruck. Die Deutsche Welle berichtet, dass keiner der beiden Beamten Fragen von Journalisten beantwortete.

Widersprüchliche Angaben zum Gesagten

El País berichtet, Blanco habe beim Hinausgehen kurz gesprochen und Reportern gesagt, die beiden Länder hätten trotz früherer Differenzen eine erfolgreiche diplomatische Agenda, die den Venezolanern bei wirtschaftlicher Erholung, demokratischem Wandel und Zusammenleben helfen solle. Reportern von NTN24, die ihn nach Wahlen fragten, wandte er sich ohne Antwort ab. Die Deutsche Welle und Notícias ao Minuto berichten dagegen, es sei keine Erklärung abgegeben worden. El País ergänzt, das Außenministerium habe nach dem Treffen keinen Kommentar abgegeben. Blanco traf laut El País zudem Finanzminister Scott Bessent, dessen Ressort die Wirtschaftssanktionen kontrolliert, die Venezuela weiterhin belasten, sowie den Staatssekretär für Energie, James Danly.

Blancos Ernennung und Profil

Delcy Rodríguez ernannte Blanco am Donnerstag, 29. Oktober, zum Außenminister und ersetzte damit Félix Plasencia, der die Leitung der internationalen Angelegenheiten des Präsidialamts übernahm. El País schreibt, Blanco habe keine diplomatische Laufbahn und sei 34 Jahre alt, und bezeichnet ihn als einziges Kabinettsmitglied, das nicht aus dem Chavismus stammt. El Mundo gibt sein Alter mit 35 an und schreibt, er sei Jugendführer der Acción Democrática gewesen und habe deren Generalsekretär Henry Ramos Allup begleitet, als dieser 2016 den Vorsitz der Nationalversammlung innehatte. Laut El Mundo war Blanco seit Februar die Nummer zwei im Ministerium und hatte die Besuche von Gesandten des Weißen Hauses in Caracas unterstützt. Am Freitag, 30. Oktober, traf er nach Angaben von Notícias ao Minuto John Barrett, den US-Geschäftsträger in Caracas.

Wahlen, Machado und der weitere Kontext

Rodríguez sagte am Donnerstag, 29. Oktober, Venezuela werde alle in seiner Verfassung vorgesehenen Wahlen abhalten, nannte aber kein Datum. Oppositionsführerin María Corina Machado kehrte am 25. Oktober nach Venezuela zurück, nachdem sie sich fast ein Jahr im Ausland aufgehalten und dort wiederholt Wahlen gefordert hatte. Die Deutsche Welle bezeichnet sie als Nobelpreisträgerin für Frieden. Die USA nahmen Nicolás Maduro am 3. Januar in einer Militäroperation fest, und Washington ist laut El País seither Venezuelas wichtigster Partner. Notícias ao Minuto berichtet, die Trump-Regierung, die mit Caracas einen umstrittenen Öl-Deal abgeschlossen hat, unterstütze einen politischen Fahrplan zur Erneuerung zentraler Institutionen in den kommenden Monaten. El Mundo deutet das Treffen als Rückendeckung für den Beamten, der einen dreiphasigen Plan zu freien Wahlen vorantreibt.

Wie es weitergeht

El Mundo erwartet, dass Blanco Rodríguez beim XXX. Iberoamerika-Gipfel begleitet, der am Mittwoch, 4. November, in Madrid beginnt. El Mundo merkt zudem an, dass das Treffen am Vorabend der US-Wahlen stattfand. Rodríguez hat für die versprochenen venezolanischen Wahlen kein Datum genannt, und die vom Finanzministerium verwalteten Sanktionen bleiben laut El País in Kraft. Die nächste Bewährungsprobe für Blancos Ministerium wird sein, ob seine Gespräche mit Washington Bewegung in den Wahlkalender bringen.

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