Regierung · London

Mahmood will am 2. November die Überarbeitung der britischen Niederlassungsregeln vorstellen – Pflegekräfte sollen verschont bleiben

Die Innenministerin wird am 2. November eine Erklärung im Unterhaus zu den Niederlassungsregeln für legal eingewanderte Migranten abgeben. Das Institute for Public Policy Research schätzt, dass Fachkräfte über ihr Leben hinweg netto rund 115 Milliarden Pfund beitragen würden.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von LBC, The Independent, Evening Standard und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

London · Vereinigtes Königreich
Wie es dazu kam
  1. Juli 2026Der Guardian berichtet, der Premierminister erwäge eine Ausnahme für bereits in Großbritannien tätige Pflegekräfte
  2. September 2026Fahnbulleh sagt, die Pläne wären für ihre Familie „hart“ gewesen
  3. 2.11.Endgültige Entscheidung der Innenministerin in einer Erklärung im Unterhaus erwartet

Entscheidung am Montag, 2. November

Innenministerin Shabana Mahmood wird voraussichtlich am Montag, 2. November, in einer Erklärung vor dem Unterhaus ihre endgültige Entscheidung über Einwanderungsbeschränkungen für legal eingewanderte Migranten bekannt geben. Das bestätigte eine Quelle im Innenministerium. Der Entscheidung gingen mehr als 200.000 Stellungnahmen zu einer Konsultation voraus, die fast ein Jahr lang lief. Die ursprünglichen Vorschläge hätten die reguläre Wartezeit für die Niederlassung von fünf auf zehn Jahre verdoppelt, wobei einige geringer bezahlte Arbeitskräfte, darunter Pflegekräfte, 15 Jahre hätten warten müssen. Die Pläne könnten zudem rückwirkend für Menschen gelten, die bereits in Großbritannien leben und arbeiten, was Kritik aus der Labour-Partei hervorgerufen hat.

Wirtschaftliche Argumente für Fachkräftemigration

Das Institute for Public Policy Research (IPPR), ein Thinktank mit Einfluss auf die Labour-Politik, schätzt, dass Fachkräfte und ihre erwachsenen Angehörigen, die nach den geltenden Regeln einen Niederlassungsanspruch hätten, über ihr Leben hinweg netto rund 115 Milliarden Pfund allein durch ihre Steuerzahlungen beitragen würden. In den Zahlen sind Gesundheits- und Pflegekräfte ebenso enthalten wie Menschen mit anderen Fachkräftevisa. Das IPPR nutzte dieselbe Methode wie das Innenministerium, das schätzt, dass die Niederlassung ausländischer Pflegekräfte und ihrer Angehörigen die Steuerzahler über deren Lebenszeit 10 Milliarden Pfund kosten würde. Der Thinktank begrüßte Berichte, wonach die 15-jährige Wartezeit für einige geringer bezahlte Arbeitskräfte zurückgefahren werden könnte und bereits in Großbritannien tätige Pflegekräfte ausgenommen würden.

„Die öffentliche Debatte hat sich stark auf die Kosten der jüngsten Migration konzentriert, aber das ist nicht die ganze Geschichte.“

Marley Morris, Stellvertretender Direktor für Migration

Morris, stellvertretender Direktor für Migration, Handel und Gemeinschaften beim IPPR, forderte die Minister zudem auf, die Bedingungen einzuhalten, unter denen Migranten eingereist sind, oder einen fairen Kompromiss anzubieten – etwa einen gesicherten Weg zur Niederlassung und die Freiheit, nach fünf Jahren den Job zu wechseln.

In der Migrationsdebatte angeführte fiskalische LebenszeitgrößenMrd. £
IPPR-Nettobeitrag, Fachkräfte
115 Mrd. £
Kostenschätzung der Regierung, Pflegekräfte
10 Mrd. £

Daten aus dem Artikeltext

Spannungen im Kabinett und der Pflegesektor

Spannungen im Kabinett waren bereits Anfang des Jahres zutage getreten, als Wohnungsbauministerin Angela Rayner die Idee, die Pläne rückwirkend anzuwenden, öffentlich angriff. Energieministerin Miatta Fahnbulleh weigerte sich mehrfach zu sagen, ob sie eine längere Wartezeit befürworte. Ende Oktober sagte Premierminister Andy Burnham, er unterstütze den Grundsatz stark, dass die unbefristete Aufenthaltserlaubnis ein „Recht sei, das man sich verdienen muss“, legte sich aber nicht auf alle Reformen von Mahmood fest. Der Pflegesektor steht bereits unter Druck. Der King's Fund stellte fest, dass 47 % der neu eingestellten Pflegekräfte im Zeitraum 2025–26 aus dem Ausland kamen, verglichen mit 18 % im Zeitraum 2020–21, und prognostiziert, dass in diesem Haushaltsjahr nur 10.000 ausländische Pflegekräfte angeworben werden, wenn sich der aktuelle Trend fortsetzt.

Separate Recherchen, die mit The i Paper geteilt wurden, zeigen, dass die Zahl der ausländischen Pflegekräfte auf Kurs ist, um um mehr als 90 % gegenüber drei Jahren zuvor zu sinken. Zwischen 2022 und 2024 kamen mehr als 600.000 Arbeitskräfte und Angehörige mit Gesundheits- und Pflegevisa, und mehr als die Hälfte von ihnen dürfte ab dem nächsten Jahr eine unbefristete Aufenthaltserlaubnis beantragen.

Internationaler Anteil der Neueinstellungen im Pflegesektor%
2020-21
18 %
2025-26
47 %

Daten aus dem Artikeltext

Opposition und Warnungen im Zusammenhang mit Windrush

Chris Philp, der Schatten-Innenminister, schrieb am Sonntag, 1. November, auf X, die Regierung stehe kurz vor einer Kehrtwende bei der unbefristeten Aufenthaltserlaubnis. Er sagte, Mahmood sei gezwungen worden, gegenüber Rayner nachzugeben, und verwies auf eine Rede von Mahmood aus dem März 2026, in der sie die lebenslangen Kosten von 10 Milliarden Pfund für die Niederlassung gering bezahlter Pflegekräfte als „eine Zumutung“ bezeichnet hatte. Auch aus dem Parlament und von Kampagnengruppen kamen Vergleiche mit Windrush. Ein Brief an Mahmood und Gesundheitsministerin Yvette Cooper, den der Guardian einsehen konnte, stammt von Parlamentariern, Gruppen für Wanderarbeitskräfte, Aktivisten für Rassengleichheit und Fachkräften aus dem Gesundheitswesen, die die Vorschläge als „eine Neuauflage der Politik aus der Windrush-Ära“ beschreiben. Beim Windrush-Skandal von 2017, aufgedeckt durch Berichte des Guardian, wurden viele Schwarze Briten zu Unrecht festgehalten und abgeschoben.

Wie es weitergeht

Die Erklärung von Mahmood im Unterhaus wird zeigen, wie stark die Vorschläge verwässert wurden. Berichten zufolge sollen bereits in Großbritannien tätige Pflegekräfte von der 15-jährigen Wartezeit ausgenommen werden, während die meisten anderen Arbeitskräfte weiterhin mit den ursprünglich vorgeschlagenen zehn Jahren rechnen müssten. Vor der Erklärung waren noch keine endgültigen Details bestätigt. Der Guardian hatte im Juli erstmals berichtet, dass Burnham eine Ausnahme für Pflegekräfte erwägt – ein Schritt, den er bislang nicht öffentlich bestätigt hat. Ob die Ausnahme über die soziale Pflege hinausreicht, wird entscheiden, wie stark die Zahlen des IPPR und die Kostenschätzung der Regierung die endgültigen Regeln prägen.

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