Wohnen · Rom, Venedig und Florenz

Rom schließt Eintrittsgebühr nach Venediger Vorbild aus und will Kurzzeitvermietungen eindämmen, um das Zentrum zu schützen

Bürgermeister Roberto Gualtieri sagt, ein Eintrittsticket für Besucher ergebe in Rom keinen Sinn. Seine Priorität sei es, Kurzzeitvermietungen zu beschränken, damit das historische Zentrum bewohnt bleibt, und er fordert mehr rechtliche Befugnisse von der Zentralregierung, um gegen bestehende Immobilien vorgehen zu können.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Libertatea, Mediafax.ro, Digi24 und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Rom, Venedig, Florenz, Bologna · Italien

Kein Eintrittsticket, aber strengere Regeln für Kurzzeitvermietungen

Roms Bürgermeister Roberto Gualtieri sagte in einem am 28. Oktober 2026 veröffentlichten Interview mit Bloomberg, die Stadt werde keine Eintrittskarte für Besucher einführen und den Zugang zur Stadt nicht beschränken. Stattdessen will die Verwaltung das 3.000 Jahre alte historische Zentrum schützen, indem sie Kurzzeitvermietungen deutlich reguliert und dafür sorgt, dass der Kern von Bewohnern bewohnt und von traditionellen Geschäften und Restaurants versorgt bleibt. Eine Nachahmung Venedigs lehnte er ab; die Lagunenstadt hatte in diesem Sommer eine Zugangsgebühr von 5 Euro für Tagesgäste getestet. Laut Gualtieri passt dieses Modell zur Lagunenstadt wegen ihrer geringen Größe und der großen Zahl von Besuchern, die nie übernachten und deshalb keine lokale Beherbergungssteuer zahlen.

Im Zentrum gibt es mehr Betten als Einwohner

Eine im September veröffentlichte Marktstudie des Immobilienunternehmens Brixa zählt mehr als 122.000 Touristenbetten im historischen Zentrum, bei einer Wohnbevölkerung von etwas mehr als 116.000 Menschen. Die Studie stellt fest, dass sich die auf Airbnb und Vrbo gelisteten Kurzzeitvermietungen, die traditionell im alten Kern konzentriert waren, nun in Wohnviertel am Stadtrand ausbreiten. Die Stadtversammlung hat eine Aktualisierung der städtebaulichen Regeln gebilligt, ein Verfahren, das fast zwei Jahrzehnte blockiert war, mit dem Ziel, die Entvölkerung zu stoppen. Gualtieri sagt, die neuen Maßnahmen böten einen stärkeren Schutz des Wohnungsbestands. Florenz und Bologna haben bereits strenge Verbote erlassen, Wohnimmobilien in historischen Zentren in gewerbliche Unterkünfte umzuwandeln.

Rekordtourismus im Jahr 2025

Von Bloomberg zitierte Gemeindedaten zeigen, dass Rom im Jahr 2025 einen Rekord von 22,9 Millionen Touristenankünften verzeichnete, davon 12 Millionen ausländische Besucher. Auch die Übernachtungen erreichten mit 52,92 Millionen einen Rekordwert.

Touristenankünfte in Rom im Jahr 2025Mio.
Touristenankünfte insgesamt
22.9 Mio.
Ausländische Touristenankünfte
12 Mio.

Daten aus dem Artikeltext

Gualtieri sagte, die Stadt solle Besucher anziehen, die wegen kultureller Veranstaltungen und authentischer lokaler Erlebnisse kommen, statt wegen dessen, was er „Hit-and-run-Tourismus“ nannte, bei dem Besucher Leistungen konsumieren, ohne viel zurückzugeben. Er sagte zudem, Touristen würden immer nach Rom kommen, und die Priorität sei, das Zentrum lebendig, bewohnt und von echten lokalen Betrieben versorgt zu halten statt von künstlichen Geschäften, die nur für den Massentourismus errichtet würden.

Wie es weitergeht

Gualtieri betonte, die Gemeinde könne gegen bestehende Immobilien nicht vorgehen, solange sie diese Befugnis nicht erhalte, und Rom brauche daher weitere rechtliche Instrumente von der nationalen Regierung. Der Bürgermeister sagte, die Stadt rüste sich mit Instrumenten aus, die es ihr ermöglichen würden, Beschränkungen für verschiedene Arten von Immobilien zu verhängen. Der Ansatz rahmt die Politik als Entscheidung zwischen der Begrenzung der Zahl der Besucher und der Gestaltung der Art der Besucher, mit Schwerpunkt auf Bewohnern und lokalem Gewerbe.

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