StrangDer Krieg in der Ukraine und seine Grenzen

Diplomatie · Moskau und Kyjiw

Kremlin: Putin nimmt Anruf von Selenskyj nur an, wenn Kyjiw den Anfang macht

Peskow sagt, Putin würde einen Anruf von Selenskyj nur annehmen, wenn Kyjiw ihn initiiert – während die Staatschefs Finnlands und Norwegens Putin bereits am 27. Oktober angerufen hatten.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von polsatnews.pl, Rzeczpospolita, wpolityce.pl und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Moskau, Kyjiw · Russland, Ukraine
Wie es dazu kam
  1. Anfang SeptemberPeskow sagt, Selenskyj könne nach Moskau fliegen, um Putin zu treffen – im Kontext eines vorgeschlagenen bilateralen Treffens am Rande des G20-Gipfels in Miami
  2. 27.10.Finnlands Präsident Alexander Stubb und Norwegens Ministerpräsident Jonas Gahr Støre führen ein Telefonat mit Putin, das Peskow mit 90 Minuten angibt
  3. 30.10.Peskow sagt, Putin sei zu einem Anruf mit Selenskyj bereit, wenn Kyjiw den ersten Schritt mache

Der Kreml legt den ersten Schritt nach Kyjiw

Kremlsprecher Dmitri Peskow sagte am Freitag, 30. Oktober, Wladimir Putin sei zu einem Telefonat mit Wolodymyr Selenskyj bereit, aber nur, wenn die Initiative aus Kyjiw komme. Auf die Frage, ob der russische Präsident einen solchen Anruf annehmen würde, antwortete Peskow, das sei unter dieser Bedingung möglich. Er fügte hinzu, ein solches Gespräch habe bislang nicht stattgefunden. Die Äußerungen fielen bei einem Briefing und wurden von russischen Staatsmedien verbreitet, wie Rzeczpospolita berichtet.

Peskow fasste die Lage in wenigen Worten zusammen:

„Bislang hat niemand angerufen.“

Dmitri Peskow

Der Sprecher nannte zudem Frankreichs Präsidenten Emmanuel Macron und Bundeskanzler Friedrich Merz als Staatschefs, die Putin anrufen könnten, und sagte, der russische Präsident werde ihre Anrufe annehmen. Peskow beschrieb Putin als offen für Kontakte mit allen ausländischen Staatschefs.

„Er ist offen für den Dialog mit allen.“

Dmitri Peskow

Nordische Anrufe und Kritik aus Dänemark

Am Dienstag, 27. Oktober, telefonierten Finnlands Präsident Alexander Stubb und Norwegens Ministerpräsident Jonas Gahr Støre mit Putin. Peskow gab die Dauer des Gesprächs mit 90 Minuten an – jene Zahl, die den Anruf in die Wochenbilanz des Kremls brachte. Dänemarks Ministerpräsidentin Mette Frederiksen kritisierte den Schritt und argumentierte, solche Vorstöße sollten gemeinsam in der Europäischen Union abgestimmt werden. Wpolityce.pl deutete die Anrufe als Zeichen einer Rückkehr zum Pragmatismus in den europäischen Hauptstädten und brachte diese Lesart mit Energiekosten und Inflation in Deutschland und Frankreich in Verbindung.

Einladung nach Moskau und Kyjiws Antwort

Zuvor hatte Juri Uschakow, ein Berater Putins, gesagt, Selenskyj könne für ein Treffen mit dem russischen Präsidenten nach Moskau reisen und werde angemessene Sicherheitsvorkehrungen erhalten. Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha sagte, solche Aussagen sollten nicht ernst genommen werden. Er fügte hinzu, ein künftiges Treffen könne überall stattfinden, nur nicht in Russland oder Belarus. Im September hatte Peskow einen vorgeschlagenen bilateralen Gipfel zwischen Putin und Selenskyj am Rande des G20-Gipfels in Miami kommentiert mit den Worten, Selenskyj könne nach Moskau fliegen, wenn er sich treffen wolle. Außenminister Sergei Lawrow beschrieb die Einladung in ähnlicher Weise.

„Diese Person nach Moskau einzuladen, ist bereits eine enorme Geste des guten Willens von unserer Seite.“

Sergei Lawrow

Offene Fragen

Wpolityce.pl zitierte einen Reuters-Bericht, wonach Elbridge Colby, der Politikdirektor des Pentagon, Politiker aus Litauen, Lettland und Estland gedrängt habe, ihre Rhetorik gegenüber Russland zu mäßigen. RMF24 berichtete, für ein Telefonat oder ein Treffen zwischen Putin und Selenskyj sei kein Termin festgelegt. Peskows Position lässt den nächsten Schritt bei Kyjiw, während der ukrainische Außenminister ein Treffen auf russischem oder belarussischem Boden ausgeschlossen hat.

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