Regierung · Boston

Richter weist Klage der Trump-Regierung auf Herausgabe von Harvard-Zulassungsdaten aus formalen Gründen ab

Ein Bundesrichter hat am Montag, dem 2. November 2026, die Klage des Justizministeriums auf Herausgabe individueller Bewerberdaten von Harvard abgewiesen. Das Gericht stellte fest, dass die Regierung vor der Klageerhebung erforderliche Verfahrensschritte übersprungen hatte.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von The Guardian, The Independent, Washington Post und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Boston · Vereinigte Staaten
Wie es dazu kam
  1. Februar 2026Das Justizministerium verklagt Harvard wegen der Zulassungsdaten
  2. August 2026Derselbe Richter weist die Antisemitismusklage der Regierung gegen Harvard ab
  3. Woche des 26. Oktober 2026Harvard veröffentlicht Zulassungsdaten, die einen niedrigeren Anteil schwarzer Studierender zeigen
  4. 2.11.Ein Richter weist die Klage wegen der Zulassungsdaten aus formalen Gründen ab

Die Entscheidung

Am Montag, dem 2. November 2026, wies der Bundesbezirksrichter Myong J. Joun eine Klage ab, die das Justizministerium im Februar 2026 gegen die Harvard University eingereicht hatte. Die Klage verlangte individuelle Bewerberdaten im Rahmen einer bürgerrechtlichen Prüfung der Zulassungspraxis der Universität. Joun entschied nicht darüber, ob Harvard diskriminiert hat. Er gab dem Antrag Harvards aus formalen Gründen statt und stellte fest, die Regierung habe nicht nachgewiesen, dass sie die notwendigen Schritte unternommen habe, um eine freiwillige Befolgung zu erreichen, bevor sie ein Gericht zur Durchsetzung ihrer Forderungen anrief. Die Abweisung erfolgt ohne Präjudiz, das heißt, die Klage kann erneut eingereicht werden. Weder Harvard noch das Justizministerium reagierten unmittelbar auf Anfragen nach einer Stellungnahme.

In seiner schriftlichen Begründung erläuterte Joun den Maßstab, den die Regierung erfüllen musste:

„Eine Frist und die Drohung mit einer Klage allein belegen nicht zwangsläufig die Einhaltung des behördlichen Verfahrens zur freiwilligen Befolgung, wenn die Behörde die Durchsetzung umstrittener Forderungen nach umfangreichen Informationen anstrebt.“

Myong J. Joun, Bundesbezirksrichter

Joun stellte zudem fest, dass das Bildungsministerium keine ordnungsgemäßen Verfahrensschritte eingehalten hatte, bevor es seine Untersuchung der Zulassungspraxis in die Klage des Justizministeriums einbrachte.

Was die Regierung verlangte

Das Justizministerium eröffnete 2025 eine Prüfung der Einhaltung der Zulassungspraxis Harvards und forderte die Universität auf, fünf Jahre Zulassungsdaten von Bewerbern für ihre Undergraduate-, Medizin- und Jurastudiengänge herauszugeben. Die Regierung verlangte außerdem von einzelnen Studierenden verfasste Bewerbungsessays. Die Regierung erklärt, die Unterlagen seien nötig, um zu bestätigen, dass Harvard nach einem Urteil des Obersten Gerichtshofs von 2023 die Berücksichtigung von Affirmative Action bei der Zulassung eingestellt hat. Das Justizministerium warf Harvard vor, die Prüfung „vereitelt“ und die Herausgabe von Dokumenten „verschleppt“ zu haben. Die Regierung verlangte Unterlagen zu Hunderttausenden von Bewerbern.

Harvard erklärt, mehr als 2.000 Seiten Dokumente vorgelegt, aber die Herausgabe individueller Bewerberdaten verweigert zu haben, die die Universität als geschützte Informationen einstuft. Die Anwälte Harvards haben argumentiert, die Regierung habe die Verhandlungen zu früh zugunsten einer Vergeltungskampagne abgebrochen. Ein Sprecher des Bildungsministeriums erklärte:

„Studierende sollten nach ihrer Leistung und ihren Errungenschaften beurteilt werden, nicht nach der Farbe ihrer Haut.“

Bildungsministerium

Harvards Darstellung und der größere Konflikt

Vertreter Harvards beschreiben den Druck als verfassungswidrige Vergeltung dafür, dass die Universität sich weigert, sich die ideologischen Ansichten der Regierung zu eigen zu machen. Vertreter Trumps erklären, ihr Vorgehen reagiere auf Vorwürfe antisemitischer Voreingenommenheit auf dem Campus. Die Regierung hat zudem Bundesmittel eingefroren und versucht, Harvard die Berechtigung zur Aufnahme internationaler Studierender zu entziehen, und sie hat Rechtsstreitigkeiten vor Bundesgerichten über Kürzungen in Milliardenhöhe verloren. Im August 2026 wies derselbe Richter die Antisemitismusklage der Regierung gegen Harvard ab.

In der Woche des 26. Oktober 2026 veröffentlichte Harvard Zulassungsdaten, die zeigen, dass der Anteil schwarzer Studierender das dritte Jahr in Folge sank – auf 9,3 Prozent für den Jahrgang 2030, nach 18 Prozent für den Jahrgang 2027.

Anteil schwarzer Studierender an der Harvard-Immatrikulation nach Jahrgang%
Jahrgang 2027
18 %
Jahrgang 2030
9.3 %

Daten aus dem Artikeltext

Was die Entscheidung offenlässt

Joun erklärte, seine Entscheidung beantworte nur eine begrenzte Frage, nämlich ob die Regierung nachgewiesen habe, dass sie die Voraussetzungen für eine gerichtliche Durchsetzung erfüllt habe. Er machte auch deutlich, was die Entscheidung nicht klärt:

„Die Entscheidung stellt nicht fest, ob Harvard diskriminiert hat, ob die Behörden rechtmäßig angemessen bestimmte Daten auf Bewerberebene verlangen dürfen oder ob Harvard letztlich zur Herausgabe solcher Daten verpflichtet werden kann.“

Myong J. Joun, Bundesbezirksrichter

Der Zeitablauf des Streits reicht von der Klageeinreichung im Februar 2026 über die Abweisung des Antisemitismusverfahrens im August bis zur Entscheidung am Montag. Da die Abweisung ohne Präjudiz erfolgte, kann die Klage erneut erhoben werden.

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Quellen und Kontext

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