Verkehr · Urda und Madrid
Zugunglück bei Urda fordert mindestens 68 Tote; Opposition fordert Rücktritt von Verkehrsminister Puente
Ein AVE und ein Iryo-Zug sind am Mittwoch, 28. Oktober, bei Urda in der Provinz Toledo zusammengestoßen; bis 18:00 Uhr waren mindestens 68 Menschen gestorben. Verkehrsminister Óscar Puente schließt einen Rücktritt aus, während Oppositionsparteien und eine Gewerkschaft seinen Rücktritt verlangen.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von europa press, ABC TU DIARIO EN ESPAÑOL, La Razón und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Ein AVE und ein Iryo-Zug stießen am Mittwoch, 28. Oktober, gegen 8:54 Uhr bei Urda in der Provinz Toledo zusammen; bis 18:00 Uhr starben mindestens 68 Menschen.
Puente zufolge setzte ein Computerausfall das Sicherheitssystem LZB außer Betrieb, woraufhin das Adif-Zentrum in Atocha einem AVE trotz roten Signals die Weiterfahrt genehmigte.
José Ignacio García (Adelante Andalucía) forderte um 15:17 Uhr Puentes Rücktritt, ebenso die von Miguel Borra geführte CSIF.
Quellen im Moncloa erklärten, Puentes Amtsführung „stehe nicht infrage“, und die Regierung werde ihn nicht zum Rücktritt auffordern.
Bei dem Unglück von Adamuz im Januar 2026 starben 45 Menschen, womit Urda der zweite schwere Eisenbahnunfall in Spanien in weniger als einem Jahr ist.
- 28.10.Renfe-AVE und Iryo-Zug stoßen laut La Razón bei Kilometer 118 nahe Urda zusammen
- 28.10.Óscar Puente tritt vor die Medien und schließt einen Rücktritt aus
- 28.10.José Ignacio García von Adelante Andalucía fordert Puentes Rücktritt
- 28.10.Offizielle Zahl der Toten liegt bei mindestens 68
Der Zusammenstoß bei Urda
Ein Renfe-AVE und ein Iryo-Zug sind am Mittwoch, 28. Oktober, gegen 8:54 Uhr auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke Madrid–Sevilla bei Kilometer 118 nahe Urda in der Provinz Toledo zusammengestoßen. Mindestens zwei Wagen entgleisten und stürzten einen Bahndamm hinab, mehr als 540 Fahrgäste waren in den beiden Zügen unterwegs. Um 18:00 Uhr gaben die Behörden die Zahl der Toten mit mindestens 68 an, zahlreiche Menschen wurden unterschiedlich schwer verletzt. Der Zugverkehr in Richtung Süden blieb vollständig eingestellt, während die Rettungskräfte an der Unglücksstelle arbeiteten. Ein Meinungsbeitrag in ABC nennt 104 Tote – eine Zahl, die deutlich über der offiziellen Bilanz der Berichterstattung liegt.
Die Darstellung des Ministers
Óscar Puente erklärte, ein Computerausfall habe das Sicherheitssystem LZB außer Betrieb gesetzt, wodurch mehrere Züge zum Stehen gekommen seien. Die Verkehrssteuerung sei daraufhin an das Kontrollzentrum von Adif in Atocha übergegangen, das dem AVE die Weiterfahrt im Normalbetrieb genehmigt habe, obwohl ein rotes Signal zeigte und ein Iryo weiter vorn stand. Puente nannte diese Entscheidung „unerklärlich“, während die Regierung das Unglück auf mögliches menschliches Versagen eines Mitarbeiters im Zentrum von Atocha zurückführte. Bei seinem Auftritt vor den Medien gegen 14:00 Uhr schloss Puente einen Rücktritt aus und sagte, sein Fokus liege auf der Aufklärung der Fakten.
Puente fasste seine Haltung in einer kurzen Erklärung gegenüber Journalisten zusammen.
„Ich denke darüber nach, das hier aufzuklären, nicht über mich selbst.“
Regierungsquellen im Moncloa erklärten gegenüber laSexta, Puentes Amtsführung „stehe nicht infrage“, da die ersten Ermittlungen nicht auf ein Versagen seinerseits hindeuteten. Die Ermittlungen dauern an.
Rücktrittsforderungen
José Ignacio García, Vorsitzender von Adelante Andalucía, sagte zunächst, Priorität hätten allein die Rettung und die Notfallmaßnahmen. Am Mittwoch, 28. Oktober, um 15:17 Uhr forderte er Puentes Rücktritt und argumentierte, die Schuld dürfe nicht auf einen einzelnen Mitarbeiter abgewälzt werden. Er wies darauf hin, dass sich sowohl das Unglück von Urda als auch das von Adamuz auf Strecken ereignet hätten, die Madrid mit Andalusien verbinden.
„Die Schuld kann nicht ausschließlich einem einzigen Mitarbeiter angelastet werden.“
Auch die Gewerkschaft CSIF unter der Führung von Miguel Borra forderte Puentes Rücktritt und warf ihm vor, einen Mitarbeiter als „Sündenbock“ zu benutzen, bevor die Ermittlungen richtig begonnen hätten. Frente Amplio nannte die Wiederholung eines solchen Unglücks innerhalb eines Jahres „untragbar“, verlangte politische Verantwortung und forderte eine unabhängige Prüfung des Schienennetzes. Auch der Künstler Aldo Comas, Ehemann der Schauspielerin Macarena García, äußerte sich in einem Beitrag in den sozialen Medien.
„Óscar Puente, entweder Sie treten sofort zurück, oder Sie gehen als verdammter moralischer Orang-Utan in die Geschichte ein.“
Haltung der Regierung und politische Folgen
Quellen im Moncloa erklärten, die Regierung habe nicht die Absicht, Puente zum Rücktritt aufzufordern; ihre Priorität gelte der Betreuung der Opfer, ihrer Angehörigen und der Notfallmaßnahmen. Zur Frage, wie sich das Unglück auf den Wahlkampf auswirken könnte, wollten sie sich nicht äußern. Andere sozialistische Spitzenpolitiker erklärten gegenüber laSexta, sie hielten den Wahlkampf für gebrochen und eine Erholung davon für sehr schwierig. Der Journalist José Enrique Monrosi sagte in „Más Vale Tarde“, er halte es für sehr kompliziert, dass Puente bis zu den Wahlen im Amt bleibe.
Ein zweites Unglück in weniger als einem Jahr
Bei dem Unglück von Adamuz im Januar 2026 starben laut laSexta 45 Menschen, womit Urda der zweite schwere Eisenbahnunfall in Spanien in weniger als einem Jahr ist. Die CSIF erinnerte daran, dass sie im September vor Adif-Schichten von bis zu zwölf Stunden täglich und fünf aufeinanderfolgenden Nächten gewarnt habe, die ihrer Darstellung zufolge zu einer extremen Belastung der Mitarbeiter führten, die den Zugverkehr organisieren. Laut einem Podcast von La Razón mit der stellvertretenden Chefredakteurin Carmen Morodo fühlen sich die Opfer von Adamuz noch immer im Stich gelassen und hätten keine Erklärungen, Betreuung oder Antworten erhalten. Derselbe Podcast argumentierte, die Opfer des neuen Unglücks verdienten mehr als Beileidsbekundungen.
- Adamuz, Januar 2026
- 45 Tote
- Urda, 28. Oktober 2026 (Stand 18:00)
- 68 Tote
Daten aus dem Artikeltext
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- europa pressCSIF fordert Rücktritt von Puente wegen Beschuldigung eines Adif-Mitarbeiters...CSIF pide la dimisión de Puente por señalar a un trabajador de Adif... · Original auf Spanisch
- ABC TU DIARIO EN ESPAÑOLRebeca Argudo: Steigen Sie jetzt aus, Herr PuenteRebeca Argudo: Bájese ya en esta, señor Puente · Original auf Spanisch
- La RazónJosé Ignacio García, Anführer von Adelante Andalucía, nach dem Unfall in Toledo: „Óscar Puente muss heute zurücktreten“José Ignacio García, líder de Adelante Andalucía, tras el accidente de Toledo: "Óscar Puente debe dimitir hoy" · Original auf Spanisch
- LaSextaMoncloa sagt, Puentes Management „steht nicht in Frage“, gegenüber sozialistischen Führern, die „die Kampagne als gescheitert“ sehenMoncloa dice que la gestión de Puente "no está en cuestión" frente a dirigentes socialistas que ven "la campaña rota" · Original auf Spanisch
- Óscar Puente
- Spaniens Verkehrsminister, der wegen des Unglücks bei Urda unter Rücktrittsdruck steht
- José Ignacio García
- Vorsitzender der andalusischen Partei Adelante Andalucía, der Puentes Rücktritt forderte
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