Diplomatie · Seoul und Seattle
Südkorea verhängt Rekordstrafe von 409 Millionen Dollar gegen Coupang nach massivem Datenleck mit 33 Millionen betroffenen Nutzern
Südkoreas Datenschutzbehörde verhängte gegen den E-Commerce-Riesen Coupang eine Strafe von 624,7 Milliarden Won (409 Millionen Dollar) – die höchste Datenschutzstrafe in der Geschichte des Landes – wegen eines Vorfalls, bei dem personenbezogene Daten von mehr als 33 Millionen Kunden offengelegt wurden und die diplomatischen Spannungen mit Washington verschärfte.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Courrier international, The Next Web, The Wall Street Journal und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
Für MitgliederDie ersten 30 Sekunden zum Probehören. Synthetische Stimme (KI).
Kurz gefasst
Die PIPC verhängte eine Strafe von 624,7 Milliarden Won (409 Millionen Dollar), die höchste jemals im Land für einen Datenverstoß, und übertraf damit den bisherigen Rekord von SK Telecom bei weitem.
Ein ehemaliger Angestellter nutzte einen gestohlenen kryptografischen Schlüssel, um von Juni bis November 2025 unbemerkt auf Namen, E-Mails, Telefonnummern, Lieferadressen und Bestellverläufe zuzugreifen.
Coupang wartete 48 Stunden, um den Vorfall zu melden und überschritt damit das gesetzliche 24-Stunden-Fenster; zudem wurde das Unternehmen wegen der unbefugten Erfassung von Online-Aktivitätsaufzeichnungen von 11,17 Millionen Nutzern mit einer Geldstrafe belegt.
CEO Park Dae‑jun trat im Dezember 2025 zurück, während das Unternehmen einen Entschädigungsplan in Höhe von 1,69 Billionen Won für betroffene Kunden ankündigte.
US-Republikaner bezeichneten die Untersuchung als diskriminierend, während südkoreanische Abgeordnete sich gegen das wehrten, was sie als unangemessenen Druck amerikanischer Politiker bezeichneten.
- Juni 2025Ehemaliger Angestellter beginnt unbefugten Zugriff auf Kundendaten mit gestohlenem kryptografischem Schlüssel
- 18.11.Coupang entdeckt verdächtige Aktivitäten, wartet aber 48 Stunden mit der Benachrichtigung der Behörden
- Dezember 2025CEO Park Dae‑jun tritt zurück; Unternehmen kündigt Entschädigungsplan mit Gutscheinen im Wert von 1,69 Billionen Won an
- 11.06.PIPC verhängt Rekordstrafe von 624,7 Milliarden Won gegen Coupang
Der Vorfall
Ein ehemaliger Angestellter, ein chinesischer Staatsangehöriger, stahl einen kryptografischen Signaturschlüssel und nutzte ihn, um fast fünf Monate lang, von Juni bis November 2025, von Übersee-Servern aus auf Kundendaten zuzugreifen. Der Vorfall legte Namen, E-Mail-Adressen, Telefonnummern, Lieferadressen und Bestellverläufe von mehr als 33,7 Millionen Kundenkonten offen – etwa zwei Drittel der Bevölkerung Südkoreas. Zahlungsdaten wurden nach Angaben nicht kompromittiert.
Coupang entdeckte die verdächtigen Aktivitäten erstmals am 18. November 2025, benachrichtigte die Behörden jedoch erst 48 Stunden später und verpasste damit das gesetzlich vorgeschriebene 24-Stunden-Meldezeitfenster. Diese Verzögerung wurde nach Angaben der Personal Information Protection Commission (PIPC) zu einem zentralen Faktor für die Schwere der Strafe.
Behördliche Feststellungen und die Rekordstrafe
Die PIPC verhängte eine Gesamtstrafe von 624,7 Milliarden Won (etwa 409 Millionen Dollar), bestehend aus 423,6 Milliarden Won für den Vorfall selbst und 201,1 Milliarden Won für die unbefugte Erfassung von Online-Aktivitätsaufzeichnungen von 11,17 Millionen Nutzern, die auf Dienste außerhalb der Coupang-Plattform zugegriffen hatten. Eine separate Geldstrafe von 248 Millionen Won wurde gegen Coupang Fulfillment Services verhängt. Die Gesamtsumme übertraf den bisherigen südkoreanischen Rekord von 134,8 Milliarden Won, der gegen SK Telecom verhängt worden war, bei weitem.
„Dieser Vorfall ereignete sich aufgrund von Coupangs mangelnden Sicherheitsmaßnahmen und -systemen, nicht aufgrund hochentwickelter Hacking-Angriffe.“
Die Behörde stellte fest, dass Coupang es versäumte, betroffene Personen zu informieren, offengelegte Daten nicht löschte, die Unabhängigkeit seines Datenschutzbeauftragten nicht gewährleistete und die Untersuchung zu behindern versuchte.
- Coupang (2026)
- 409 Mio. USD
- Meta (Ireland, 2021)
- 306 Mio. USD
- SK Telecom (2025)
- 88 Mio. USD
Daten aus dem Artikeltext
Coupangs Reaktion und unternehmerische Folgen
Coupang entschuldigte sich für die verursachte Besorgnis, bedauerte jedoch, dass seine proaktiven Maßnahmen und Erklärungen in dem Urteil „nicht ausreichend berücksichtigt“ worden seien. Das Unternehmen kündigte an, die Strafe gerichtlich anzufechten. CEO Park Dae‑jun trat im Dezember 2025 zurück, und noch im selben Monat kündigte das Unternehmen einen Entschädigungsplan in Höhe von insgesamt 1,69 Billionen Won (1,17 Milliarden Dollar) in Form von plattformexklusiven Gutscheinen für betroffene Kunden an.
Diplomatische Spannungen mit Washington
Coupang hat seinen Hauptsitz in Seattle, Vereinigte Staaten, erwirtschaftet aber den Großteil seiner Einnahmen in Südkorea. Die Untersuchung zog Vorwürfe von US-Republikanern nach sich, dass Seouls Ermittlungen „diskriminierende regulatorische Maßnahmen“ gegen US-Unternehmen darstellten. Südkoreanische Abgeordnete reagierten mit einem gemeinsamen Brief, der von fast 100 Politikern unterzeichnet wurde und Bedenken über „unangemessenen Druck“ von US-Politikern äußerte, was dem Datenschutzfall eine diplomatische Dimension verlieh.
Finanzielles Gewicht der Strafe
Die Strafe entspricht fast dem Betriebsgewinn von 473 Milliarden Won (473 Millionen Dollar), den Coupang im vergangenen Jahr auswies. Zum Vergleich: Die irische Datenschutzkommission verhängte 2021 eine Geldstrafe von 306 Millionen Dollar gegen Meta, nachdem weltweit die Daten von 533 Millionen Nutzern offengelegt worden waren.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- Courrier internationalCorée du Sud : amende historique pour le géant de l'e-commerce Coupang après une fuite de données
- The Next WebCoupang fined record $409M for South Korea data breach
- The Wall Street JournalSouth Korea Fines Coupang $410 Million Over Data Breach
- Al Jazeera OnlineSouth Korea fines Coupang $408m over biggest data leak in country's history
- Song Kyung-hee
- Vorsitzende der südkoreanischen Personal Information Protection Commission
- Park Dae-jun
- Ehemaliger CEO von Coupang, trat im Dezember 2025 nach dem Vorfall zurück
- Orte
- Seoul, Seattle, Washington, D.C.
Pollar ist kostenlos und ohne Werbung im Text. Getragen wird es von seinen Mitgliedern.
Pollar unterstützen