Das Institute for Public Policy Research (IPPR) hat am Montag, 19. Oktober, einen Bericht veröffentlicht, in dem es argumentiert, Großbritannien solle die vollständige EU-Mitgliedschaft zu seinem „mittelfristigen“ Ziel machen. Die Denkfabrik, die enge Verbindungen zur Labour-Partei unterhält, erklärt, die Verschiebungen in der Weltpolitik der vergangenen zehn Jahre hätten dazu geführt, dass dem Vereinigten Königreich die Größe fehle, um allein zu handeln. Aus ihrer Sicht hat Großbritannien allein nicht das Gewicht, um Moskaus Expansionismus, die Unberechenbarkeit Washingtons und den Druck Pekings abzuwehren. Der Bericht bezeichnet die Bemühungen der Regierung, sich sowohl den Vereinigten Staaten als auch Europa eng verbunden zu halten, als Überlebenstaktik statt als Erfolgsrezept. Er erschien wenige Wochen nach einem ähnlichen Papier des Tony Blair Institute. Harry Quilter-Pinner, geschäftsführender Direktor des IPPR, brachte das Argument auf den Punkt:
„Die Welt, für die Großbritannien seine Post-Brexit-Strategie gebaut hat, existiert nicht mehr.“
Eine neue, vom IPPR und von Persuasion UK in Auftrag gegebene Umfrage ergab, dass 52 % der Befragten einen Wiedereintritt in die EU befürworteten, während 29 % draußen bleiben wollten. Unter den Labour-Wählern, die einen Wechsel zu Reform UK erwägen, wollten 54 % zurück, verglichen mit 36 %, die draußen bleiben wollten. The Independent bezifferte unter Berufung auf dieselbe Untersuchung das Verhältnis unter denjenigen, die eine Meinung äußerten, auf 64 zu 36. Nigel Farage, der Vorsitzende von Reform UK, sagte dem Sunday Express, Großbritannien werde in einem zweiten Referendum nicht für einen „Wiedereintritt stimmen“, und gelobte, er und andere würden jeden Schritt der Labour-Partei zur Umkehr des Brexit bekämpfen. Neil Kinnock, der frühere Labour-Vorsitzende, der einen Wiedereintritt als die einzig patriotische Option bezeichnet hat, unterstützte den Aufruf des IPPR und sagte:
„Wie das IPPR sagt und jeder vernünftige Bürger weiß: Die Welt hat sich in zehn Jahren traumatisch verändert.“
Daten aus dem Artikeltext
Premierminister Andy Burnham hat angekündigt, beim britisch-europäischen Gipfel in Brüssel am 20. November die Möglichkeiten für die langfristige Beziehung Großbritanniens zu Europa darzulegen, wobei ein Wiedereintritt wahrscheinlich zu den Optionen zählen dürfte. Auf dem Labour-Parteitag im September sagte er, es sei „möglich“, dass das nächste Wahlprogramm ein Referendum über den Verbleib in der EU enthalten werde, und dass er andere Optionen prüfen werde, die Großbritannien näher an den Block heranführen. Die Zeitleiste markiert den Bericht und den Gipfel.
Mihir Sharma, leitender Forschungsbeauftragter am IPPR, sagte dem i Paper, Burnham müsse für einen Wiedereintritt werben und könne sich ein Mandat über ein weiteres Referendum oder ein klares Bekenntnis im Wahlprogramm sichern. Sharma räumte ein, dass Fragen wie die, ob das Vereinigte Königreich dem Euro beitreten würde, schwierig seien, aber überwunden werden könnten. Minister haben sich dagegen gesträubt, Partei zu ergreifen, und argumentieren, sie könnten starke Beziehungen sowohl zu Washington als auch zu den europäischen Hauptstädten aufrechterhalten.
Die Aufmerksamkeit richtet sich darauf, ob die britische Autoindustrie dem EU-Programm „Made in Europe“ beitreten könnte, das europäische Unternehmen bei öffentlichen Aufträgen und Subventionen bevorzugt. Die Regierung hat einen solchen Schritt als willkommen bezeichnet, obwohl er wahrscheinlich bedeuten würde, sich den EU-Zöllen auf chinesische Elektrofahrzeuge anzupassen. Das i Paper berichtet, Brüssel arbeite an einem Plan, der es Briten unter 30 Jahren im Rahmen eines Jugendmobilitätsprogramms ermöglichen soll, auf dem gesamten Kontinent zu arbeiten. Zudem wird gehofft, dass ein umfassenderes Paket von Reset-Vereinbarungen zu Lebensmitteln und Getränken, Handel und CO2-Märkten vereinbart werden kann. Das IPPR argumentiert, dass einzelne Abkommen allein nicht ausreichen werden.
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Das IPPR erklärt, Großbritannien solle eine EU-Mitgliedschaft als mittelfristiges Ziel behandeln; eine von ihm in Auftrag gegebene Umfrage zeigt, dass 52 % der Befragten einen Wiedereintritt wünschen. Burnham will am 20. November bei einem Gipfel in Brüssel langfristige Optionen darlegen.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von LBC, Mediafax.ro, The Telegraph und weiteren Medien. Veröffentlicht .