
Repräsentantenhaus verabschiedet Gesetz zur dauerhaften Sommerzeit, Senatsweg ungewiss
Das US-Repräsentantenhaus stimmte am Dienstag mit 308 zu 117 Stimmen für die ganzjährige Sommerzeit – ein Schritt, den Präsident Trump unterstützt –, aber das Gesetz hat im Senat einen ungewissen Ausgang, da mindestens ein Republikaner es blockieren könnte.
Abstimmung im Repräsentantenhaus
Das US-Repräsentantenhaus verabschiedete am Dienstag den Sunshine Protection Act mit 308 zu 117 Stimmen. Der Gesetzesentwurf würde die Sommerzeit landesweit dauerhaft machen und die zweimal jährliche Umstellung der Uhren im Frühjahr und Herbst beenden. Die Abstimmung fand überparteiliche Unterstützung, wobei Republikaner und Demokraten hinter der Maßnahme standen. Präsident Donald Trump hat sich für die Initiative eingesetzt und die Zeitumstellung in einem Social-Media-Beitrag im Mai als „lächerliches, zweimal jährliches Spektakel“ bezeichnet. Sollte das Gesetz vor November in Kraft treten, müssten die Amerikaner in diesem Herbst die Uhren nicht mehr auf die Normalzeit zurückstellen.
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Gesetzgebungsweg
Der von Abgeordnetem Vern Buchanan aus Florida eingebrachte Gesetzesentwurf hatte im Mai den Ausschuss für Energie und Handel des Repräsentantenhauses mit 48 zu 1 Stimmen passiert. Am Montag brachte der Geschäftsordnungsausschuss des Repräsentantenhauses den Gesetzesentwurf mit 6 zu 4 Stimmen voran und ebnete damit den Weg für die Abstimmung im gesamten Haus. Die Führung des Repräsentantenhauses erklärte sich bereit, die Maßnahme auf die Tagesordnung zu setzen, teilweise als Zugeständnis an die Abgeordnete Anna Paulina Luna, die eine legislative Blockade wegen eines separaten Gesetzes zur Wahlrechtsbeschränkung aufrechterhalten hatte. Der Senat verabschiedete 2022 ein ähnliches Sommerzeitgesetz, das jedoch im Repräsentantenhaus nie vorankam.
- Ausschuss für Energie und Handel des Repräsentantenhauses genehmigt Gesetz mit 48:1
- Geschäftsordnungsausschuss des Repräsentantenhauses bringt Gesetz mit 6:4 voran
- Gesamtes Repräsentantenhaus verabschiedet Sunshine Protection Act mit 308:117
- Gesetz geht an den Senat, Ausgang ungewiss; mindestens ein republikanischer Senator droht mit Blockade
Ausnahmen der Bundesstaaten und Bereitschaft
Nach dem Gesetz hätten die Bundesstaaten die Möglichkeit, ganzjährig auf der Normalzeit zu bleiben, was die bestehenden Ausnahmen für Hawaii und den größten Teil von Arizona sowie für US-Territorien wie Puerto Rico, Guam, Amerikanisch-Samoa, die Amerikanischen Jungferninseln und die Nördlichen Marianen erhalten würde. Neunzehn Bundesstaaten haben bereits Gesetze auf Landesebene erlassen, um die dauerhafte Sommerzeit einzuführen, falls der Kongress dies genehmigt, so die National Conference of State Legislatures. Diese Gesetze waren von der Genehmigung des Bundes abhängig, die dieses Gesetz bieten würde.
Ausblick im Senat
Der Gesetzesentwurf geht nun an den Senat, wo seine Aussichten ungewiss sind. Ein republikanischer Senatsführer, der von der New York Times nicht namentlich genannt wurde, sagte, es sei unklar, ob die Gesetzgebung vorankommen könne. Mindestens ein republikanischer Senator scheint geneigt, sie zu blockieren. Das Weiße Haus hat starke Unterstützung signalisiert, aber der Senatskalender und verfahrenstechnische Hürden bleiben Hindernisse.
Historischer Kontext
Der Kongress führte die Bundesaufsicht über die Zeitzonen erstmals mit dem Standard Time Act von 1918 ein, und der Uniform Time Act von 1966 legte den aktuellen Sommerzeitplan fest. Die letzte Änderung der Zeitumstellungspraxis des Landes erfolgte 2005, als ein Gesetz die Sommerzeit um mehrere Wochen verlängerte. Die Praxis, die ursprünglich während des Ersten Weltkriegs zur Energieeinsparung und Verlängerung des Nachmittagslichts eingeführt wurde, ist immer wieder Gegenstand von Debatten. Schlafmediziner haben argumentiert, dass eine feste Normalzeit besser mit dem zirkadianen Rhythmus übereinstimmt, so der Guardian.


