Diplomatie · London und Brüssel
Reeves drängt Großbritannien zum Wiedereintritt in die EU – Umfragen zeigen wachsende Zustimmung
Die frühere Schatzkanzlerin Rachel Reeves sagt, Großbritanniens Zukunft liege in der Europäischen Union. Neue Umfragen von Ipsos und BMG zeigen wachsende Zustimmung für einen Wiedereintritt.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von BBC, The Independent, SAPO und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Die frühere Schatzkanzlerin Rachel Reeves schreibt in der Sunday Times, Großbritanniens Zukunft liege in der Europäischen Union, und der Brexit habe das Land ärmer, schwächer und unsicherer gemacht.
Eine Ipsos-Erhebung zeigt, dass 56 % für einen Wiedereintritt in die EU stimmen würden – vier Punkte mehr als im Mai –, während 30 % draußen bleiben wollen, drei Punkte weniger. Unter den wahrscheinlichen Wählern liegt das Verhältnis bei 63 % zu 34 %.
Eine BMG-Umfrage für The i Paper sieht den Wiedereintritt bei 48 % und den Verbleib außerhalb bei 35 %, 17 % wissen es nicht. Sechs von zehn BMG-Umfragen in diesem Jahr zeigten einen Vorsprung von zwölf Punkten oder mehr.
Premierminister Andy Burnham hat angekündigt, Vorschläge für eine engere Anbindung an die EU etwa zum EU-Gipfel am 20. November vorzulegen. Jede Änderung bräuchte ein Mandat bei einer Parlamentswahl, die spätestens 2029 fällig ist.

Reeves wirbt für einen Wiedereintritt
Rachel Reeves, die frühere Schatzkanzlerin, hat argumentiert, dass Großbritanniens Zukunft innerhalb der Europäischen Union liege. In einem Beitrag für die Sunday Times schrieb sie, der Brexit habe das Land ärmer, schwächer und unsicherer gemacht, und sie begrüßte die Debatte, die Premierminister Andy Burnham über das Verhältnis des Vereinigten Königreichs zu Europa eröffnet habe. Reeves sagte, sie habe ihre Überzeugungen nie verborgen, solange sie im Schatzamt gewesen sei. Wer den Wiedereintritt wolle, müsse dafür argumentieren, konkrete Vorteile aufzeigen und die nächsten Schritte richtig setzen. Ihr Beitrag verteidigte zudem ihre eigene Bilanz und forderte Regierungen auf, beim Bau großer Infrastrukturvorhaben mutiger zu sein und die Risiken und Chancen der künstlichen Intelligenz für fortgeschrittene Volkswirtschaften klarer zu benennen.
In einem der schärfsten Sätze des Beitrags brachte sie ihre Haltung auf den Punkt.
„Der Brexit hat uns ärmer, schwächer und unsicherer gemacht.“
Die Position der Regierung und die nächsten Schritte
Burnham hat erklärt, das Land brauche eine ehrliche Diskussion darüber, wie sein künftiges Verhältnis zur EU aussehen solle. Er werde etwa zum Zeitpunkt des EU-Gipfels am 20. November Vorschläge für eine engere Anbindung vorlegen – jenes Datum, an dem eine Einigung über die Freizügigkeit für junge Menschen erwartet wird. Reeves hofft, dass dieser Gipfel das von ihr vorangetriebene Programm zur Jugendmobilität bestätigt und Fortschritte beim britischen Beitritt zum Verteidigungsprogramm SAFE zeigt, dem Programm „Security Action for Europe“. SAFE wurde im März 2026 als EU-weite Anstrengung zur Aufrüstung nach Russlands umfassendem Einmarsch in die Ukraine angekündigt; ein im Mai 2026 mit der EU vereinbarter Verteidigungspakt eröffnete im Vereinigten Königreich ansässigen Rüstungsfirmen den Weg, sich an SAFE-finanzierten Projekten zu beteiligen. Das Labour-Wahlprogramm von 2024 schloss eine Rückkehr zur Freizügigkeit, eine Mitgliedschaft im Binnenmarkt oder eine Zollunion aus; jede solche Änderung bräuchte ein Mandat bei einer Parlamentswahl, die spätestens 2029 fällig ist. Die Konservativen erklären, sie hätten keine Lust, die Brexit-Debatte neu zu führen, während Nigel Farage von Reform UK sagt, es gebe kein Mandat für eine engere Anbindung an die EU.
Ipsos-Umfrage zeigt wachsende Zustimmung für einen Wiedereintritt
Eine Ipsos-Erhebung, die exklusiv mit The Independent geteilt wurde, ergab, dass 56 % der Befragten für einen Wiedereintritt in die EU stimmen würden – vier Punkte mehr als in einer vergleichbaren Umfrage im Mai –, während der Anteil derer, die einen Verbleib außerhalb befürworten, um drei Punkte auf 30 % sank. Unter den Befragten, die bei einem künftigen Referendum wahrscheinlich wählen würden, lag das Verhältnis bei 63 % zu 34 %, 3 % gaben an, es nicht zu wissen. Die Zustimmung zum Wiedereintritt erreichte 73 % bei Menschen unter 35, 77 % bei denen, die bei der letzten Parlamentswahl Labour gewählt hatten, 31 % bei Wählern der Konservativen und 16 % bei Wählern von Reform UK. Die Umfrage unter 1.109 Erwachsenen wurde zwischen dem 15. und 22. Oktober 2026 durchgeführt. Die meisten Befragten erwarteten, dass eine EU-Mitgliedschaft der Wirtschaft (54 %) und der nationalen Sicherheit (53 %) helfen würde, während 39 % meinten, sie würde Großbritanniens Fähigkeit einschränken, im eigenen Interesse zu handeln.
- Wiedereintritt in die EU
- 56 %
- Draußen bleiben
- 30 %
Daten aus dem Artikeltext
BMG-Trend und Reaktionen aus den Kampagnen
Eine separate BMG-Umfrage für The i Paper ergab 48 % Zustimmung zum Wiedereintritt – drei Punkte mehr –, während die Zustimmung zum Verbleib außerhalb um drei Punkte auf 35 % sank und 17 % mit „weiß nicht“ antworteten. Damit liegt der Wiedereintritt mit 13 Punkten vorn. BMG verfolgt diese Frage seit Mai 2023, und sechs der zehn Umfragen des Instituts in diesem Jahr zeigten einen Vorsprung von zwölf Punkten oder mehr – ein Muster, das zuvor nur einmal aufgetreten war, im Mai 2023. Über die Jahre 2024 und 2025 lag der Abstand meist zwischen etwa fünf und neun Punkten. Robert Struthers von BMG sagte, der Trend deute darauf hin, dass die Unterstützung für einen Wiedereintritt stärker werde. Auf die Frage, welcher Partei am ehesten zugetraut wird, mit der EU und dem Brexit umzugehen, lag Labour mit 23 % vorn, vor Reform UK mit 18 %, den Konservativen mit 13 % und den Liberal Democrats mit 7 %.
- Wiedereintritt
- 48 %
- Draußen bleiben
- 35 %
- Weiß nicht
- 17 %
Daten aus dem Artikeltext
Der frühere Labour-Vorsitzende Neil Kinnock, der vorhergesagt hat, Burnham werde das Vereinigte Königreich zurück in die EU führen, sagte, die Ergebnisse bei den Unter-35-Jährigen deuteten auf wachsende Unterstützung in einem Teil der Bevölkerung hin, der in den kommenden Jahrzehnten größer werden wird. Er argumentierte, britischer Einfluss hänge davon ab, innerhalb des Blocks zu stehen, und brachte es so auf den Punkt.
„Wenn wir nicht am Tisch sitzen, stehen wir auf der Speisekarte.“
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- BBCReeves sagt, die Zukunft Großbritanniens sollte in der EU liegenReeves says UK's future should be inside the EU · Original auf Englisch
- The IndependentBrexit hat Großbritannien „ärmer und schwächer“ gemacht, sagt ReevesBrexit has made Britain 'poorer and weaker', Reeves says · Original auf Englisch
- SAPOWollen die Briten zurück in die EU? Neue Daten überraschen!Britânicos querem voltar à UE? Novos dados surpreendem! · Original auf Portugiesisch
- G4Media.ro56% der Briten würden für eine Rückkehr des Vereinigten Königreichs in die Europäische Union stimmen56% dintre britanici ar vota pentru revenirea Regatului Unit în Uniunea Europeană · Original auf Rumänisch
- Rachel Reeves
- Frühere Schatzkanzlerin, die argumentiert, die Zukunft des Vereinigten Königreichs liege in der EU
- Andy Burnham
- Premierminister, der die Tür zu einer engeren Anbindung an die EU geöffnet hat
- Nigel Farage
- Vorsitzender von Reform UK, der sagt, es gebe kein Mandat für eine engere Anbindung an die EU
- Neil Kinnock
- Früherer Labour-Vorsitzender, der vorhergesagt hat, Burnham werde das Vereinigte Königreich zurück in die EU führen
- Organisationen
- Europäische Union
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