Konflikte · Bab el-Mandeb

Französische Fregatte schießt ballistische Rakete nahe dem belgischen Minenjagdboot Primula ab

Die Rakete wurde um den 14. Oktober in der Meerenge Bab el-Mandeb vor Jemen abgefangen, wo die Huthis sie vermutlich abgefeuert haben. Quellen zufolge war das Minenjagdboot wahrscheinlich nicht das Ziel; Frankreich hat Ermittlungen eingeleitet.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von vrtnws.be, Le Soir und De Morgen. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Bab el-Mandeb · Jemen
Wie es dazu kam
  1. Sommer 2026Die Primula wird in die Gewässer südlich der Arabischen Halbinsel verlegt und wartet auf einen möglichen Einsatz in der Straße von Hormus
  2. Ende September 2026Die Huthis versprechen der EU, keine europäischen Schiffe mehr anzugreifen
  3. 14.10.Eine französische Begleitfregatte fängt in Bab el-Mandeb eine ballistische Rakete nahe der Primula ab

Der Abfang

Eine ballistische Rakete wurde um den 14. Oktober nahe dem belgischen Minenjagdboot Primula abgeschossen, während das Schiff die Meerenge Bab el-Mandeb vor Jemen durchquerte. Eine französische Begleitfregatte, die die Primula eskortierte, führte den Abfang als Vorsichtsmaßnahme durch, nachdem die Rakete während des Einsatzes in der Nähe des Schiffes gesichtet worden war. Die belgische Verteidigung bestätigte den Vorfall gegenüber VRT NWS, nachdem De Morgen unter Berufung auf anonyme Quellen zuerst darüber berichtet hatte. Die Primula verfügt selbst über keine Raketenabwehrfähigkeit, weshalb sie unter dem Schutz einer französischen Eskorte fährt.

Ziel oder Warnschuss

Quellen zufolge war das Minenjagdboot wahrscheinlich nicht das Ziel der Rakete. Der Verteidigungsexperte Jens Franssen hält einen direkten Angriff auf das Schiff für sehr unwahrscheinlich und erklärte in einem Interview mit VRT NWS, warum.

„Es ist sehr unwahrscheinlich, dass das Minenjagdboot das Ziel eines Angriffs mit einer ballistischen Rakete war.“

Jens Franssen

Franssen wies darauf hin, dass eine solche Rakete sehr hoch und sehr schnell fliegt, was es schwer macht, ein fahrendes Schiff zu treffen, und dass in einem solchen Fall normalerweise Seezielflugkörper eingesetzt würden. Die Huthis verfügen zwar über ballistische Anti-Schiffs-Raketen, doch um ein fahrendes Schiff zu treffen, braucht es Zielinformationen, und es ist alles andere als klar, ob sie über ausreichende Aufklärung verfügen. Ein Warnschuss oder eine Machtdemonstration bleibt möglich, und die Huthis haben nicht erklärt, warum die Rakete abgefeuert wurde. Quellen zufolge gibt es zudem keine Hinweise darauf, dass die Primula oder ihre Eskorte gezielt ins Visier genommen wurden.

Hintergrund im Roten Meer

Die Huthis kontrollieren seit 2014 einen großen Teil des Westjemen, darunter die Hauptstadt Sanaa und die Küste des Roten Meeres, und sie befinden sich im Krieg mit Saudi-Arabien. Schiffe, die Bab el-Mandeb passieren, werden von der Gruppe regelmäßig angegriffen, meist mit Raketen oder Drohnen. Saudi-Arabien startete eine Offensive, um die Huthis aus dem Küstengebiet zu vertreiben, und die Rebellen reagierten mit Raketen- und Drohnenangriffen auf Ziele im Inneren Saudi-Arabiens. Laut De Morgen erhalten die Huthis verdeckte Unterstützung aus Iran, Russland und China. Jährlich passieren rund 2 Milliarden Barrel Öl und Waren im Wert von 1 Billion Dollar die Meerenge, was sie zu einer der meistbefahrenen Routen zwischen Europa und Asien macht. Ende September teilten die Huthis der EU mit, sie würden keine europäischen Schiffe mehr angreifen.

Einsatz und nächste Schritte

Die Primula ist seit dem Sommer in den Gewässern südlich der Arabischen Halbinsel im Einsatz, wo sie sich auf einen möglichen Einsatz in der Straße von Hormus vorbereitet. Diese Meerenge muss nach einem Waffenstillstand zwischen den Vereinigten Staaten und Iran von Minen geräumt werden, und Belgien will dabei helfen. Die belgische Marine verfügt über umfangreiche Erfahrung in der Minenabwehr, doch ihre Minenjagdboote können sich nicht selbst verteidigen, und Belgien selbst hat nur zwei veraltete Fregatten. In Frankreich laufen Ermittlungen, wo Paris den Fall vorerst niedrig hält. Die belgische Marine und Verteidigungsminister Theo Francken (N-VA) wollten sich zu dem Vorfall nicht äußern, und die Primula soll sich wieder in sicheren Gewässern befinden.

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